SZ

Spieler entschuldigen sich für Zuschauer
Rassistische Vorfälle bei A-Liga-Partie

pm Langenei. Das Sportliche rückte in den Hintergrund. Die Fußball-A-Kreisliga-Partie zwischen dem FC Langenei/Kickenbach und dem FC Möllmicke hatte am Sonntag eigentlich auf dem Platz genug zu bieten, schließlich glichen die Gastgeber die Möllmicker Zwei-Tore-Führung durch Treffer in der 77. und 87. Minute noch aus, während sich die Gäste durch eine Gelb-Rote Karte für Tunc Adigüzel (73.) und „Glattrot“ für Sercan Aslan (90.+3) personell selbst schwächten. Die „Sünder“ wurden allerdings nach Berichten mehrerer Anwesender auch zu Opfern, denn Zuschauer des FC „LaKi“ leisteten sich rassistische Entgleisungen gegenüber den türkischen bzw. türkischstämmigen Akteuren der Wendschen.

pm Langenei. Das Sportliche rückte in den Hintergrund. Die Fußball-A-Kreisliga-Partie zwischen dem FC Langenei/Kickenbach und dem FC Möllmicke hatte am Sonntag eigentlich auf dem Platz genug zu bieten, schließlich glichen die Gastgeber die Möllmicker Zwei-Tore-Führung durch Treffer in der 77. und 87. Minute noch aus, während sich die Gäste durch eine Gelb-Rote Karte für Tunc Adigüzel (73.) und „Glattrot“ für Sercan Aslan (90.+3) personell selbst schwächten. Die „Sünder“ wurden allerdings nach Berichten mehrerer Anwesender auch zu Opfern, denn Zuschauer des FC „LaKi“ leisteten sich rassistische Entgleisungen gegenüber den türkischen bzw. türkischstämmigen Akteuren der Wendschen.

Auf dem Weg in die Kabinen seien in der Pause Worte gefallen, die an dieser Stelle nicht zitierfähig sind, berichtet Möllmickes Spielertrainer Nico Stettner, der diese nicht unmittelbar selbst mit anhörte und deshalb sagt: „Wenn ich so etwas direkt höre, würde ich nicht mehr weiterspielen. Das ist unterste Schublade, denn Mensch ist Mensch.“ Seine Spieler seien zwar sicher keine Engel und würden selbst auch verbal austeilen, aber rassistische Beleidigungen seien nicht hinnehmbar.

Nach Spielschluss geht es weiter

Diese beschränkten sich laut Stettner auch nicht auf die Halbzeitpause. „Nach Spielschluss hat eine Frau gefragt, was denn aus unserem Verein geworden wäre, wir hätten ja nur noch Drecks-Ausländer“, erzählt der FCM-Coach weiter und ergänzt: „Den Spielern von ,LaKi' will ich gar keinen Vorwurf machen, die können nichts dafür und sind teilweise sogar zu meinen Spielern gekommen und haben sich dafür entschuldigt, was gesagt wurde.“ Von den Verantwortlichen der Heimmannschaft wünscht sich Stettner eine klare Kante: „Es ist schlimm, dass man über so etwas in der heutigen Zeit überhaupt sprechen muss. Als Verein sollte man Menschen, die so etwas sagen, rigoros ausschließen und ein Sportplatzverbot aussprechen.“

"Wollen uns deutlich distanzieren"

Markus Kleff, Vorstandsmitglied des FC Langenei/Kickenbach, erklärt auf SZ-Anfrage, die Beleidigungen selbst nicht wahrgenommen zu haben. „Wenn es aber so gewesen ist, dass es rassistische Äußerungen gegeben hat, dann wollen wir uns als Verein davon deutlich distanzieren“, so Kleff, der anfügt: „Wenn wir rausfinden würden, wer so etwas sagt, müssten wir ein ernstes Gespräch führen. Wir spielen unser Leben lang selbst mit Ausländern und wollen mit Rassismus nichts zu tun haben.“ Die überlieferten Vorfälle werden zunächst allem Anschein nach jedoch keine Konsequenzen nach sich ziehen.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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