Digitale Kontaktnachverfolgung in der Corona-Krise

„Luca“ kommt nach Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz will künftig mit der Luca-App arbeiten.

Rheinland-Pfalz will künftig mit der Luca-App arbeiten.

thor Mainz/Kreis Altenkirchen. Rheinland-Pfalz wird bei den neuen Regelungen zur Eindämmung der Pandemie und des Infektionsgeschehens keinen Sonderweg gehen – anders als in der jüngeren Vergangenheit. Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Dienstagmorgen nach den nächtlichen Beratungen in einer Pressekonferenz klargemacht. Dafür setzt das Land künftig auf die Luca-App, die eine verschlüsselte Kontaktdaten-Übermittlung und Nachverfolgung ermöglicht und als Hoffnungsträger für die Gastronomie, Handel und die Kulturszene gilt.

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Rheinland-Pfalz fährt über Ostern komplett runter

Dreyer erklärte, dass auch Rheinland-Pfalz über Ostern komplett herunterfahre, der sogenannte Perspektivplan werde für diesen Zeitraum unterbrochen. Dazu gehörte bislang eine Öffnung der Außengastronomie bei einem Inzidenzwert von unter 100. Der Kreis Altenkirchen ist von dieser Marke derzeit ohnehin weit entfernt. Zugleich verteidigte die Regierungschefin bei einem erhöhten Infektionsgeschehen Maßnahmen wie nächtliche Ausgangssperren.

Abstand halten und Maske tragen "wichtiger als je zuvor"

Natürlich könnte die Menschen über Ostern „nicht fünf Tage zu Hause“ hocken, erklärte die Ministerpräsidentin, die vor den Beratungen als Verfechterin eines Urlaubs im eigenen Bundesland galt. Ihr Appell laute: Weiter Abstand halten und Maske tragen. „Das ist wichtiger als jemals zuvor.“ Unklar ist derzeit noch, ob am Gründonnerstag gearbeitet werden soll bzw. darf und ob die Gastronomie über die Feiertage ein Essen außer Haus anbieten könne. Hier warte man auf die Musterverordnung des Bundes. Nach Ostern wolle man die Teststrategie „massiv“ ausdehnen, sagte Dreyer. Das gelte auch für das Impfen. Inzwischen seien schon 10 Prozent der Rheinland-Pfälzer geimpft. „Richtig safe sind wir erst dann, wenn wir die Leute geimpft haben. Dann wird die Welt etwas lichter aussehen“, so die Ministerpräsidentin.

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Malu Dreyer nimmt Unternehmer in die Pflicht

Im Ältestenrat des Landtags hatte Dreyer die Unternehmen zuvor aufgefordert, ihre Beschäftigten regelmäßig auf Corona-Infektionen zu testen. Derzeit werde noch nicht „in voller Breite am Arbeitsplatz getestet“, kritisierte sie. Alle Mitarbeiter, die nicht im Homeoffice sind, sollten einmal wöchentlich getestet werden, „perspektivisch zweimal die Woche“.

Dreyer sagte, dass Rheinland-Pfalz die Infrastruktur für Bürger-Testzentren eigenständig „aus dem Boden gestampft hat“. Nach den Osterferien soll auch in den Schulen flächendeckend getestet werden. Wie es dort genau weitergeht, gerade mit Bezug auf die Präsenzpflicht, wird Bildungsministerin Stefanie Hubig am Mittwoch erläutern. Was Gottesdienste an Ostern angeht, so verdeutliche Dreyer, dass es mehr als nur ein Wunsch der Politik sei, diese ausschließlich virtuell durchzuführen. In den Vorlagen sei ausdrücklich von „sollen“ die Rede gewesen.

Neben der Luca-App setze Rheinland-Pfalz nach dem harten Lockdown weiter auf die Einrichtung von Modell-Regionen und -Projekten, sagte Dreyer, ohne nähere Einzelheiten zu nennen. „Unser aller Ziel muss es sein, die Zahlen runter zu drücken.“

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