Erfolgreiche Familienforschung

Erstes Stupperich-Sippentreffen traf auf große Resonanz in ganz Deutschland

mari Kirchveischede. Mehr als 250 Stupperichs kamen am Samstag zum ersten bundesweiten Sippentreffen in der Schützenhalle Kirchveischede zusammen. Initiator Walter Stupperich (66) aus Grevenbrück schaute sich zufrieden um: Was er sah, waren alles Verwandte. Das Ergebnis von 25 Jahren Familienforschung hatte sich gelohnt. Die Stupperichs kamen aus allen Teilen Deutschlands, von Flensburg bis Süddeutschland, davon ein großer Teil aus dem Kreis Olpe. Jüngste Teilnehmerin war mit sieben Monaten die kleine Florentine aus Grafschaft.

In seiner mehr als 25-jährigen Forschungsarbeit gelang es dem früheren Bankkaufmann, alle Stupperichs innerhalb von Deutschland zu erfassen, zu ordnen und in fünf große Familienstämme einzuordnen, die allesamt ihre Wurzeln im Kreise Olpe haben. Da gibt es den Stamm Neger mit den großen Unterstämmen Holterhoff, Berg und Ronnewinkel, den Stamm Rhode/Hohl und Altenkleusheim, den Stamm Rhode-Weikenohl, den Stamm Rhode-Düsseldorf und den Stamm Rhode-Banat. Auf einer mehr als 40 Meter langen Papierrolle hatte er die rund 3000 Namen in Grafiken erfasst.

Der Namensgeber für das Geschlecht Stupperich dürfte seinen Recherchen nach der heutige Stupperhof sein, denn die erste Erwähnung des Namens Stupperich wurde im Raum Drolshagen gefunden. In einer alten Kirchenmeisterrechnung im Pfarrarchiv gibt es einen Hinweis auf einen »hoff stuttberch«. Dieser wird datiert für die Zeit 1470 bis 1500. In einer Steuerliste von 1536 der Bauernschaft Germinghausen, zu der der Stupperhof seinerzeit gehörte, erscheint ein Peter Stoutberg. Dieser ist nach Vermutungen von Walter Stupperich die erste Person des Stupperich-Geschlechtes, der wohl auch als Stammvater betrachtet werden könne. Der Familienforscher geht ebenso davon aus, dass der Name Stupperich vom Stupperhof abgeleitet wurde. Die unterschiedliche Schreibweise der Vorfahren rührt nach seiner Ansicht daher, dass die schriftlichen Aufzeichnungen nach der Sprache, der Phonetik, erfolgten.

Walter Stupperich fand viele interessante Nachweise über seine Vorfahren, so Einträge im Türkensteuerverzeichnis von 1563 und in der Schatzungsliste von 1635 der Bauernschaft Bleche. In Olpe ist im Bruderschaftsbuch der Kreuzbruderschaft von 1617 bis 1666 ein Hansonis Stupperich aufgeführt. Mitte des 17. Jahrhunderts tauchte der Name auch im Kirchspiel Rhode auf, in Neger fand die erste Erwähnung 1670 statt. Viele Stupperichs hatten und haben geistliche Berufe. Ordensgründerin und Generaloberin der Franziskanerinnen, Mutter Maria Theresia geb. Aline Bonzel († 1905) kommt aus dem Unterstamm Ronnewinkel des Neger-Stamms. Pater Johannes Rosenthal aus dem Stamm Neger-Holterhoff († 1975) war Bischof in Südafrika.

Im Zuge der Forschungen lernte der Grevenbrücker Friedhelm Stupperich (70) aus Altenkleusheim, dessen Schwager Franz-Josef Hoberg (69), ebenfalls aus Altenkleusheim, Josef Stupperich (65) aus Welschen Ennest und Karl-Heinz Stupperich (72) aus Drolshagen kennen. Sie gründeten eine Arbeitsgemeinschaft und begannen, die Adressen von allen Stupperichs aus Deutschland heraus zu finden. Diese bekamen sie aus den jeweiligen Verwandtschaften, aus Telefon- und Kirchenbüchern. Besonders schwierig war es, Frauen mit dem Geburtsnamen Stupperich aufzuspüren, die heute andere Namen tragen. Mit viel Mühe und Geduld gelang das Vorhaben. Alle deutschen Stupperichs kamen zusammen, verfolgten interessiert ihre Familiengeschichte an den Wänden der Schützenhalle und knüpften bei Kaffee und Kuchen erste Familienkontakte.

Walter Stupperich und die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft legen nach diesem schönen Treffen die Hände noch längst nicht in den Schoß. Es gibt noch viel zu tun, denn Stupperichs gibt es in vielen Ländern der Welt. So hat Josef Stupperich bei seinem Kuraufenthalt in Abano Therme in Italien eine Ruhestätte mit dem Namen Stuparich entdeckt. In Rumänien gibt es ein Grabmal mit dem Namen Stuprich. Viele Stupperichs soll es in den USA geben. Erste Verbindungen wurden geknüpft. So könnte das zweite Stupperich-Sippentreffen international sein.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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