Mit dem Apfelpflücker von Tür zu Tür

JVE verteilt in Elkenroth Karnevalstüten

Der Jungmännerverein hat gute Laune im
Gepäck – die Elkenrother freut’s!

Der Jungmännerverein hat gute Laune im Gepäck – die Elkenrother freut’s!

rai Elkenroth. Den Apfelpflücker hält Anna-Lisa Kaiser ausgestreckt in Richtung Haustür. Frank Schmitt nimmt ihr die gefüllte Tüte ab. Ein weiterer Haushalt ist für Karneval in den eigenen vier Wänden in Zeiten von Corona ausgestattet. „Wir wären gleich beim Nachtzug“, so Schmitt, nachdem der Jungmännerverein Elkenroth (JVE) geklingelt hatte. „Uns blutet auch das Herz“, kommentiert JVE-Vizesitzungspräsident Sebastian Hahmann: „Schade, dass wir das so machen müssen.“ Ein „Elgert Helau“, dann geht es weiter. Insgesamt 185 Tüten werden im Ort von vier Gruppen verteilt. Jürgen Schneider, ein paar Häuser weiter, wäre auch wieder als Zuschauer dabei gewesen, wäre der Nachtzug durch den Ort geschunkelt. „Das fehlt schon“, so Schneider, der auch auf der Rosenmontagssitzung mitgefeiert hätte. Die Pandemie macht allen einen Strich durch das Sessionsprogramm. Bei klirrender Kälte bringen die Aktiven deshalb den Karneval nach Hause – in einer Tüte mit dem Motto: „Karneval auch in der Not – beim JVE aus Elkenroth“. Im Sommer hatte der JVE noch angedacht, eine Sitzung nur mit Aktiven aufzuzeichnen und den Film zu verteilen. Aufgrund der Entwicklung wurde die Idee verworfen.

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Ein "Best of" der Sitzungen

Die nächste Idee: Ein „Best of“ der Sitzungen, die seit 1988 digitalisiert sind. Videos aus 32 Jahren flimmerten über den Monitor, oft mit mehr als fünf Stunden Programm. Jeder nahm sich welche vor, um Höhepunkte zu notieren. Von 1988 an acht Sitzungen waren es bei Hahmann. Über vieles, das vor seiner Zeit gezeigt wurde, habe er heute noch lachen können. Aus der Fülle wurden die Höhepunkte ermittelt. Mal nur Passagen, mal eine komplette Büttenrede. Im Karneval 2000 hielt der inzwischen verstorbene JVE-Präses Pfarrer Ulrich Bals erstmals als Sitzungspräsident eine Rede – eine halbe Stunde lang als Teufel kostümiert. Diese ist komplett zu sehen. Mehr als 30 Stunden Material sind auf dem Stick. „Das ist Karneval von Altweiber bis Veilchensdienstag“, schmunzelt Hahmann. Der „Präses der Herzen“, Diakon Marco Kötting, ist auch mit einem Beitrag vertreten. Nun verteilt er mit Sitzungspräsident Benjamin Weyand und Matthies Pheiler Tüten. Thomas Weller begleitet mit seinem Traktor. Angespannt hat er eine Ponykutsche mit der Karnevalspuppe „Hermann“ und Tüten.

JVE-Hymne als Video

Ein Exemplar bringen sie bei Andreas Brenner vorbei; er trägt die Kappe des Busfahrers – als solcher steht er gewöhnlich an Rosenmontag in der Bütt. Auf der Sitzung wäre Rainer Hoffmann, Schlagzeuger bei den „Bläck Höhnern“, für 40 Jahre als Aktiver geehrt worden. Stattdessen wurde er im Vorfeld Corona-konform mit einem Sessionsorden überrascht. Schlusspunkt jeder Sitzung ist das Singen der JVE-Hymne. Viele „Elger Leu“ (Hahmann) sangen für sich das Lied auf Video ein. Daraus wurde eine gemeinsame Version für den Stick gebastelt. Diesen gab es in einer Geschenkschachtel – und mit der Tüte eine Dose Bier, ein Schnäpschen, Chips und Luftschlangen. Dankbar zeigt sich der JVE für die Unterstützung von Christoph Kaiser, dem Rewe-Markt, Thomas Weller sowie Familie Stinner (Dauersberger Mühle), die ihre Traktoren für die vier Verteilgruppen bereit stellen.

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