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Fußball-Westfalenliga
Friedrichs wird zum Derbyheld

So wie Kenan Uzun (r.) gegen Lennestadts Christoph Hebbeker blieb der FSV Gerlingen im Westfalenliga-Kreisderby zu häufig nur zweiter Sieger.
  • So wie Kenan Uzun (r.) gegen Lennestadts Christoph Hebbeker blieb der FSV Gerlingen im Westfalenliga-Kreisderby zu häufig nur zweiter Sieger.
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mk Altenhundem. Der Lennestädter Derbyheld heißt Florian Friedrichs. Mit eine

mk Altenhundem. Der Lennestädter Derbyheld heißt Florian Friedrichs. Mit einem frühen und einem späten Treffer sorgte der flinke Angreifer für den 2:0 (1:0)-Endstand gegen den FSV Gerlingen, der sich zu Beginn des Spiels eine 20-minütige Auszeit nahm und einmal mehr zu wenig Kreativität und Konsequenz im eigenen Offensivspiel zeigte. So dominierten die Gäste zwar über die gesamte zweite Hälfte, verbuchten aber nahezu keinen klaren Abschluss und durften somit nicht ganz unverdient die Heimfahrt ohne Punkte antreten. Lennestadt wurde für seine Effektivität belohnt und erarbeitete sich eine Zwei-Punkte-Lücke auf den ersten Abstiegsrang.

Ohne den gelbgesperrten Ziyad Abdellaoui und den verletzt ausgefallenen Leon Boger waren die Gäste, bei denen Elia Wagener Abdellaoui auf der linken Außenbahn vertrat, von Beginn an zu passiv und unkonzentriert. Gleich die erste gefährliche Aktion des FCL führte zur frühen Führung. Bernie Lennemann, der insbesondere in Durchgang eins eine starke Partie spielte, nutzte die viel zu große Lücke in der Gerlinger Hintermannschaft aus und zog im Tempodribbling zwischen Lennart Dreisbach und Pascale Stahl hindurch in Richtung Alex Taach, der aus seinem Tor herausstürmte, Lennemann aber nur noch per Foul zu stoppen wusste.

Der Lennestädter Stürmer nahm den Kontakt dankend an, Schiedsrichter Marco Cremer zeigte auf den Punkt – und Friedrichs blieb im Duell mit Taach der Sieger (6.). Ein Albtraumstart für den FSV, der mit einem Auswärtssieg ein Lebenszeichen im Abstiegskampf hätte setzen können. Und die nächsten Minuten weckten nur wenig Hoffnung auf Besserung aus Sicht der Mannschaft von Trainer Dominik Dapprich. Auch der zweite Torschuss des FCL wäre beinahe im Netz gelandet. Einen Freistoß aus dem Halbfeld brachte Linus Witzel an den Strafraumrand, wo Daniel Schmidt völlig frei abzog und nur um Zentimeter das Lattenkreuz verfehlte (18.).

Spätestens Lennemann hätte dann auf 2:0 stellen müssen. Gemeinsam mit Friedrichs kombinierte er sich in den Strafraum und konnte sich freistehend vor Taach die Ecke aussuchen, verzog allerdings knapp (21.). Und dann, wie aus dem Nichts, wachte Gerlingen auf und übernahm von Minute zu Minute immer mehr das Kommando und die Spielkontrolle.

Kenan Uzun hatte per Kopf den ersten Abschluss für den FSV (27.), während Lennestadt sich fortan auf das Verwalten des Vorsprungs beschränkte. Pascale Stahl (33.) und Lukas Rademacher (36.) hatten die gefährlichsten Gerlinger Offensivaktionen in Durchgang eins. Nicht viel, aber die Gäste waren nun im Spiel und knüpften daran auch nach dem Seitenwechsel an.

Das große Manko im Spiel des FSV blieb die Durchschlagskraft in der gegnerischen Hälfte. Mal war es ein schlechter Kontakt im Zentrum, mal fehlender Mut oder zu wenig Kraft und Präzision im Abschluss, kurzum: Der Ausgleich lag nie wirklich in der Luft, auch wenn Gerlingen bis zum Ende alles versuchte. „Wenn man sechs oder sieben Ecken hat und Freistöße am Sechzehner, dann muss halt einfach mal mehr dabei rumkommen als nur so ein bisschen gefährlich“, befand Dapprich.

Lennestadt, so schien es, machte es sich in der eigenen Hälfte gemütlich und lauerte auf den entscheidenden Nadelstich, um mit dem zweiten Treffer die Partie zu entscheiden. Gefährlich wurde es für Jan Hüttemann und sein Team eigentlich nur zwei Mal. Beide Male setzte sich Elia Wagener mit viel Tempo im Dribbling durch und zog in den Strafraum. Zunächst scheiterte er mit einem Abschluss aus kurzer Distanz an Schulte (64.), dann war sein Abschluss gegen den Lauf des Keepers zu unplatziert und konnte abgefangen werden (73.). Zu mehr als einem viel zu lockeren Abschluss des eingewechselten Yuuki Fukui (88.) und einem Kopfball von Lukas Rademacher, der deutlich über das Tor ging (89.) reichte es für den FSV nicht mehr.

Und dann zahlte sich in der Nachspielzeit das Lennestädter Warten aus und Robin Klaas, der bis dato einer der besten Gerlinger war, versprang als letzter Mann die Kugel. Aufmerksam und handlungsschnell flitzte Friedrichs davon, umkurvte Taach, schob genüsslich in das verwaiste Tor ein und markierte seinen zweiten Treffer des Tages und den 2:0-Endstand (90.+2). „Wir müssen noch sehr viel lernen, weil wir den Gegner teilweise einladen“, befand Dapprich, während Hüttemann urteilte: „Es war eines der schlechteren Heimspiele von uns. Im Endeffekt hält man die Klasse aber mit Punkten und die haben wir heute wieder geholt.“

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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