Traktoren und Schilder beim Politischen Aschermittwoch der Landes-CDU
Landwirte als Begrüßungskomitee für Armin Laschet

Ministerpräsident Armin Laschet (l.) im Gespräch mit Michael Richard (vorn) und Bernd Eichert (r.), die einen offenen Brief der heimischen Landwirte überreichten.
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  • Ministerpräsident Armin Laschet (l.) im Gespräch mit Michael Richard (vorn) und Bernd Eichert (r.), die einen offenen Brief der heimischen Landwirte überreichten.
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win Kirchveischede. Der Landesvater kam zu spät. Die Ankunft von Armin Laschet war für 16.45 Uhr angekündigt, es wurde gut 20 Minuten später, bis zwei schwarze Limousinen mit Aachener Zulassung und aufgepflanzten Blaulichtern vor der Schützenhalle von Kirchveischede vorfuhren. Aus einem der gepanzerten Autos stieg Armin Laschet, der sogleich von einer Gruppe von Männern und Frauen umlagert wurde, die den gesamten Ort in Beschlag genommen hatte, um auf ihr Anliegen hinzuweisen: Es waren Landwirte, die sich getroffen hatten, um dem Ministerpräsidenten deutlich zu machen, dass die Bauern in Südwestfalen spezifische Probleme haben, die nach passenden Lösungen verlangen. Zuvor hatten sie den fast 700 Gästen, die in die Schützenhalle strömten, Handzettel mit ihren kurzgefassten Anliegen verteilt, jeweils ergänzt um ein Tütchen mit bienenfreundlichen Blühsamen.

Rund 40 Traktoren waren vor und in Kirchveischede aufgestellt worden, jeweils mit großen Plakaten der Aktion „Land schafft Verbindung“ dekoriert. Bauern aus dem Bergischen, dem Märkischen Kreis, aus Siegen-Wittgenstein, dem Kreis Olpe und selbst aus Soest waren gekommen, um durch ihre Anwesenheit ihren Anliegen Nachdruck zu verleihen. Laschet nahm sich kurz Zeit und sprach mit dem Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Olpe, Michael Richard, und dessen Stellvertreter, Bernd Eichert. Beide gaben ihm einen offenen Brief mit, in dem sie das aufführen, was Bauern im Siegerland und Sauerland besonders betrifft.

"Lassen Sie Betriebe und Familien nicht im Stich!"

In dem Schreiben wird betont, dass die heimische Grünland-Bewirtschaftung im Grunde das darstelle, was durch Reformen herbeigeführt werden solle: überwiegend extensive, oft ökologische Landwirtschaft und die Pflege von Kulturlandschaften. Dies alles werde aber bedroht, indem für die heimischen Landwirte die selben Vorschriften geltend gemacht würden wie etwa für Regionen, wo durch Intensivbewirtschaftung Auflagen nötig seien. „Den Land- und in bäuerlichen Familienbetrieben meist auch Forstwirten vergeht zunehmend der Mut, wenn zu erkennbar menschengemachten Schwierigkeiten die Folgen der einsetzende Klimakatastrophe die Futterkosten nach oben treiben und die frühere Spardose der bäuerlichen Betriebe, der CO2-Speicher Wirtschaftswald sich zeitgleich mit einem Paukenschlag verabschiedet“, heißt es in dem Schreiben. „Wir fordern Sie daher auf, alle politischen Maßnahmen anzugehen, die zur Entbürokratisierung, zur gezielteren Förderung von Umweltleistungen und zur Reduzierung von Auflagen ohne nennenswerte Umweltwirkung führen.“

Die hier vorherrschende Landwirtschaft entspreche trotz der schwierigen Bedingungen ziemlich genau dem in der breiten Bevölkerung vorherrschenden Bild von Idylle, Naturnähe und Direktvermarktung.

„Lassen Sie diese Betriebe und Familien nicht im Stich!“, endet der Brief, den Laschet dankend entgegennahm und zusagte, sich mit den angesprochenen Fragen auseinanderzusetzen, bevor er die Halle betrat, um den Politischen Aschermittwoch der NRW-CDU zu eröffnen.

Hiebe mit Degen statt Schwert
Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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