Experten sollen beraten

Klimaschutzkonzept für Betzdorf-Gebhardshain?

Ein Klimaschutzkonzept für die Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain? Ein Antrag der Grünen wird derzeit diskutiert.

Ein Klimaschutzkonzept für die Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain? Ein Antrag der Grünen wird derzeit diskutiert.

dach Betzdorf. Soll sich die Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain selbst ein Klimaschutzkonzept verordnen? Ja, meinen die Grünen, und brachten einen entsprechenden Antrag in den Verbandsgemeinderat ein. Hintergrund war ein ähnlicher Vorstoß im Betzdorfer Stadtrat. Der hatte, wie berichtet, entschieden, zunächst den Versuch zu unternehmen, das Thema eine Ebene höher anzusiedeln. Tenor: Wenn das nichts wird, macht’s die Stadt eben selbst. Christel Mies begründete den jüngsten Vorstoß damit, dass ja nun ein neuer Flächennutzungsplan für die Verbandsgemeinde erstellt werde. Dabei könnten Aspekte eines etwaigen Klimaschutzkonzepts eingepflegt werden, so die Grünen-Fraktionssprecherin. Ihr CDU-Pendant Bernd Mockenhaupt regte an, zunächst den Klimaschutzmanager des AK-Kreises zur Sache zu hören.

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Info-Veranstaltung soll Klarheit bringen

Beigeordneter Joachim Brenner ging einen Schritt weiter. Er unterbreitete den Vorschlag, vor einer Entscheidung über ein Konzept nicht nur den Klimaschutzmanager einzuladen, sondern auch die Energieagentur Rheinland-Pfalz sowie einen Vertreter des Landkreises Cochem-Zell, wo mehr regenerative Energie erzeugt werde als die Menschen dort verbrauchen. Es sollten zu einer solchen Präsenzveranstaltung in der Stadthalle nicht nur die Mitglieder des Verbandsgemeinderats hinzugebeten werden, sondern auch alle Mandatsträger aus den Ortsgemeinden und der Stadt Betzdorf. Darüber hinaus rief Brenner in Erinnerung, dass der Kreis Altenkirchen bereits 2011 ein integriertes Klimaschutzkonzept verabschiedet habe, an dem sich alle Verbandsgemeinden beteiligt hätte. „Und das ist kein Papiertiger geblieben“, so Brenner, der die erfolgten Maßnahmen stichpunktartig aufzählte. Außerdem beinhalte der neue Flächennutzungsplan auch einen Landschaftsplan, in den alle erdenklichen Punkte in Sachen Umwelt- und Klimaschutz eingearbeitet würden.

Ermahnung für Peter Schwan (FWG)

Während Bernd Becker (SPD), der noch einmal dezidiert auf die Bemühungen auf Kreisebene einging, die Brenner’sche Idee guthieß, konnte Peter Schwan (FWG) keinen rechten Gefallen daran finden, vor allem nicht an der Initiative der Grünen als solcher. Schwan holte weit aus und verknüpfte schließlich die Sonnenblumenpartei mit der großen Frage nach Krieg und Frieden, was ihm eine Ermahnung von Sitzungsleiter Brenner einbrachte: Es gelte ausnahmslos zur Sache zur sprechen. Schließlich einigte man sich einhellig auf den von Brenner vorgeschlagenen Weg, allerdings auf Drängen von Mies mit einer Bedingung: Sollte binnen drei Monaten Corona-bedingt keine Präsenzveranstaltung möglich sein, wird das Ganze als Internet-Schalte durchgeführt.

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