Abschlussfeier an der Hermann-Gmeiner-Schule in Daaden

Tschüss, Kinners, das war’s“

goeb Daaden. Eltern, Freunde, Geschwister und nicht zuletzt die (Entlass-)Schüler der Hermann-Gmeiner-Realschule plus Daaden hatten sich am Dienstag viel Zeit genommen für eine bewegende Abschlussfeier für ihre Klassen 9 c (Berufsreife) sowie 10 a und 10 b (Qualifizierter Sekundarabschluss). „Wir lassen euch ungern ziehen“, so war von den Lehrern zu hören. Selten habe man Jahrgänge gehabt, die sich gesellschaftlich-sozial so sehr engagierten wir diesmal. „Ihr werdet uns fehlen“, sagte Rektor Hans-Joachim Laubenthal unumwunden. „Wir haben den Tag kommen sehen, und schon ist er da.“

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Gefeiert wurde in der geschmückten Jahnhalle am Fuße des Bildungshügels, das hatte Berufscoach Christine Schlosser (Vorsitzende des TV) möglich gemacht. Übrigens erfuhr das Publikum während einer Präsentation der 9 c, was jeder einzelne Schüler bzw. Schülerin demnächst erwartet. Fast alle beginnen in der Region Ausbildungen, sei es in Industrie, Gewerbe, Handwerk oder bei Dienstleistern.

Der Rektor gab seinen Schülern mit auf den Weg, „sich unersetzlich zu machen“, indem sie mit Herzblut einen Beruf ergreifen oder sich weiterbilden. „Und behaltet eure Neugier, auch als Erwachsene, guckt, nicht googelt, nach links und rechts.“

Der Chef dankte den Eltern für die Geduld und den vielen Aktiven für die Vorbereitung der fast vierstündigen Feier, der ein Gottesdienst mit Pfarrer Steffen Sorgatz vorausgegangen war. „Tschüss, Kinners“, wandte sich Laubenthal bewegt an die Scheidenden, „das war’s.“

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Souverän durch den Abend führte das Moderatoren-Trio Eray Tatli (9 c), Antonia Reinhardt (10 b) und Luca Röcher (9 c). Präsentationen und Tanz, etwa die Steptanz-Einlage der „Scharfen Hüpfer“, sowie Musik der Schülerband lockerten die Reden und Ansprachen auf. Die Band, rein weiblich, unter der Regie von Dieter Schmidt, besitzt bereits viel Bühnenerfahren und hat sich in Daaden, aber auch außerhalb einen Namen gemacht.

Etliche Ehrungen standen diesmal auf dem Programm, und nicht nur aufseiten der Schüler. Man habe auch einmal Personen ehren wollen, hieß es, die im Hintergrund wertvolle Dienste tun. Geschenke erhielten beispielsweise Hausmeister Manfred Gawlin, der die Schüler und Lehrer stets unterstützte (besonders die AG Geschichte), Sekretärin Isolde Muth, Berufscoach Christine Schlosser, Achim Otterbach (ev. Kirche, Technik), Dieter Schmidt (Schülerband) und Rektor Laubenthal, von dem es hieß, dass er alle Schülerwünsche umsetze.

Kreisbeigeordneter Günter Knautz hatte als Daadener natürlich ein Heimspiel. Am Nachmittag habe er in der Stadt bereits Schüler gesehen, die durch die Stadt geschlendert seien, an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt. Vielleicht befinde sich darunter ein fähiger Krankenpfleger oder eine spätere Fußballspielerin der deutschen Nationalmannschaft. Er überreichte den Preis des Landrats für besonderes soziales Engagement an Kira Litau.

Bürgermeister Wolfgang Schneider ehrte Phutawan Thanasin (9 c). Der Schüler thailändischer Herkunft ist in Daaden wohlbekannt. Er ist nicht nur ein Mathe-Ass, auch als akribischer Künstler hat er sich einen Namen gemacht und seine Vitalität und Spontaneität sind sprichwörtlich. Seine Notenschnitt kann sich wahrlich sehen lassen. Ebenfalls Einser-Kandidatinnen sind Maren Sturm aus Nisterberg (10 a; 1,1) und Rika Otterbach (10 b; 1,5).

Starkes soziales Engagement zeigten ebenfalls Pia Schmidt (9 c) und Lukas Reihs (10 a), während in der 10 b alle geehrt wurden, da man die Gesamtleistung als so stark empfand. Ferner kamen alle Schulbusbegleister, Streitschlichter, Schulsanitäter und die Schülerband auf die Bühne und erhielten Ehrungen.

Erst wenige Wochen dabei ist Schulelternsprecher Matthias Stricker. Er hielt eine kurze Ansprache, die sehr gut ankam beim Publikum. Auch er hielt das starke soziale Engagement der Schule/Schüler für einen ganz starken Zug an der Einrichtung. An der Schule prangten in großen Lettern Worte wie „Europa“ und „Frieden“, ganz wichtig in Zeiten, da der europäische Gedanke von rechten Kräften in Deutschland und anderen Ländern angegriffen werde und Nationalismus sich ausbreite.

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Nach der Pause und einem von den Schuleltern bereiteten Imbiss gab es noch einige Reden (Schülervertretung, Entlass-Schüler) und Präsentationen, etwa der 10 a mit Kinderfotos der Abschlussschüler zur allgemeinen Erheiterung. Auch Eindrücke der Abschlussfahrt nach Den Haag wurden noch einmal mit Leben gefüllt. Die Schüler hatten sich mit Vertretern der Vereinigung zur Vernichtung chemischer Waffen getroffen (die SZ berichtete). Ein Video präsentierte manche Highlights der unvergesslichen Eindrücke auf der letzten gemeinsamen Reise.

Die ein oder andere verstohlene Träne suchte sich ihren Weg beim Schlusslied „Das ist der Moment“. Da hatten alle ihre Zeugnisse bereits in der Hand.

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