4 Millionen Euro Fördermittel

Siegradweg: Brücke über die Sieg wird gebaut

Freuen sich auf den Lückenschluss am Siegradweg (v. l.) Landrat Dr. Peter Enders, Etzbachs Ortsbürgermeister Ulf Langenbach, Industriepark-Geschäftsführer Edgar Peters, die Bürgermeister Berno Neuhoff und Dietmar Henrich sowie Stefan Glässner, zuständiger Mitarbeiter der Regionalentwicklung des Kreises.

Freuen sich auf den Lückenschluss am Siegradweg (v. l.) Landrat Dr. Peter Enders, Etzbachs Ortsbürgermeister Ulf Langenbach, Industriepark-Geschäftsführer Edgar Peters, die Bürgermeister Berno Neuhoff und Dietmar Henrich sowie Stefan Glässner, zuständiger Mitarbeiter der Regionalentwicklung des Kreises.

sz Altenkirchen/Etzbach. Der Landkreis Altenkirchen hat einen Bewilligungsbescheid über rund 4 Millionen Euro für den Siegradweg bei Etzbach vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erhalten. Dahinter verbirgt sich der Bau einer Brücke über die Sieg im Bereich des Industrieparks Etzbach – der lang ersehnte Lückenschluss des Siegradweges. Für den gesamten Streckenabschnitt zwischen dem Fürthener Ortsteil Oppertsau und dem Wissener Stadtteil Pirzenthal übernahm der Landkreis die Baulastträgerschaft 2013 von den Ortsgemeinden Etzbach und Bitzen. „Der Siegradweg mit seiner überregionalen Funktion im deutschlandweiten Fernradwegenetz spielt in unserer touristischen Entwicklungsstrategie eine wichtige Rolle. Mit der Förderung für den Lückenschluss bei Etzbach kommen wir der Fertigstellung des Siegradweges nun einen bedeutenden Schritt näher“, freut sich Landrat Dr. Peter Enders in einer Pressemitteilung.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Lückenschluss für den Siegradweg soll bis 2024 erfolgt sein

Kreisbeigeordneter Gerd Dittmann erinnert an die langjährigen Überlegungen und Planungen für eine Siegquerung. Mit dem Landrat ist er sich einig, „dass der Rad- und Wandertourismus in der Region erkennbar profitieren wird.“ Bis Ende 2024 soll das Projekt realisiert sein. Im September 2019 hat der Kreis eine erste Interessensbekundung für die Förderung einer Siegquerung bei Etzbach im Rahmen des Förderprogramms „Innovative Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland“ eingereicht. Ausschlaggebend für die Förderung sind einige innovative Lösungsansätze, die aufgrund der komplexen naturschutzfachlichen Gemengelage in der Überschwemmungsaue notwendig sind. So gilt es, die Belange des Natur- und Wasserschutzes zu berücksichtigen und gleichzeitig die landschaftlich attraktive Aue für Radfahrer erlebbar zu machen. Die derzeit inoffizielle Routenführung über Bitzen-Dünebusch, die bereits relativ stark frequentiert wird, ist aufgrund der schlechten Wegequalität sowie dem großen zu überwindenden Höhenunterschied mit bis zu 15 Prozent Steigung für einen familienfreundlichen Siegradweg als Teil der Mittellandroute D4 gänzlich ungeeignet. Diese ist eine von zwölf Deutschlandrouten und verläuft über 1045 Kilometer von Aachen bis ins Dreiländereck bei Zittau, südlich von Görlitz.

Brücke soll sich in die Landschaft einfügen

Bei einem Termin vor Ort erläuterte der zuständige Mitarbeiter der Regionalentwicklung des Kreises, Stefan Glässner, dem Landrat sowie den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden Hamm und Wissen, Dietmar Henrich und Berno Neuhoff, dem Etzbacher Ortsbürgermeister Ulf Langenbach und Industriepark-Geschäftsführer Edgar Peters das Vorhaben: Die derzeitige Planung sieht vor, dass der Radweg von Westen auf der K 60 (Rother Straße) bis zur Unterführung unter der Bahnbrücke verlaufen soll. Um außerhalb des FFH-Gebiets „Sieg“ zu bleiben, soll der Radweg durch die Anbringung von Stützwinkeln direkt an der steilen Böschung des Industrieparks geführt werden. Oberhalb der Einmündung des Holperbachs ist die Siegquerung per Brücke geplant. Die Brückenkonstruktion soll sich so in die Landschaft einfügen, dass diese nur einen geringen Eingriff in den Naturhaushalt sowie das Landschaftsbild darstellt und dabei gleichzeitig das Abflussprofil des Flusses nicht beeinträchtigt. Die Querung des Holperbachs Richtung Pirzenthal soll per fahrradtauglicher Furt erfolgen. Nach Erstellung der endgültigen Genehmigungsunterlagen wird der Kreis die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens beantragen. „Im Rahmen des Verfahrens können durchaus Anpassungen an die Planung notwendig werden, wodurch es zu Verzögerungen bei dem bis Ende 2024 geplanten Zeitplan kommen kann“, erklärte Glässner. „Mit der gesicherten Finanzierung des Vorhabens ist aber ein wichtiger Meilenstein erreicht worden. Die Kreisverwaltung wird das Projekt mit hoher Priorität vorantreiben“, so Landrat Enders abschließend.

Mehr aus Altenkirchen

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen