»Nah bei den Menschen geblieben«

CDU feierte im Westernsaloon 60-jähriges Bestehen / Verdiente Mitglieder ausgezeichnet

rudi Elspe. Obwohl es die Lokalität hätte vermuten lassen können: Es wurde nicht scharf »geschossen«. Zwei Tage vor den Landtagswahlen versammelten sich die Mitglieder des CDU-Kreisverbandes am Freitag zu einer gemeinsamen Feierstunde im Westernsaloon des Elspe-Festivals. Dennoch waren es weniger politische Wahlkampfreden, die durch die Lautsprecher schallten. Die Zusammenkunft der »Schwarzen« hatte vielmehr familiären Charakter, der auf einem runden Geburtstag gründete: Seit 60 Jahren sind die Christdemokraten im hiesigen Kreis heimisch. Basierend auf einem stabilen Mitglieder-Fundament, wie sich auch am Freitag bewies.

»Natürlich sind 60 Jahre CDU Erfolgsgeschichte und Heimatgeschichte zugleich«, begründete Landtagsmitglied Theo Kruse das langjährige Bestehen der Partei im Kreis Olpe. Diese Verknüpfung führte er nicht zuletzt auf die enge Verbundenheit der Bevölkerung zu den von der CDU gepflegten Werten zurück. »CDU-Parteipolitik ist nicht mehr, aber auch nicht weniger als Dienst an der Demokratie.« Gleiche Töne schlug auch das vollkommen genesene Bundestagsmitglied Hartmut Schauerte an, der die Partei buchstäblich als »Dienstleister« verstand. Die »Weichen« der Erfolgsgeschichte machte er jedoch auch an den Personen fest, die der CDU im Kreis Olpe seit vielen Jahren ein Gesicht geben. »Wir haben immer Personen nach Düsseldorf geschickt, die den Kreis Olpe hervorragend vertreten haben«, so Schauerte, »wir sind nah bei den Menschen geblieben. Wir sind nicht abgehoben.« Vor allem habe man die Partei jedoch stets als Freundschaft verstanden, die bis dato von Querelen jeglicher Art verschont geblieben sei.

Diese Wegrichtung hielt man auch am Freitag bei – selbst in Bezug auf den politischen Gegner. Nur wenige Worte – wenn auch sehr siegessichere – erinnerten daran, dass die Wahlen bevor standen. Vielmehr wollte man die Feierstunde in einem würdigen Rahmen halten, für kurze Zeit politische Ideale und Laudationes in den Hintergrund rücken. Aus gegebenem Anlass. Es war nämlich nicht nur ein 60-jähriges Bestehen, dessen man am Freitag gedachte. Ebenso sollten vier Jubilare ausgezeichnet werden. Dass diese ein seltenes Ereignis vorweisen konnten, unterstrich allein die Tatsache, dass sie nicht wie üblich auf einem Kreisparteitag geehrt wurden. Zwei der treuen Mitglieder stehen der Partei immerhin seit ihrer Gründung zur Seite: Eduard Köster aus Olpe sowie Lorenz Kleffmann aus Heinsberg waren bereits Wegbegleiter des CDU-Kreisverbandes Olpe, als dieser noch in den Kinderschuhen steckte. Als treue Mitglieder bewiesen sich aber auch Paul Schulte aus Elspe sowie Friedhelm Schwermer aus Heinsberg. Während letzterer der CDU vor 55 Jahren beitrat, pflegt Paul Schulte seit einem halben Jahrhundert die »schwarzen Werte«. Nebst Kruse und Schauerte würdigten auch die mehr als 300 anwesenden Gäste – gerade einmal ein Zehntel der kreisweit 3112 Mitglieder – diese ehrenamtliche Leistung. Darunter auch eine Dame, die selbst großen Anteil am Erfolg der heimischen CDU hatte. Mit Elsbeth Rickers konnte man das älteste anwesende weibliche Mitglied begrüßen. »Umrahmt« wurde sie von weiteren populären Verfechtern der Christdemokraten, so etwa Landrat Frank Beckehoff, Joachim Grünewald, Julius Grüne sowie den Bürgermeistern Finnentrops, Dietmar Hess, und Lennestadts, Alfons Heimes.

Letzterer war jedoch nicht nur aufgrund seiner Parteimitgliedschaft in den Saloon gekommen, sondern auch in Funktion des Bürgermeisters. Dieses Amt sollte am Freitag ausschließlich erfreuliche Aspekte mit sich bringen. Die Feierstunde des Kreisverbandes sollte im Rahmen einer Versteigerung nämlich gleichzeitig Hilfsaktion sein. Sechs Werke der heimischen Künstlerin Monika Rossow sollten an diesem Abend zugunsten der »Flutopferhilfe in Sri Lanka« versteigert werden – einer Aktion, die unter anderem durch die Stadt Lennestadt sowie Johannes Hille initiiert wurde.

Obwohl man das Projekt bis dato nicht konsequent in die Öffentlichkeit stellte, konnte man bereits 130000e einstreichen. Schon in den kommenden Wochen sollen diese konkrete Verwendung finden und dem Aufbau einer Schule an der Ostküste zugute kommen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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