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Tagesklinik für Psychiatrie in Altenhundem eröffnet
Platz für 15 Patienten

Eröffneten am St.-Josefs-Hospital in Lennestadt die Tagesklinik für Psychiatrie (v. l.): Wilhelm Rücker, Aufsichtsratsvorsitzender der kath. Hospitalgesellschaft Südwestfalen, Geschäftsführer Johannes Schmitz, Chefärztin Dr. Christine Menges und Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt.
  • Eröffneten am St.-Josefs-Hospital in Lennestadt die Tagesklinik für Psychiatrie (v. l.): Wilhelm Rücker, Aufsichtsratsvorsitzender der kath. Hospitalgesellschaft Südwestfalen, Geschäftsführer Johannes Schmitz, Chefärztin Dr. Christine Menges und Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt.
  • Foto: mari
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

mari Altenhundem. „Dies ist ein erster wichtiger Baustein zur Weiterentwicklung des St.-Josef-Hospitals in ein modernes Gesundheitszentrum“, betonte am Donnerstag der Geschäftsführer der kath. Hospitalgesellschaft Südwestfalen, Johannes Schmitz. Gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Wilhelm Rücker und Chefärztin Dr. Christine Menges eröffnete er im Beisein von Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt die Tagesklinik für Psychiatrie mit psychiatrischer Institutsambulanz.
„Die Pläne sind schon zwölf Jahre alt. Ich bin sehr glücklich, dass sie endlich umgesetzt wurden. Denn laut WHO war im vergangenen Jahr die Depression die häufigste Krankheit weltweit“, sagte Dr. Christine Menges.
Großer Bedarf an Begleitung im AlltagDer ärztlichen Direktorin der kath.

mari Altenhundem. „Dies ist ein erster wichtiger Baustein zur Weiterentwicklung des St.-Josef-Hospitals in ein modernes Gesundheitszentrum“, betonte am Donnerstag der Geschäftsführer der kath. Hospitalgesellschaft Südwestfalen, Johannes Schmitz. Gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Wilhelm Rücker und Chefärztin Dr. Christine Menges eröffnete er im Beisein von Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt die Tagesklinik für Psychiatrie mit psychiatrischer Institutsambulanz.
„Die Pläne sind schon zwölf Jahre alt. Ich bin sehr glücklich, dass sie endlich umgesetzt wurden. Denn laut WHO war im vergangenen Jahr die Depression die häufigste Krankheit weltweit“, sagte Dr. Christine Menges.

Großer Bedarf an Begleitung im Alltag

Der ärztlichen Direktorin der kath. Hospitalgesellschaft Südwestfalen und Chefärztin der Psychiatrie am St.-Martinus-Hospital in Olpe obliegt nun auch die Leitung der Lennestädter Tagesklinik. Sie weiß durch die Warteliste, wie groß in der Region der Bedarf ist, Menschen mit psychischen Erkrankungen eine Tagesstruktur zu bieten und sie auf dem Weg in den Alltag und in das Berufsleben zu begleiten.
Das gelte sowohl für Patienten, bei denen die stationäre Behandlung abgeschlossen ist, als auch für Menschen mit akuten Problemen, um frühzeitig eine Eskalation der Krankheit zu vermeiden.

Wichtige Ergänzung zur Tagesklinik

„In der Tagesklinik in Olpe haben wir zwölf Plätze. In den letzten drei Jahren hatten wir fast immer 18 bis 20 Patienten. Viele konnten wir nicht berücksichtigen. Hinzu kam, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen aus dem Ostkreis meistens nicht in der Lage waren, die Olper Tagesklinik mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Für sie gibt es hier nun endlich ein gerechtes Angebot. Ebenso für Eltern mit kleinen Kindern, die nicht in ein Krankenhaus gehen können. Ihnen wird durch den Sozialdienst die Betreuung ihrer Kinder angeboten.“ Die Institutsambulanz wertete die Chefärztin als wichtige Ergänzung zur Tagesklinik. „Hierhin können Menschen beispielsweise zur Blutabnahme oder zum Messen des Medikamentenspiegels kommen. Und natürlich in akuten Fällen oder wenn sie das von der leitenden Sozialarbeiterin geführte Krisencafé besuchen möchten.“

Die ersten Patienten kommen am Dienstag

Nur zwei Monate hat der Umbau der früheren Verwaltungs- und Archivräume in die Tagesklinik für Psychiatrie gedauert. Mehr als eine Million Euro wurden verbaut. Auf fast 600 Quadratmetern Fläche sind im Erdgeschoss helle und moderne Räumlichkeiten entstanden. Noch sieht es etwas kühl aus, doch wie Dr. Menges herausstellte, sollen die Patienten den Räumen mit ihren Arbeiten aus der Beschäftigungstherapie ein freundliches Gesicht geben. Im Frühjahr sollen auch die Terrasse und der Garten fertiggestellt sein. „Am nächsten Donnerstag kommen die ersten fünf Patienten und schon Ende der darauffolgenden Woche später haben wir die Sollstärke von 15 erreicht“, machte sie auf den bestehenden Bedarf aufmerksam.

Gespräche, Bewegung, Kochen

Simon Tump, psychologischer Leiter der Tageskliniken in Olpe und Altenhundem, gab einen Einblick in die Therapieangebote. Die Patienten kommen in der Regel sechs Wochen, und das ähnlich wie im Arbeitsleben montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr. Das Wochenende verbringen sie in ihrem Zuhause. In der Klinik erfahren sie Psychotherapie in Einzel- und Gruppengesprächen, und in Gruppen Ergo-, Bewegungs- und gemäß ihrer Neigungen Musik-, Kunst- und Beschäftigungstherapie. Dazu gehören das Kochen, Einkaufen, die Gartenarbeit sowie künstlerische und handwerkliche Arbeiten. In der letzten Phase geht es um die Wiedereingliederung am Arbeitsplatz. Die Patienten gehen zwei Tage zur Arbeit und drei Tage in die Klinik, nach und nach erfolgt dann die Aufstockung. „Die Psychiatrie ist ein Teil unseres Hauses und nicht mehr am Rande“, stellte Geschäftsführer Johannes Schmitz heraus. „Diesem ersten Schritt folgen weitere bauliche Maßnahmen, die Anschaffung eines MRT und die Verzahnung weiterer ambulanter und stationärer fachärztlicher Strukturen, um das St.-Josefs-Hospital zukunftsfähig aufzustellen.“

Autor:

Marianne Möller

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