Fahrer unverletzt, Schaden immens

Sattelzug mit Holz rutscht Hang hinab

In einem Waldstück bei Orfgen in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld hat ein rumänischer Fahrer am Dienstagabend die Kontrolle über seinen Lastwagen verloren; der 40-Tonner ist vom Waldweg eine Böschung hinabgerutscht.

In einem Waldstück bei Orfgen in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld hat ein rumänischer Fahrer am Dienstagabend die Kontrolle über seinen Lastwagen verloren; der 40-Tonner ist vom Waldweg eine Böschung hinabgerutscht.

damo Orfgen. Rund 8000 Container Holz sind bislang aus den Wäldern im AK-Land abtransportiert und nach Fernost verschifft worden, und entsprechend viele Sattelzüge sind durch die Wälder zwischen Friesenhagen und Flammersfeld gefahren. Und jetzt hat es den ersten schweren Unfall gegeben: In einem Waldstück bei Orfgen in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld hat ein rumänischer Fahrer am Dienstagabend die Kontrolle über seinen Lastwagen verloren; der 40-Tonner ist vom Waldweg eine Böschung hinabgerutscht. Dabei hat sich der Lastwagen überschlagen. Der Fahrer selbst ist offenbar mit dem Schrecken davongekommen – wobei: So ganz genau konnte das keiner sagen, schließlich „weiß keiner, wo der gelandet ist“, berichtete Frank Schneider vom Forstamt. Der Fahrer soll dem Vernehmen nach mit einem Kollegen von der Unfallstelle weggefahren sein.

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Spezialfirma aus Belgien

Der Sach- und Umweltschaden dürfte beträchtlich sein: Nach einer ersten Schätzung des Forstamtsleiters Michael Weber sind rund 1000 Liter Treibstoff ausgetreten: „Da werden wir den Boden komplett austauschen müssen“, prophezeit Weber. Das ist aber noch Zukunftsmusik: Nun musste erst einmal der demolierte Lastwagen aus dem Hang gezogen werden. Dafür rückte eine Spezialfirma aus Belgien mit einem Bergefahrzeug an. Unfallursache dürfte ein Fahrfehler sein: Offenbar hat der Fahrer eine Kurve zu eng genommen – der Waldweg jedenfalls war nicht das Problem, denn der Abschnitt ist solide ausgebaut. Um derartige Probleme zu vermeiden, setzt das Forstamt bereits seit einiger Zeit auf zentrale Holzumschlagplätze. Unter anderem in Freusburg dient das frühere Nasslager als Areal, auf dem Container beladen werden können. „Wir wollen die Lastwagen aus dem Wald holen“, erklärt Frank Schneider. Gerade mit Blick auf den nahenden Winter sei das die richtige Entscheidung.

Käferholz verliert rasant an Wert

Allerdings: Wie lange überhaupt noch Container für Fernost beladen werden, steht in den Sternen. „Wir zahlen teilweise jetzt schon drauf“, verdeutlichte Schneider: „Der Ertrag ist manchmal schon geringer als die Kosten für Ernte und Transport.“ Das Käferholz verliert rasant an Wert – und so dürften die 20 Tonnen im Container des Unfall-Lkws das kleinste Problem sein.

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