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TIL und Jini Meyer beim „Indian Summer“ in Elspe
Rock-Party fast wie früher

Jini Meyer, Ex-Frontfrau der Chartstürmer von Luxuslärm, holte das Beste aus der vertrackten Corona-Situation heraus und lieferte mit ihrer Begleitband in Elspe ein anderthalbstündiges Live-Feuerwerk ab.
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  • Jini Meyer, Ex-Frontfrau der Chartstürmer von Luxuslärm, holte das Beste aus der vertrackten Corona-Situation heraus und lieferte mit ihrer Begleitband in Elspe ein anderthalbstündiges Live-Feuerwerk ab.
  • Foto: Simone Jurisch
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

sib Elspe. Frei sein. Mal ein paar Stunden dem Corona-Alltag entfliehen. Frei sein, die Arme in die Luft heben und Party machen, fast wie in alten Zeiten. Für die Besucher der Freilichtbühne in Elspe wurde dieser Traum am Freitagabend wahr beim „Indian-Summer“-Festival, das Elspe-Festival in Kooperation mit Eventtechnik Südwestfalen in Rekordzeit aus dem Boden gestampft hat, um die gebeutelte Veranstaltungs- und Künstler-Branche zu unterstützen.
Der Titelsong „Frei sein“ von ihrem gleichnamigen Solo-Album stand zwar ganz am Ende des Abends, aber er wurde rückblickend auch zum Schlachtruf der Rockparty: Wie schon zuvor feierten die Fans bei diesem Schluss-Kracher die ehemalige Frontfrau von Luxuslärm, Jini Meyer, nach allen Kräften ab.

sib Elspe. Frei sein. Mal ein paar Stunden dem Corona-Alltag entfliehen. Frei sein, die Arme in die Luft heben und Party machen, fast wie in alten Zeiten. Für die Besucher der Freilichtbühne in Elspe wurde dieser Traum am Freitagabend wahr beim „Indian-Summer“-Festival, das Elspe-Festival in Kooperation mit Eventtechnik Südwestfalen in Rekordzeit aus dem Boden gestampft hat, um die gebeutelte Veranstaltungs- und Künstler-Branche zu unterstützen.
Der Titelsong „Frei sein“ von ihrem gleichnamigen Solo-Album stand zwar ganz am Ende des Abends, aber er wurde rückblickend auch zum Schlachtruf der Rockparty: Wie schon zuvor feierten die Fans bei diesem Schluss-Kracher die ehemalige Frontfrau von Luxuslärm, Jini Meyer, nach allen Kräften ab. Minutenlang erschollen die „Frei-sein“-Chöre über das Festivalgelände. Das war fast zu schön, um aufzuhören, doch irgendwann ist eben jede Party mal zu Ende. Aber bis dahin lieferte der blonde Wirbelwind im rockigen, schwarzen Leder-Outfit eine opulente Show ab, die alte Fans begeisterte und vermutlich auch im Schnelldurchlauf ein paar neue generiert haben dürfte.

Viele Songs von Jine Meyers neuem Album

Die Sängerin präsentierte viele Songs ihres neuen Albums, es waren auch einige Luxuslärm-Hits dabei, aber das ganze Konzert war von A bis Z voller Energie, geballter Kraft, und die treibenden Grooves und griffigen Melodien der Titel waren jederzeit spürbar. Elf Jahre lang war Jini Meyer die Frontfrau von Luxuslärm und meldete sich nach zwei Jahren kreativer Pause mit ihrem Solo-Album zurück. Alle Songs darauf stammen aus ihrer Feder. Fette Rock-Sounds wie bei „Lass das Licht an“, dem ein gewisser Düster-Touch erst den letzten Schliff verleiht, oder „Regen, der nach oben fällt“ sind voller Leidenschaft, lyrischer Tiefe und Ohrwurm-Potenzial. Dass sie auch anders kann, sanfter, ruhiger, zeigte Jini Meyer im Akustik-Block.
Zwischen den Songs präsentierte sich das Energiebündel als Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt, schon mal derbe flucht und keine Scheu davor hat, sich zu ihren Fehlern zu bekennen. So vermasselte sie ihrem Duett-Partner Tänzer den Einsatz, holte ihn nach vorn auf die Bühne, entschuldigte sich und begann den Song einfach noch mal von vorne.

Bravouröse Lokalmatadoren: TIL aus Wenden

Bei so einem tollen Headliner hat eine Vorband erst mal keinen leichten Stand, aber die Lokalmatadoren von TIL meisterten die Situation bravourös. Nach sechs Monaten Zwangspause waren die drei Jungs aus Wenden heiß wie Frittenfett auf den Live-Gig und schafften es auch, ihre Spiellaune zum Publikum zu transportieren. Ihr politisch angehauchter Song „Krieg dein’ A … hoch“ oder „Superhelden fliegen vor“, der in Zusammenarbeit mit einem Freund entstand, der in einem Hospiz arbeitet, hinterließen Eindruck, hallten nach, ließen die jungen Männer in einem glaubwürdigen Licht erscheinen.
Ihre (musikalische) Freundschaft hat schon im Kindergarten angefangen, und dass sie eine eingeschworene, feste Gemeinschaft sind, die ganz straight ihren Weg verfolgt, spürte man von der ersten bis zur letzten Minute. Sie ergehen sich in ihren Texten keineswegs in Plattitüden und vermitteln das Gefühl, dass sie Sorgen und Nöte, Freuden und Freundschaften mit ihrem Publikum teilen. Dennis Wurm (Sänger und Gitarrist), Enis Gülmen (Bass und Backings) und Schlagzeuger Jona Boubaous haben schon 2017 einen Plattenvertrag bei Universal Deutschland unterschrieben und trotzdem: „Wir fangen gerade erst an“, schmetterten sie ihren Zuhörern in der Zugabe entgegen.

Rock und Kinderkonzert am Wochenende

Bis zu 1000 Gäste dürften theoretisch unter den Hygiene-Auflagen auf das Festival-Gelände, gekommen waren zu diesem Konzert-Ereignis etwa 200. Man hätte den engagierten Veranstaltern und den Künstlern viel mehr gewünscht. Am zweiten Wochenende des „Indian Summer“ gingen noch zwei weitere Shows über die Bühne, ein Rock-Konzert mit John Diva & The Rockets Of Love am Samstag und ein Kindermitmachkonzert am Sonntag.

Jini Meyer, Ex-Frontfrau der Chartstürmer von Luxuslärm, holte das Beste aus der vertrackten Corona-Situation heraus und lieferte mit ihrer Begleitband in Elspe ein anderthalbstündiges Live-Feuerwerk ab.
TIL hatten nach sechsmonatiger Bühnenabstinenz sichtlich Spaß beim Live-Spielen.
Autor:

Simone Jurisch (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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