Testfeldsondierungen

Was gibt der Stegskopf diesmal frei?

Man darf gespannt sein, was diesmal ans Tageslicht kommt.

Man darf gespannt sein, was diesmal ans Tageslicht kommt.

sz Emmerzhausen. Ab Montag sind auf dem Stegskopf wieder die Metalldetektoren im Einsatz: Die Sondierung neuer Testfelder beginnt. Wie bereits berichtet, ist diese Untersuchung möglicher militärischer Altlasten im Boden die Grundvoraussetzung dafür, dass in einem nächsten Schritt weitere Wege freigegeben werden können – sofern die Fachfirmen nicht Unmengen an Kampfmitteln ans Tageslicht befördern. Zur Erinnerung: Das DBU Naturerbe, die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), hat sich mit den zuständigen Behörden geeinigt und eine Testfeldsondierung auf zwei Wegen mit insgesamt rund neun Kilometern beauftragt. Diese Arbeiten sollen jetzt beginnen, teilt die DBU mit: In den kommenden Wochen werden Mitarbeiter einer Fachfirma zwei Wege auf mögliche Kampfmittel untersuchen. „Sollten keine Altlasten gefunden werden, wäre das ein erster wichtiger Schritt, damit Besucher die Natur nach der Freigabe über ein dreiseitiges Wegekreuz quer durch den ehemaligen Truppenübungsplatz erleben können“, heißt es in dem Schreiben weiter.

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Im besten Fall werden keine Altlasten gefunden

Bei der Westverbindung handelt es sich um eine geteerte Strecke, wo per Sonde allein die Wegränder jeweils eineinhalb Meter rechts und links bis in die Tiefe abgesucht werden. Bei nicht asphaltierten Streckenteilen auf der Nord-Süd-Verbindung untersuchen die Experten zusätzlich den Weg auf Kampfmittelreste. „Im besten Fall finden die Experten keine gefährlichen Altlasten. Das wäre ein Riesenschritt, um die Freigabe der untersuchten Wege zu erreichen“, sagt der Geschäftsführer des DBU Naturerbe, Alexander Bonde. Denn dann würde das DBU Naturerbe bei der zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) beantragen, dass die untersuchten Wege wieder betreten werden dürfen. „Dafür sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen“, sagt Marius Keite. Der Prokurist im DBU Naturerbe weiter: „Erste Bedingung ist natürlich, dass die untersuchten Bereiche frei von Kampfmitteln sind. Aber darüber hinaus sind mit Blick auf Altlasten und den Schutz der Natur Beschilderungen notwendig.“ Zudem müssten sensible Regionen abgesperrt werden.

Kein einfaches Unterfangen auf dem Stegskopf

Die Räumung ehemals militärisch genutzter Flächen sei „kein einfaches Unterfangen“, so Keite. Vor allem auf Flächen mit wertvoller Natur, die nicht gestört werden solle. „Wir lassen uns gleichwohl nicht beirren und setzen Schritt für Schritt die notwendigen Maßnahmen um, einschließlich der erforderlichen Genehmigungen“, sagt der Prokurist. Ziel des DBU Naturerbe bleibe, „dass der Stegskopf bald nicht nur am Rand, sondern auch auf ausgewiesenen Wegen im Herzen der Fläche wieder erlebbar wird.“

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