Schauerte nahm an Förderband-Lehrgang teil

Plädoyer gegen Kürzungen bei der Jugendberufshilfe

win Altenhundem. Eine ungewöhnliche Beschäftigung für einen Bundestagsabgeordneten: Der heimische CDU-Vertreter in Berlin, Hartmut Schauerte, nutzte am Mittwoch die Gelegenheit, sich am bundesweiten Aktionstag der Jugendberufshilfe zu beteiligen. In den ehemaligen Fabrikationshallen der Firma Tobüren in Altenhundem, wo das Jugendwerk »Förderband« sein Beratungs-, Beschäftigungs- und Qualifizierungszentrum unterhält, trat Schauerte um 8 Uhr seinen Dienst an und absolvierte zunächst einen Eignungstest. Hierbei habe er bewiesen, dass er gut deligieren könne, berichteten die Berater von »Förderband«.

Danach fertigte Schauerte gemeinsam mit vier jungen Leuten, die tatsächlich bei »Förderband« an einer Maßnahme teilnehmen, ein Tablett. Der Bundestagsabgeordnete zeigte sich begeistert von den Möglichkeiten: Die Unterseite des Tabletts besteht aus einem Leinensack, der mit Dinkelspelz gefüllt ist. Dadurch lässt es sich auch auf unebenen Flächen, etwa im Auto oder im Bett, waagerecht platzieren. Die Tabletts, die während der Maßnahmen hergestellt werden, bietet »Förderband«–in seinem eigenen Geschäft zum Verkauf an. Schauerte übernahm die Kosten von vier Tabletts, damit seine Mitstreiter die selbstgefertigten Gegenstände mit nach Hause nehmen konnten.

Schauerte zeigte sich begeistert: »Wir haben fröhlich und entkrampft miteinander gearbeitet. Die vier haben mir ihre Lebensläufe erzählt und berichtet, was sie aus ihrer zweiten Chance machen wollen.« Bei »Förderband«–herrsche ein tolles Klima, die richtige Mischung aus Autorität und Freiheit.

Er sei dankbar, so unmittelbar an der Basis erfahren zu haben, was Jugendberufshilfe bedeute. »Bei Maßnahmen wie diesen hier darf es keine Einschnitte geben«, so Schauerte. Es könne lediglich diskutiert werden, wie so etwas finanziert werde. Angesichts steigender Zahlen bei Jugendlichen ohne Arbeit oder Ausbildungsplatz müsse eher über eine Steigerung denn über Kürzungen gesprochen werden.

Die vier Heranwachsenden und jungen Erwachsenen, die den Tag an der Seite von Praktikant Schauerte erlebt hatten, waren ebenfalls voll des Lobs, sowohl für Schauerte als auch für »Förderband«. »Er war ein echter Kollege«, so Silvio (22). Nicole (19): »Es ist toll, wie man sich hier um uns bemüht. Wir gehen nicht allein durch den Lehrgang.« Werner Heuel vom Arbeitsamt Olpe erklärte, angesichts vieler Negativ-Schlagzeilen über unnütze Projekte anderswo sei »Förderband«–ein Beweis dafür, wie hervorragend Jugendberufshilfe funktionieren könne, wenn ein Träger und die Arbeitsverwaltung über viele Jahre vertrauensvoll zusammenarbeiteten.

Derzeit durchlaufen fast 300 Jugendliche und junge Erwachsene Lehrgänge und berufsfördernde Maßnahmen, zum Teil unmittelbar bei »Förderband«, zum Teil bei oder mit Kooperationspartnern wie der »Lewa«–in Attendorn oder dem Jugenddorf in Eichhagen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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