Impulsvortrag in Schützenhalle
Wagner begeistert „Schiris“

Der Olper Schiedsrichterobmann Marco Cremer (Bildmitte) und Spitzenreferee Thorben Siewer (r.) freuten sich, den langjährigen Bundesliga-Schiedsrichter Lutz Wagner (l.) in der Kirchveischeder Schützenhalle begrüßen zu dürfen.  Foto: sila
  • Der Olper Schiedsrichterobmann Marco Cremer (Bildmitte) und Spitzenreferee Thorben Siewer (r.) freuten sich, den langjährigen Bundesliga-Schiedsrichter Lutz Wagner (l.) in der Kirchveischeder Schützenhalle begrüßen zu dürfen. Foto: sila
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sila Kirchveischede. Für den 55-Jährigen war es ein „Heimspiel“ in der Kirchveischeder Schützenhalle: „Sonst rede ich meistens nur mit Journalisten oder Trainern. Mal ganz unter Schiedsrichtern und damit Seinesgleichen zu sein, ist eine willkommene Abwechslung“, begann der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Lutz Wagner seinen Impulsvortrag vor den Unparteiischen des Kreises Olpe.

Wagner ist seit 1991 DFB-Schiedsrichter und pfiff bis zum altersbedingten Ruhestand im Jahre 2010 über 450 Spiele im Profibereich, darunter 197 in der höchsten deutschen Spielklasse. Vor neun Jahren wechselte er schließlich die kurze gegen die lange Hose, seitdem ist er verantwortlicher Koordinator für die Ausbildung der Bundesliga-Schiedsrichter und gibt sein Wissen als Redner regelmäßig an Referees aus ganz Deutschland weiter.

Beim Vortrag mit dem Namen „Basics und Besonderes“ gab er Einblicke, was die 6,3 Prozent der Unparteiischen in Deutschland, die über Kreisliga-Niveau pfeifen dürfen, so besonders macht. „Egal, ob du vor der gelben Wand in Dortmund in allerletzter Sekunde die Entscheidung treffen musst, ob du einen Strafstoß gibst oder nicht, oder ob du dieselbe Entscheidung in der Anfangsphase eines C-Kreisliga-Spiels treffen musst, das Wichtigste ist, in jeder Situation – unabhängig vom Druck, der auf dir lastet – gleich zu entscheiden. Dieser Punkt trennt meistens die Spitzenschiedsrichter vom Rest“, erläuterte Wagner.

Zur Veranschaulichung präsentierte er aktuelle Szenen aus der Bundesliga und von der letztjährigen Weltmeisterschaft, um diese zusammen mit den Olper Referees zu analysieren und eine Bewertung vorzunehmen. Zur Freude aller Anwesenden warf Wagner auch immer wieder Geschichten aus dem teils skurrilen Alltag seiner persönlichen Schiedsrichter-Karriere ein.

Heute nutzt Wagner Kompetenzen wie Führungskraft, Teamfähigkeit und Antizipation von kniffligen Situationen, die allesamt „unabdingbar vorhanden“ sein müssen, um ein erfolgreicher Referee zu werden, für die selbständige Leitung eines kleinen Unternehmens.

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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