IHK sucht Schulterschluss mit Einzelhändlern

Viel Platz – wenig Kunden

Fast ein Bild mit Symbolcharakter: Michael Pagnia am Boden inmitten seiner riesigen Ausstellungsfläche.

Fast ein Bild mit Symbolcharakter: Michael Pagnia am Boden inmitten seiner riesigen Ausstellungsfläche.

sz Kreis Altenkirchen. Wenn Michael Pagnia an diesem Samstagmorgen an der B 62 und die Straße hinauf Richtung Betzdorfer Innenstadt schaut, dann wird er vermutlich nicht wissen, ob er weinen oder sich – einmal mehr – maßlos ärgern soll. Denn während der große Baumarkt „weiter oben“ wieder seine Türen öffnen und Kunden unter Einhaltung der üblichen AHA-Regeln begrüßen darf, gilt für sein großes Möbelhaus weiter das Termin-Shopping. Ein Ärgernis, dass jetzt auch die Industrie- und Handelskammer im Kreis aufgegriffen hat, indem sie mit etlichen Einzelhändlern gesprochen hat.

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Bekanntlich liegt der Inzidenzwert im Kreis Altenkirchen seit Wochen deutlich über 100. Das hat zur Folge, dass – im Gegensatz zu anderen Regionen in Rheinland-Pfalz – strengere Regeln gelten und viele Geschäfte geschlossen sind. Die Kreisverwaltung hat die Einschränkungen jetzt bis 28. März auf Verlangen der Landesregierung verlängert. „Wir stehen an der Seite der Händlerinnen und Händler im Kreis Altenkirchen. Wir wissen, wie hart und zum Teil auch existenzbedrohend dieser Lockdown für die Unternehmen ist, die gute Hygienekonzepte erarbeitet haben“, wird Regionalgeschäftsführer Oliver Rohrbach in einer Pressemitteilung zitiert.

Lockerungsmechanismen greifen nicht

Die IHK hat sich von der Situation vor Ort ein Bild gemacht und unter anderem das Möbelhaus von Michael Pagnia in Betzdorf, das Bekleidungsgeschäft „P. K. Fashion“ von Petra Becher-Klein in Wissen und Intersport Volker Hammer in Altenkirchen besucht, um mit den Inhabern über die angespannte Lage zu sprechen. „Für uns ist es besonders dramatisch, denn wir haben große Verkaufsflächen und dürfen nur einen Kunden hereinlassen“, heißt es unisono von den Unternehmen. Im Landkreis greifen die Lockerungsmechanismen nicht, so ist lediglich ein termingebundenes „Exklusiv-Shopping“ erlaubt. Auch Quadratmeter-Regelungen, wie in anderen Landkreisen praktiziert, würden in Wissen, Altenkirchen, Betzdorf und anderen Orten im Kreis Altenkirchen nicht zur Anwendung kommen, so die IHK.

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IHK für vollumfängliche Öffnung

„Unwirtschaftlich ist das Öffnen für einen Kunden allemal. Erschwerend kommt die 15-minütige Lüftungspause hinzu, welche zwischen jedem Einzeltermin eingehalten werden muss. Wir setzen uns als IHK weiter dafür ein, dass der Handel wieder vollumfänglich öffnen darf. Denn auch das Robert-Koch-Institut hat das Infektionsrisiko im Einzelhandel als niedrig einstuft. Die Betriebe haben bewiesen, dass sie mit ihren klugen Hygienekonzepten den Gesundheitsschutz gewährleisten können. Für uns ist nicht entscheidend, wo sich Menschen aufhalten, sondern wie sie sich dort verhalten“, erklärt Rohrbach.

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