Wird das Stegskopf-Lager zum Kulturdenkmal?

Behörde bleibt vage

Noch ist völlig offen, ob das Lager des Stegskopfs in die Liste der Kulturdenkmale aufgenommen wird.

Noch ist völlig offen, ob das Lager des Stegskopfs in die Liste der Kulturdenkmale aufgenommen wird.

damo Emmerzhausen/Mainz. Warum könnte es geboten sein, Holzbaracken im Wald als Kulturdenkmal auszuweisen? Diese – und einige andere Fragen – sind offen geblieben, als die Naturschutzinitiative am vergangenen Freitag per Pressemitteilung die mögliche Unterschutzstellung des Stegskopf-Lagers publik gemacht hat. Folglich hat die SZ in Mainz und Koblenz nachgefragt, und nach einem langen Marsch durch die Instanzen hat schließlich die Generaldirektion Kulturelles Erbe einen Fragenkatalog beantwortet.

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Allerdings: Wer sich von der federführenden Behörde neue Fakten erhofft, wird enttäuscht. Mit ihren Antworten hält sich die Behörde bedeckt. So äußert sich sie zum Beispiel zu den Argumenten für eine mögliche Ausweisung als Kulturdenkmal recht vage: „In Rede stehen hier insbesondere (militär)geschichtliche und städtebauliche Gründe.“

Und auch die Frage, wann mit dem Abschluss des Prüfverfahrens gerechnet werden kann, bleibt unbeantwortet. Erstaunlicherweise gilt das auch für die spannende Frage, wer denn überhaupt den Stein ins Rollen gebracht hat: „Wer die Prüfung seinerzeit veranlasst hat, ist derzeit für uns nicht nachvollziehbar.“

Aus dem Antwortschreiben der Generaldirektion geht hingegen klar hervor, dass es keine grundsätzliche Veränderungssperre gibt – de facto aber dürfte eine Ausweisung als Kulturdenkmal dazu führen, dass die Gebäude unantastbar würden: „Eingriffe und Veränderungen an einem Kulturdenkmal bedürfen einer denkmalrechtlichen Genehmigung durch die Untere Denkmalschutzbehörde.“

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Natürlich wirft eine mögliche Ausweisung des Lagers als Kulturdenkmal auch die Frage auf, wer für den Erhalt der Bausubstanz und deren Schutz, z. B. vor Vandalismus, zuständig wäre. Die Frage beantwortet die Generaldirektion eindeutig: der Eigentümer – also die BImA.

Aber noch einmal in aller Deutlichkeit: Entschieden ist bislang gar nichts – die Mainzer sind derzeit lediglich dabei, gemeinsam mit der Unteren Denkmalpflege der Kreisverwaltung ein 2016 ins Rollen gebrachtes Prüfverfahren abzuarbeiten. Und aus dem Antwortschreiben der Behörde lässt sich absolut nicht ablesen, wie die Entscheidung ausfallen wird.

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