Bauland im Bereich Kreuzweg und Hegeweg schaffen

Junge Leute im Dorf halten

Unterhalb der Straße Am Kreuzweg könnte neues Bauland in Gebhardshain entstehen.

Unterhalb der Straße Am Kreuzweg könnte neues Bauland in Gebhardshain entstehen.

rai Gebhardshain. „37 Bauplätze für Elkenroth“: Die Überschrift aus der Siegener Zeitung am Donnerstag führte abends das Gebhardshainer Ratsmitglied Josef-Georg Solbach (CDU) an, als es um neues Bauland in der eigenen Gemeinde ging. Er fragte rhetorisch: „Da wollen wir uns wundern, dass Elkenroth Grundzentrum werden will?“ Solbach, der auch Neubaugebiete in den Nachbardörfern anführte, sieht dringenden Handlungsbedarf. Ein weiteres Mal ging es bei der Sitzung des Gremiums per Videolivestream um die angedachten Baulandgebiete Kreuzweg und Hegeweg. In der vergangenen Wahlperiode war das Vorhaben auf Antrag der CDU auf den Weg gebracht worden. Die nächste Frist rückt Ende 2021 näher. Bis dahin müssen die Bebauungspläne rechtskräftig sein. Der Paragraph 13b im Baugesetzbuch ermöglicht Kommunen die Deckung von dringendem Wohnraumbedarf. Dieses Verfahren ist in Gebhardshain angestoßen, um jungen Leuten Bauland zu bieten.

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Gebiete liegen im Landschaftsschutzgebiet

Während die Gemeinde im Bereich Hegeweg alle Flächen besitzt, ist es am Kreuzweg eine „überschaubare Zahl an Eigentümern“, darunter die Gemeinde, sagte Bauamtsleiter Martin Schäfer. Aus natur- und artenschutzrechtlicher Sicht steht keinem der beiden Baugebiete etwas entgegen. Beide liegen jedoch im ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet „Elbergrund, Elbachtal und Sieghöhen bei Durwittgen“. Eine Befreiung wurde von der Kreisverwaltung in Aussicht gestellt, aber es wurde auch ein Umweltbericht gefordert.

Bauland für junge Leute

„Um junge Leute im Dorf zu halten, braucht man Bauland“, sagte Schäfer. Am schnellsten umzusetzen seien gemeindeeigene Flächen. „Ich zögere“, sagte FWG-Sprecher Wolfgang Gerhards: Dass es sich städtebaulich einfügt, sieht er anders: „Ich sehe da schon einen Fortsatz, besonders am Hegeweg.“ Ihn beschäftigte, wie man sicherstellen könne, dass tatsächlich junge Leute dort Bauland bekommen, falls ein Investor Interesse bekunde. „Mir ist das zu heikel, ich kann nicht zustimmen.“

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Angebote werden eingeholt

„Die Gemeinde selbst hat in der Hand, an wen sie verkauft“, erläuterte Schäfer. Sebastian Birk, Sprecher der gemeinsamen Fraktion von FDP und Wählergruppe Birk, erwähnte, dass Elkenroth wachse und meinte: „Da müssen wir gegensteuern.“ Dem hielt Ortsbürgermeister Jürgen Giehl entgegen, dass Baulücken geschlossen werden: „Es ist nicht so, dass hier nichts läuft.“ CDU-Sprecher Joachim Brenner brachte ein, dass die Gesamtbevölkerung vom Verkauf der Gemeindeflächen profitiere. „Wir wollen eine maßvolle Erschließung haben, damit junge Leute aus der Gemeinde bauen können.“ Mit klarer Mehrheit bei jeweils drei Neinstimmen und einer Enthaltung wird das Aufstellungsverfahren fortgeführt. Es werden nun Angebote für das Aufstellen der Bebauungspläne eingeholt.

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