Für Fans der härteren Gangart

»Rockade Festiwoll«–stellte Veranstalter und Gäste zufrieden

rudi Kirchveischede. Für Fans der härteren Gangart stand am Samstagabend ein wahres Highlight der Festival-Saison an. Zum vierten Mal öffnete das »Rockade Festiwoll« auf der Kirchveischeder Heide seine Pforten und rief einen Besucheransturm von mehr als 2000 Personen auf den Plan. Eine Bilanz, die unweigerlich auf die Erfolge der vergangenen Veranstaltungen sowie die namhaften Bands zurückzuführen war: Acht Formationen aus dem In- und Ausland hatten sich angemeldet – darunter mit »Peter Pan Speedrock« und »Mad Sin« wahre Ikonen ihres Genres.

Die Kirchveischeder »Rockade« hat sich nach drei Auflagen längst in den Himmel der Festival-Elite katapultiert – nicht nur aus regionaler Sicht. Das Event ist inzwischen nicht nur das größte seiner Art im gesamten Kreis Olpe, sondern hat sich auch über die Grenzen hinaus einen Namen gemacht. So nahmen die Besucher auch am Samstag längere Anfahrtszeiten in Kauf, um beim vierten »Festiwoll« mit von der Partie zu sein.

Bei sommerlichen Temperaturen und trockenen Verhältnissen wurde am frühen Nachmittag der erste Gig auf der Bühne gespielt. »The Dancing Kids in the Riot« aus Grevenbrück läuteten mit knallhartem Punkrock eine mehr als zehnstündige Party ein, die in Sachen Stimmung im weiten Umkreis ihresgleichen sucht. Die Veranstalter – die OT Grevenbrück sowie der Jugendtreff Kirchveischede – hatten im Vorfeld eine ganze Flut von Bandanfragen zu bewältigen. Zuletzt entschied man sich für acht Combos, die das breite Spektrum verschiedener Genres rundum abdeckten. Ein Querschnitt aus Punkrock, Hardcore, Indie, Ska und Rock’n´Roll wurden geboten.

Ein legendärer Ruf eilte vor allem den drei Headlinern des Abends voraus. Mit »Mad Sin«, »The Porters« und »Peter Pan Speedrock« standen drei Ikonen des Punkgenres auf der Bühne, die mit Elementen aus Irish Folk, Hardcore und Rock’n’Roll Akzente setzten und ihr Publikum restlos forderten. »Mad Sin«, die 1987 in den Straßen und Kneipen Berlins ihren Anfang nahmen, setzten sich vor allem durch optische Effekte – nicht nur pyrotechnischer Art – von den übrigen Acts ab. Ihr unübersehbarer Hang zu exzessivem Körperkult mit großflächigen Tätowierungen, steiler Haartolle und hautenger Rockerkluft verlieh ihrem energischen Sound Nachdruck und ließ das Publikum rund eine Stunde nicht mehr zur Ruhe kommen. Es bedurfte für »Mad Sin« keiner langen Anlaufzeit, die Menge auf ihre Wellenlänge zu bringen. Diese Eigenschaften wussten bereits namhafte Bands wie »Faith No More« und »Suicidal Tendencies« bei ihren Touren für sich zu nutzen. »Peter Pan Speedrock« aus Holland hatten ihnen den Weg auf die Rockade-Bühne geebnet – nicht zum ersten Mal. Bereits in der Vergangenheit tourten beide Formationen gemeinsam und konnten sich somit auch rein musikalisch das Wasser reichen.

»Peter Pan Speedrock«, seit der Gründung 1996 auf internationalen Festivals zu Hause, wurden ihrem Namen absolut gerecht. Schnelligkeit und Härte waren es, die ihre Musik ausmachten und auch auf der Open-Air-Tanzfläche Programm waren.

Das Ende der in jeder Hinsicht stimmungsgeladenen Veranstaltung markierten »The Porters«, eine Irish-Folk-Punkformation, die harte Gitarren mit traditionellen Elementen des Irish Folk verknüpfte. Im Vorfeld hatten sich bereits vier weitere Bands die Ehre gegeben: So etwa »Vs. Sunrise« aus Meschede, die sich elementarem New Metal verschrieben haben. »The Young Mental Shotgun Squad« aus Köln gaben Rock’n’Roll mit Indie-Einflüssen zum Besten; die »Scruffyheads« aus Attendorn ließen es mit reggae- und skabetonten Punkrhythmen krachen.

Eine wesentlich weitere Anreise hatten die vier Musiker von »5 Cent Deposit« hinter sich. In Long Island/New York füttern sie ihre Instrumente mit skaträchtigem Pop-Punk, der am Samstag auch über die Kirchveischeder Heide schallte und somit die letzte musikalische Nische füllte. Damit wurde der musikalische »Auftrag« der »Rockade« auch dieses Mal erfüllt – zur Zufriedenheit der Veranstalter, vor allem aber der zahlreichen Gäste.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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