Tradition im Zeichen von Corona

Herdorfer Messdiener kläppern auf Distanz

Die Ministranten der Messdienerschar St. Aloisius Herdorf wollen die alte und liebgewonnene Kläppertradition fortsetze – erneut auf Distanz.

Die Ministranten der Messdienerschar St. Aloisius Herdorf wollen die alte und liebgewonnene Kläppertradition fortsetze – erneut auf Distanz.

sz Herdorf. Im vergangenen Jahr hatten die Messdiener und Messdienerinnen der Messdienerschar St. Aloisius Herdorf noch die Hoffnung, dass in diesem Jahr die traditionelle Kläpperaktion wieder ganz normal durchgeführt werden könnte. Erneut macht die Corona-Pandemie den Ministranten nun einen Strich durch die Rechnung. Doch davon lassen sich die Kinder und Jugendlichen auch dieses Mal nicht entmutigen: Die Ministrantinnen und Ministranten der Messdienerschar St. Aloisius Herdorf wollen die alte und liebgewonnene Kläppertradition fortsetzen.

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"Dienst endet nicht an der Kirchentüre"

„Der Dienst für uns Messdiener endet nicht an der Kirchentüre, sondern setzt sich auch außerhalb der Kirche für die Menschen fort. Ganz besonders an den Kar- und Ostertagen ist es uns ein sehr großes Anliegen, an der Seite von Ihnen allen zu stehen und die Botschaft von Ostern durch die Straßen unseres Städtchens zu tragen“, schreiben die Messdiener in einem Pressebericht. „Trotz der noch immer notwendigen Distanz möchten wir Gemeinschaft erleben und uns und Sie alle auf das Osterfest vorbereiten.“

An Karfreitag, 2. April, wird um 7 Uhr die Morjensglocke ertönen, um 12 Uhr die Midaachsglocke und um 16.30 Uhr heißt es „Et läut in de Kirche“. Karsamstag beginnt wieder mit Glockenklang um 7 Uhr, danach werden die Messdiener alleine oder in festen Zweierteams durch das Städtchen ziehen und den Menschen die verschiedenen Uhr- und Gebetszeiten ankündigen. Die Bezirke wurden dabei an die Wohnorte und Straßen der Messdiener angepasst. Einige Messdiener werden außerdem zu den gewohnten Kläpperzeiten vor die eigene Haustüre, ans Fenster, in den Garten oder auf den Balkon gehen und von dort mitkläppern. Durch die große Bereitschaft der Kinder und Jugendlichen ist es möglich, dass in allen Straßen in Herdorf und Sassenroth die Kläppern erklingen können, heißt es weiter.

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Spenden für die Messdienerkasse

Am Karsamstag ziehen die Messdiener eigentlich nach einem gemeinsamen Frühstück von Haus zu Haus und sammeln Spenden für die Messdienerkasse. Aufgrund des bestehenden Kontaktverbotes und den zu hohen gesundheitlichen Risiken für die Messdiener selbst und alle Einwohner, kann das Einsammeln nicht wie gewohnt stattfinden. Aus diesem Grund bitten die Messdiener der Messdienerschar St. Aloisius Herdorf um die finanzielle Unterstützung und Mithilfe auf Distanz. „Falls Sie dazu beitragen möchten, die Ministrantenarbeit in Herdorf zu fördern und zu unterstützen, würden für uns sehr freuen, wenn Sie Ihren Geldbetrag auf unser Konto überweisen würden.“

Ebenfalls kann ein beschrifteter Umschlag (z. Hd. Messdienerschar Herdorf) in den Briefkasten am Pfarrbüro eingeworfen werden. Selbstverständlich kann nach Rücksprache eine Spendenquittung ausgestellt werden. Die Ministranten werden am Karsamstag mit Spendenflyer und Ostergrüßen durch die Straßen von Herdorf und Sassenroth ziehen und an die einzelnen Haushalte verteilen. „Nur mit der finanziellen Unterstützung ist es möglich, die Arbeit mit den vielen Kindern und Jugendlichen auch weiterhin aufrechtzuerhalten – auch in und nach den Zeiten von Corona.“

Die Bankverbindung für die Spende an die Messdiener Herdorf lautet: Volksbank Daaden, IBAN: DE69 5739 1200 0021 6372 03 Verwendungszweck: Kläpperspende2021.

Einladung zum Mitmachen

„Wenn Sie am Karfreitag und Karsamstag unsere Messdiener mit ihren Kläppern hören, halten Sie doch einen kurzen Moment inne und denken Sie daran, dass wir alle miteinander verbunden sind und auch wieder bessere Zeiten kommen werden. Sollten Sie eine eigene Kläpper zu Hause haben, laden wir Sie ganz herzlich dazu ein, gemeinsam mit unseren Messdienern die Kläppern zu den gewohnten Zeiten erklingen zu lassen.“

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