AK-Inzidenz zu hoch: vom 4. bis 12. März verschärfte Regeln

Geschlossene Schulen und nächtliche Ausgangssperre

Ab Donnerstag bleiben die Schulen im AK-Land geschlossen. Und erstmals wird auch eine nächtliche Ausgangssperre greifen. Grund für diese Einschnitte ist die hohe Sieben-Tage-Inzidenz.

Ab Donnerstag bleiben die Schulen im AK-Land geschlossen. Und erstmals wird auch eine nächtliche Ausgangssperre greifen. Grund für diese Einschnitte ist die hohe Sieben-Tage-Inzidenz.

sz Kreis Altenkirchen. Jetzt wird im AK-Land die Reißleine gezogen: Wegen der Sieben-Tage-Inzidenz, die seit Ende vergangener Woche teils deutlich über der 100er-Marke lag, greift ab Donnerstag eine Allgemeinverfügung mit weitreichenden Veränderungen. So müssen die Grundschüler wieder zurück ins Homeschooling, und ohne triftigen Grund dürfen die Menschen im AK-Land nach 21 Uhr nicht mehr außerhalb der eigenen vier Wände unterwegs sein. Zudem gilt eine erweiterte Maskenpflicht. Das hat die Kreisverwaltung am Montagnachmittag mitgeteilt. Diese verschärften Regeln sind das Ergebnis eines Abstimmungsprozesses zwischen der Kreisverwaltung, den Mainzer Ministerien für Gesundheit und für Bildung sowie der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Sie gelten ab Donnerstag, 4. März, und zwar bis einschließlich 12. März – vorerst.

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Inzidenzwert deutlich über Landesschnitt

Hintergrund dieser Einschnitte ist die Sieben-Tage-Inzidenz, die im AK-Land zuletzt deutlich über dem Landesschnitt gelegen hat. Am Freitag beispielsweise lag der Kreis nur minimal unter der 140er-Marke. Auf die neuen Regeln haben sich der Landkreis und die übergeordneten Behörden am Montagvormittag in einer Telefonkonferenz verständigt. In einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung wird Landrat Dr. Peter Enders so zitiert: „Natürlich wünschen wir uns alle, dass Einschränkungen zurückgenommen werden können. Allerdings sehen wir im Kreis mit der hohen Inzidenz gerade eine Entwicklung, die in eine andere Richtung zeigt. Abstand und Vorsicht bleiben das Gebot der Stunde, gerade angesichts der sich schneller ausbreitenden Virus-Mutation. Von 320 nachgewiesen aktiven Corona-Infektionen im Kreis am Sonntag handelte es sich bei 136 um Mutationen, bei weiteren 80 um Verdachtsfälle. Deshalb haben wir uns in enger Abstimmung mit den Vertretern des Landes auf dieses Vorgehen verständigt, das natürlich auch ein Stück weit präventive Wirkung haben soll.“

Infektionsgeschehen im Kreis derzeit diffus

Die Situation im Landkreis ist aktuell nicht nur von der britischen Mutation geprägt: Erschwerend kommt hinzu, dass das Infektionsgeschehen als diffus eingestuft werden muss. Landrat Enders: „Die erneute Schließung vor allem der Grundschulen soll verhindern, dass es hier zu weiteren Ausbreitungen kommt.“ Der rechtliche Hintergrund für die Allgemeinverordnung ist Paragraf 23 der 16. Corona-Bekämpfungsverordnung für Rheinland-Pfalz. Er regelt, dass Landkreise, deren Sieben-Tage-Inzidenz an mehr als drei Tagen in Folge die 100er-Marke überschreitet, entsprechende Maßnahmen ergreifen müssen. Im Einzelnen sind folgende Punkte beschlossen worden:

  • Ab dem 4. März wird der Präsenzunterricht an Grundschulen und den Primarstufen der Förderschulen eingestellt. In den fünften und sechsten Klassen der weiterführenden Schulen, wo der Präsenzunterricht am 8. März wieder beginnen sollte, wird er ausgesetzt. Die Notbetreuung an den allgemeinbildenden Schulen und in Kindertagesstätten läuft weiter, ebenso der Prüfungsbetrieb an den Berufsschulen.
  • Außerdem gilt ab dem 4. März eine Ausgangssperre in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr am Folgetag. Ausnahmen gelten unter anderem aus beruflichen Gründen.
  • Zudem greift eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen in der Zeit von 5 bis 21 Uhr.
  • Besuchszeiten für Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe werden eingeschränkt. Die Bewohner dürfen nur noch eine Person für die Dauer einer Stunde täglich zu Gast haben. Auch hier gibt es Ausnahmen.
  • Alle anderen Regelungen der seit dem 1. März geltenden Corona-Bekämpfungsverordnung gelten weiter.

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