SZ

Bewirtschaftete Hütten
Fast wie Après-Ski: Skihütte Halberbracht

Waltraud und Bernd Peuser vor dem Ofen in der gemütlichen Stube. Seit fast 25 Jahren betreiben die beiden die urige Hütte mit großer Schirmbar.
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  • Waltraud und Bernd Peuser vor dem Ofen in der gemütlichen Stube. Seit fast 25 Jahren betreiben die beiden die urige Hütte mit großer Schirmbar.
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yve. Halberbracht. Für den nächsten Teil der SZ-Serie über bewirtschaftete Hütten im Kreis Olpe zieht es mich heute in das ehemalige Bergbaudorf Halberbracht. Mit 450 bis 610 Metern der höchstgelegene Ort von Lennestadt. Über Altenhundem und Meggen geht es steil bergauf in das etwa 1300 Einwohner zählende Dorf zwischen Homert- und Rothaargebirge. Oben angekommen, weist auch schon ein Schild auf die Skihütte Halberbracht hin, direkt unter einem Hang, der an diesem Morgen mit Schnee bedeckt ist. Der Nebel hat sich aufgelöst, strahlender Sonnenschein umgibt das Holzhaus, lässt das Eis auf dem Dach langsam schmelzen.
Hier genießen unsere Besucher das Leben.
Bernd Peuser
GastronomRustikale Atmosphäre mit viel HolzIn der Stube treffe ich die Inhaber, Bernd und Waltraud Peuser.

yve. Halberbracht. Für den nächsten Teil der SZ-Serie über bewirtschaftete Hütten im Kreis Olpe zieht es mich heute in das ehemalige Bergbaudorf Halberbracht. Mit 450 bis 610 Metern der höchstgelegene Ort von Lennestadt. Über Altenhundem und Meggen geht es steil bergauf in das etwa 1300 Einwohner zählende Dorf zwischen Homert- und Rothaargebirge. Oben angekommen, weist auch schon ein Schild auf die Skihütte Halberbracht hin, direkt unter einem Hang, der an diesem Morgen mit Schnee bedeckt ist. Der Nebel hat sich aufgelöst, strahlender Sonnenschein umgibt das Holzhaus, lässt das Eis auf dem Dach langsam schmelzen.

Hier genießen unsere Besucher das Leben.
Bernd Peuser
Gastronom

Rustikale Atmosphäre mit viel Holz

In der Stube treffe ich die Inhaber, Bernd und Waltraud Peuser. Fast alles hier ist aus Holz, die Decken, Teilbereiche der Wände, Tische, Stühle und die Theken. Wärme aus dem großen Ofen sorgt für Behaglichkeit. Bernd Peuser zeigt auf zwei gerahmte Fotos, die an der Wand hängen. „So sah die Hütte früher aus.“ Sie sei damals vom Verkehrsverein Halberbracht betrieben worden. An diese Zeiten erinnert heute nichts mehr. Er habe beim Kauf 1996 keine Mühen und Kosten gescheut, um aus der Hütte das zu machen, was sie heute sei, sagt der 64-Jährige.

Waltraud und Bernd Peuser vor dem Ofen in der gemütlichen Stube. Seit fast 25 Jahren betreiben die beiden die urige Hütte mit großer Schirmbar.
  • Waltraud und Bernd Peuser vor dem Ofen in der gemütlichen Stube. Seit fast 25 Jahren betreiben die beiden die urige Hütte mit großer Schirmbar.
  • Foto: yve/privat
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Ohne Reservierung wird es schwierig

Fast 25 Jahre sind seither vergangen. Der gelernte Koch hat in Halberbracht eine kleine Erfolgsgeschichte geschrieben. „Ohne Reservierung ist an Wochenenden oft kein Tisch zu bekommen.“ Verändert habe sich aber das Klientel. Waren es früher vermehrt Skifahrer, die sich in der urigen Hütte stärkten, sind es heute Wanderer und Gäste, die die einmalige Atmosphäre und das gute Essen schätzen. „Wir haben hier Platz für bis zu 150 Personen.“

Fast wie im Winterurlaub

Wer vor dem Gebäude steht, kann das auf Anhieb nicht erkennen. Die Hütte im Südtiroler Stil beherbergt nicht nur die Stube und einen Saal, sondern auch eine Schirmbar mit runder Theke aus aufgearbeiteter Eiche. Bernd Peuser streicht über die Maserung. „Die Theke habe ich selbst gemacht.“ Er arbeitet leidenschaftlich gerne mit Holz, baut sogar Schränke. „Fast alles hier trägt meine Handschrift.“

Unter dem riesigen Schirm im alpinen Ambiente fühle ich mich gleich wie im Winterurlaub, die Aussicht durch die Glaselemente der Bar ist fantastisch. Über den rustikalen Bänken und den Sitzhockern liegen kuschelige Felle, an den Wänden hängen historische Skier und Kuhglocken. Mit dem Schirm des österreichischen Herstellers Meissl besitzt Bernd Peuser im Kreis Olpe ein Alleinstellungsmerkmal. „Hier genießen unsere Besucher das Leben.“ Das Wetter spiele keine Rolle. Per Knopfdruck lasse sich der rote Schirm über der Vergnügungszone öffnen. „Dann wird hier unter freiem Himmel gefeiert.“ An kälteren Tagen sei die Heizung an, „das lädt zum Bleiben ein“.

Steinofen ist ein Herzstück der Skihütte

Der 64-Jährige führt mich dann zu einem weiteren Herzstück der Skihütte – zum Steinofen. Den hat Bernd Peuser ebenfalls mit eigenen Händen errichtet. „Uns wird nachgesagt, dass es hier die beste Pizza bis nach Italien gibt.“ Die Gäste könnten auch aussuchen, welchen Belag sie gerne hätten, ergänzt Waltraud Peuser. Beim Zubereiten dürften sie zuschauen. Beliebt seien zudem Steaks und Schnitzel oder die deftigen Brotzeiten, die in einer Skihütte natürlich nicht fehlen dürften. „Wir machen alles selbst, aus der Tüte kommt bei uns nichts.“

Der selbstgebaute Steinofen ist ein Herzstück der Hütte.
  • Der selbstgebaute Steinofen ist ein Herzstück der Hütte.
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Restaurant nicht täglich geöffnet

Vor der Pandemie war die Skihütte der Peusers von mittwochs bis sonntags geöffnet. „Das haben wir vorerst geändert“, so der 64-Jährige. Das Ehepaar und dessen Aushilfen samt Koch bewirtschaften das Restaurant aktuell von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen sowie donnerstags ab 15 Personen nach vorheriger Reservierung. Bei Änderungen der Öffnungszeiten informieren die Betreiber auf der Homepage unter www.skihuette-halberbracht.de.

Biergarten und Schirmbar bei Besuchern beliebt

Oftmals werde der Einkehrschwung in die Skihütte mit einer Wanderung verbunden. Zahlreiche Wege führten nach Halberbracht. An schönen Tagen ist der Biergarten favorisiertes Ziel. Auch kleine und große Feiern richten die Peusers aus. Die Schirmbar stehe bei Buchungen ganz oben auf der Beliebtheitsskala.

Neue Serie: bewirtschaftete Hütten

Draußen blickt der 64-Jährige auf die traumhafte Umgebung der Skihütte, auf seine Heimat Halberbracht. Im nächsten Jahr habe er das Rentenalter erreicht. So langsam müsse er sich wohl auf die Suche nach einem würdigen Nachfolger machen. „Wer das hier übernimmt, macht jedenfalls nichts falsch. Bis dahin machen wir weiter, und zwar mit Herzblut, das ist schließlich unser Lebenswerk.“

Ein Gefühl wie in den Bergen
Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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