Photovoltaikanlage ist beschlossen

Sonne strahlt auf die Grünebacher Hütte

Die Ortsgemeinde hat ihre bauvorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen: Die ehemalige Schütte wurde abgerissen.

Die Ortsgemeinde hat ihre bauvorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen: Die ehemalige Schütte wurde abgerissen.

rai Grünebach. Viele Tausend Stunden hat die Sonne Grünebach mit ihren Strahlen gestreichelt, seitdem die Ortsgemeinde das Projekt Freiflächen-Photovoltaikanlage im November 2019 angestoßen und konkret verfolgt hat. Nun befasste sich der Ortsgemeinderat erneut mit dem Thema und hat den Bebauungsplan „Sondergebiet Photovoltaikanlage Grünebacher Hütte“ mit der Verabschiedung einer Satzung beschlossen.

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Zuletzt war das Thema bei einer Online-Sitzung im Ortsgemeinderat beraten worden, als es um die Stellungnahmen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung ging. Nach der Offenlegung befasste sich der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Montagabend in der Bürgerstube abschließend mit dem Bebauungsplan. Nachdem das Gremium erst anderthalb Wochen zuvor den Haushalt beraten hatte, dankte Ortsbürgermeister Mike Pfeifer, dass man nach einer relativ kurzen Zeit erneut zusammenfand. Es lag eine detaillierte Sitzungsvorlage vor, in der die Stellungnahmen der Kreisverwaltung Altenkirchen – u. a. aus ortsplanerischer und brandschutztechnischer Sicht – dargelegt sind.

"Die vorhandenen Löschwassermengen sprechen dem Vorhaben nicht entgegen." Verwaltung in ihrer Sitzungsvorlage
So wird für die Löschwasserversorgung eine Abgabe von mindestens 800 Litern pro Minute über zwei Stunden gefordert, was einem Volumen von 48 Kubikmetern pro Stunde entspricht. Die Annahme dieser Mengen gelte jedoch bei Gewerbegebieten, heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung Betzdorf. Das geplante Bauvorhaben sehe aber keine Gebäude vor, die zeitweise oder ständig dem Aufenthalt von Menschen dienen. Es seien weder die brandtechnischen Eigenschaften eines Gewerbe- oder Industrieobjekts ableitbar, noch die eines Wohngebietes, einer Kleinsiedlung oder eines Wochenendhausgebietes.

„Es stellt sich die Frage, was an der baulichen Anlage selbst brennen kann“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Nach Angaben der Hersteller bestünden solche Anlagen in der Regel aus nicht brennbaren Gestellen, Solarpaneelen und Kabelverbindungen. „Als Brandlast können hier die Kabel und Teile der PV-Module selbst angenommen werden“, schreibt die Verwaltung. Weiter könne es zu einem Flächen- bzw. Rasenbrand kommen. In dem Bereich können aus dem öffentlichen Wassernetz 650 Liter Löschwasser pro Minute gezogen werden, also 39 Kubikmeter pro Stunde. „Die vorhandenen Löschwassermengen sprechen dem Vorhaben nicht entgegen“, ist in der Sitzungsvorlage notiert.

Die Anregungen der Kreisverwaltung wurden zur Kenntnis genommen, führen aber nicht zu einer Änderung des Bebauungsplanentwurfes. Dieser wurde mit einer einstimmig verabschiedeten Satzung beschlossen.

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Ein Hektar wird verpachtet

Die Ortsgemeinde verpachtet die Fläche von ungefähr einem Hektar an den Investor Maxwäll Energie. Die Kommune will sich mit Anteilen an der Genossenschaft beteiligen. Eine Prämisse für das Grünebacher Gremium war es immer, dass Einwohner aus Grünebach die Möglichkeit haben, sich an der Genossenschaft beteiligen zu können. Der Investor habe die Bevölkerung inzwischen darüber informiert, berichtete Pfeifer und freute sich über die sehr gute Resonanz. Der Plan sei es, dass die Photovoltaikanlage Ende August fertiggestellt sei, sagte er. Er sei optimistisch, dass es funktioniere, so der Ortsbürgermeister.

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