"Wandel bei der Bestattungskultur"

Ruhezeiten auf Friedhöfen werden angepasst

Die Ruhezeiten auf dem Friedhof sollen künftig nur noch 25 Jahre bei Erdbestattungen und 20 Jahre bei Urnengräbern betragen. Das wurde in den Entwurf für die Änderung der Friedhofssatzung eingearbeitet.

Die Ruhezeiten auf dem Friedhof sollen künftig nur noch 25 Jahre bei Erdbestattungen und 20 Jahre bei Urnengräbern betragen. Das wurde in den Entwurf für die Änderung der Friedhofssatzung eingearbeitet.

rai Gebhardshain. Die Ruhezeiten auf dem Friedhof sind mit 30 Jahren nicht mehr zeitgemäß: Künftig sollen die Fristen für eine Erdbestattung auf 25 Jahre angepasst werden, für eine Urnenbestattung auf 20 Jahre. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss dem Ortsgemeinderat empfohlen.

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Sowohl an der Friedhofs- als auch der Gebührensatzung muss einiges verändert werden, sagte Ortsbürgermeister Jürgen Giehl im Haupt- und Finanzausschuss. Ein wichtiger Punkt sind die Ruhezeiten von 30 Jahren. „Wir haben einen Wandel bei der Bestattungskultur“, sagte CDU- Sprecher Joachim Brenner und verwies auf die Urnenbestattungen und Wiesengräber. Die CDU folge dem Vorschlag für die kürzeren Zeiten. Die Satzung ermögliche es darüber hinaus den Angehörigen, die Nutzung der Ruhestätte um fünf Jahre zu verlängern, um beispielsweise das Grab als Ort der Trauer oder des Andenkens zu bewahren.

20 bis 25 Jahre der Regelfall

Bei der Sitzung am Mittwoch im Rathaus Gebhardshain berichtete Markus Zimmermann, der bei der Verbandsgemeindeverwaltung für Friedhöfe zuständig ist, dass mit wenigen Ausnahmen in den meisten Ortsgemeinden 25 bzw. 20 Jahre in der Satzung verankert sind. Mit den neuen Ruhefristen muss die Gebührensatzung überarbeitet werden. Es lag jetzt nur eine Schätzung vor, die so noch nicht in eine Satzung gegossen werden kann, weil sich die Zahlen nur an der Ergebnisrechnung 2018 orientieren.

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Das Jahr führte zu einem Fehlbetrag von 23 000 Euro. Es gebe Jahre mit Fehlbeträgen und andere mit Überschuss, sagte der Ortsbürgermeister. Es müsse ein größerer Zeitraum betrachtet werden. Investitionen rund um den Friedhof sollen in die Kalkulation einfließen, um darauf basierend alles in die Gebührensatzung einfließen zu lassen.

Satzungen müssen angepasst werden

„Der Friedhof ist rechtlich gesehen eine wirtschaftliche Einrichtung, die kostendeckend arbeiten muss“, sagte Brenner, der auch für eine neue Kalkulation plädierte. Vor Jahren habe man „eine schmerzhafte Erhöhung“ erlebt, weil jahrelang gar nicht angepasst worden sei. Noch bevor die neue Kalkulation erstellt ist, müssen beide Satzungen angepasst werden. Das wird erforderlich, weil das neue Urnenwiesengrabfeld bislang weder in der Friedhofssatzung noch der Gebührensatzung eingepflegt ist. „Ohne Rechtsgrundlage verschicken wir Gebührenbescheide“, sagte Brenner.

Das neuangelegte Urnenwiesengrabfeld wurde in den Entwurf der Satzungen aufgenommen. Die verkürzten Ruhezeiten sind eingefügt. Die Gebühren bleiben zunächst unverändert. Der Ausschuss hat dem Gemeinderat empfohlen, das so anzunehmen. Wenn die Verwaltung eine Kalkulation erstellt hat, auch unter Berücksichtigung der neuen Ruhezeiten, soll über die Gebührensatzung beraten werden.

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