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„Der Ölprinz“ ab 2. Juli auf der Naturbühne in Elspe
„Winnetou“ reitet wieder!

Bürgermeister Tobias Puspas (l.) und Philipp Aßhoff (r.), Geschäftsführer Elspe Festival, gaben am Mittwoch den Start der Karl-May-Festspiele bekannt.
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  • Bürgermeister Tobias Puspas (l.) und Philipp Aßhoff (r.), Geschäftsführer Elspe Festival, gaben am Mittwoch den Start der Karl-May-Festspiele bekannt.
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yve Elspe. Das haben Darsteller und Mitarbeiter des Elspe-Festivals lange nicht gehört – das Geräusch von Applaus. Am Mittwoch hallte er wieder über die riesige Naturbühne. Nicht hörbar die Gänsehaut, die der ein oder andere Pressevertreter gespürt haben dürfte, als sich Pferde mit Indianern zur vertrauten „Winnetou“-Melodie langsam den Hang hinab bewegten.

Die „Zuschauer“ und die Verantwortlichen des Elspe-Festivals strahlten, als Tobias Puspas, Bürgermeister von Lennestadt, den Start der Saison verkündete. Ab Freitag, 2. Juli, setzt sich „Winnetou“ auf die Spur des hinterlistigen „Ölprinzen“.

yve Elspe. Das haben Darsteller und Mitarbeiter des Elspe-Festivals lange nicht gehört – das Geräusch von Applaus. Am Mittwoch hallte er wieder über die riesige Naturbühne. Nicht hörbar die Gänsehaut, die der ein oder andere Pressevertreter gespürt haben dürfte, als sich Pferde mit Indianern zur vertrauten „Winnetou“-Melodie langsam den Hang hinab bewegten.

Die „Zuschauer“ und die Verantwortlichen des Elspe-Festivals strahlten, als Tobias Puspas, Bürgermeister von Lennestadt, den Start der Saison verkündete. Ab Freitag, 2. Juli, setzt sich „Winnetou“ auf die Spur des hinterlistigen „Ölprinzen“. Dann sind wieder 60 Darsteller, Stuntmen mit akrobatischen Höchstleistungen und 40 Pferde auf der Bühne zu sehen, dann rollt wieder die original Dampfeisenbahn durchs „Bild“ und gigantische Explosionen legen den Himmel in Feuer und Rauch.

Ohne den Zuschlag „Modellkommune“ wäre das alles nicht möglich. Am 9. April erhielt Puspas die freudige Nachricht über die erfolgreiche Bewerbung von Lennestadt. „Wir konnten das erst gar nicht glauben“, sagt er an die Medien gerichtet. Bekanntlich konnten sich Kommunen darum bemühen, unter wissenschaftlicher Beobachtung trotz anderslautender Corona-Verordnungen Öffnungsschritte zu wagen. Lennestadt punktete mit der vorzeitigen Wiederbelebung der Karl-May-Festspiele.

"Wichtiger Beitrag zum kulturellen Leben“

„Wir leisten jetzt einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben“, so Marco Sternberg, in Lennestadt für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Zwischenzeitlich stand das Projekt allerdings auf der Kippe, die schnell steigende Infektionzahlen gingen einher mit der Anordnung der NRW-Landesregierung, Vorhaben erst bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 umzusetzen. Puspas und sein Team hatten sich davon nicht abschrecken lassen, vielmehr in unzähligen Stunden die nötigen Vorbereitungen getroffen.

Auch die Universität Siegen sitzt mit in der Kutsche und begleitet das Projekt wissenschaftlich, um Erkenntnisse für die Zukunft von Großveranstaltungen aller Art zu gewinnen.
„Die Öffnung ist kein gefährliches Wagnis“, versichert der Bürgermeister. Die Sicherheit stehe an erster Stelle. „Jeder muss Aufgaben erfüllen.“ Nur registrierte geimpfte, genesene und getestete Personen erhielten Einlass. Zudem sei mit David Löher vom heimischen Unternehmen „Localino“, das sich auf Indoor-Lokalisierung spezialisiert habe, gemeinsam nach einem System für zusätzlichen Schutz gesucht worden. Das steckt in einem indianischen Amulett, in einem so genannten „Token“, der während des gesamten Aufenthaltes getragen werden muss. Die Technik vereinfacht die Kontaktverfolgung, da Abstände zwischen den einzelnene Besuchern ermittelt werden können. Müsse Quarantäne angeordnet werden, so Puspas, betreffe das nicht gleich 1000 und mehr Gäste, sondern nur eine begrenzte Zahl.

Einzigartiges Modellprojekt in NRW

Das in NRW einzigartige Modellprojekt lässt neben dem Festspiel „Der Ölprinz“, mit Live-Musik und Außengastronomie zwei weitere Höhepunkte zu. Die Stuntshow „Behind the Scenes“ zeigt, welche Arbeit die Pferde leisten oder wie Flaschen und Stühle auf den Körpern zerschlagen ohne, dass etwas passiert. In „Rosi’s Dogs and Horses“ demonstrieren Hunde und Pferde Kunststücke und Tricks. „Wir freuen uns auch ganz besonders darüber, dass wir mit der Sommersaison 2021 nun endlich die Gegenleistung für die mehr als 35 000 seit mehr als einem Jahr gekaufte und bezahlte Tickets erbringen können“, betont Philipp Aßhoff, Geschäftsführer des Elspe-Festivals. „Für das Vertrauen möchten wir uns bedanken.“

Maximal 1800 pro Aufführung

Die erst wenige Tage alte Allgemeinverfügung der Modellregion Lennestadt bedeute für das Elspe-Festival Planungssicherheit. Die Rahmenbedingungen ließen wieder unternehmerisches Handeln mit der Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg zu. Bis zu 4000 Menschen finden in der Regel Platz vor der Bühne, jetzt wird die Saison mit maximal 1800 pro Aufführung gestartet. Enorme Fixkosten liefen auf, bevor auch nur ein einziger Gast das Angebot wahrnehmen könne. Nicht nur die Karl-May-Festspiel hoffen daher auf einen guten Neustart, auch die umliegenden Hoteliers und Gastronomen profitieren und warten gespannt auf den „Ölprinzen“, der im äußersten Süden Arizonas windigen Geschäfte treibt.

Autor:

Yvonne Clemens (Redakteurin) aus Stadt Olpe

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