Fraktionen sollen sich über Zukunft des Bauwerks Gedanken machen

Kriegerdenkmal ordentlich aufpoliert

Das Kriegerdenkmal ist nach einer Bearbeitung von Steinmetz Bernd Hilger wieder ansehnlich wie einst. Nur das Kreuz fehlt.

Das Kriegerdenkmal ist nach einer Bearbeitung von Steinmetz Bernd Hilger wieder ansehnlich wie einst. Nur das Kreuz fehlt.

rai Alsdorf. In altem Glanz erstrahlt das Kriegerdenkmal „Auf der Burg“. Als Ortsbürgermeister Rudolf Staudt im Alsdorfer Bauausschuss Vorher-Nachher-Fotos zeigte, sah man ihm seine Freude an dem aufbereiteten Sandstein sichtlich an. Bei einer Ortsbegehung im April hatte der Bauausschuss das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk bereits begutachtet und überlegt, wie man es restaurieren und erhalten könnte. Seitdem war der Ortsbürgermeister nicht untätig.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Staudt hatte den Steinmetz Bernd Hilger gebeten zu prüfen, ob der Sandstein mit herkömmlichen Mitteln zu reinigen sei. Der Kirchener Steinmetz probierte es. Als Staudt wieder „Auf der Burg“ vorbeischaute, war er überrascht. Hilger hatte den gesamten Sandstein herausgeputzt. Kostenlos habe Hilger das gemacht, hob Ortsbürgermeister Staudt dankend hervor. „Das Denkmal sieht aus wie neu“, freute sich Staudt über das Ergebnis. Es sind auch ein paar Schadstellen aufgetaucht. Die größte ist das fehlende Steinkreuz, das einst oben den Abschluss bildete. Das Kreuz ist auf einem alten Schwarzweißfoto zu sehen, das das Kriegerdenkmal in der Ortsmitte zeigt. Seit Ende der 1950er-Jahre hat das Denkmal seinen Standort „Auf der Burg“. Damals war das Kreuz noch aufgesetzt, bei Windbruch wurde es stark beschädigt.

Staudt bemühte sich, mit unterschiedlichen Fachrestauratoren Kontakt aufzunehmen, bis sich endlich jemand zurückmeldete. „Das sind Künstler“, sagte der Ortsbürgermeister mit einem Augenzwinkern. Hintergrund: Er wollte wissen, was es kostet, die sichtbaren Schadstellen zu beheben und ein neues Kreuz anzufertigen. Rund 5000 Euro müsse man kalkulieren, hieß es.

Das Kriegerdenkmal stand einst in der Ortsmitte, wie auf dieser alten Schwarzweißaufnahme zu sehen ist. Nach einer Bearbeitung von Steinmetz Bernd Hilger ist es wieder ansehnlich wie einst. Nur das Kreuz fehlt.

Das Kriegerdenkmal stand einst in der Ortsmitte, wie auf dieser alten Schwarzweißaufnahme zu sehen ist. Nach einer Bearbeitung von Steinmetz Bernd Hilger ist es wieder ansehnlich wie einst. Nur das Kreuz fehlt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Bei der Ortsbegehung war angeregt worden, das Denkmal von seinem derzeitigen Standort auf den Friedhof zu versetzen. Steinmetz Hilger habe davon dringend abgeraten. Es bestehe die große Gefahr, dass das Sandsteinbauwerk beim Transport mehr Schaden nimmt als jetzt schon vorhanden ist. Ganz billig sei die Aktion auch nicht. Staudt machte den Vorschlag, Pfähle um das Denkmal in den Boden zu setzen und den Bereich aufzuwerten. Dann habe man einen würdigen Platz. Staudt regte bei der Sitzung am Donnerstag an, dass die Fraktionen sich Gedanken dazu machen. Es kam nun auch die Frage nach einem Zuschuss auf. Staudt verneinte: „Wenn wir investieren, dann geht es zu 100 Prozent aus unserer Kasse.“

Dass das Denkmal erhalten und restauriert wird, sei eine klare Forderung des Denkmalschutzes. Die Anlage ist in einer offiziellen Liste aufgeführt. Das Kriegerdenkmal erinnert an Alsdorfer, die in den Kriegen von 1866 und 1870 bis 1871 fielen.

Mehr aus Gebhardshain

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken