Ergebnisse nach wenigen Minuten

Corona-Schnelltest-Zentrum in Kirchen nimmt Betrieb auf

„Patientin Nr. 1“ im Schnelltest-Zentrum in Kirchen. Nach wenigen Minuten liegen die Ergebnisse vor.

„Patientin Nr. 1“ im Schnelltest-Zentrum in Kirchen. Nach wenigen Minuten liegen die Ergebnisse vor.

thor Kirchen. Michael Wäschenbach bewies ein gutes Gespür für Volkes Stimmung: Als am Donnerstag Mittag die Eröffnung des Schnelltest-Zentrums mit dem offiziellen Pressetermin und damit verbunden etlichen Reden einherging, grätschte der Landtagsabgeordnete irgendwann dazwischen: „Vielleicht sollte man schon mal die ersten Leute reinlassen.“ In der Tat warteten vor dem Container an der Lindenstraße schon rund 20 Testwillige – und deren Geduld ließ angesichts des kleinen „Staatsakts“ denn auch merklich nach. Es war dies gleichzeitig aber auch ein deutliches Zeichen dafür, dass das Interesse an den kostenlosen Schnelltests sehr groß ist.

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Nach positivem Corona-Ergebnis folgt der PCR-Test

Diese Erfahrung hatte Anfang der Woche auch schon Stephan Link gemacht. Seine Druiden-Apotheke in Kirchen war etwas voreilig vom Land als Testzentrum im Internet gemeldet worden. Die Folge: „Am Montag war erstmal für zwei, drei Stunden unser Telefon blockiert.“ Laut Link wird man ab nächster Woche stundenweise ein Schnelltesten anbieten. Auf dem Parkplatz kann sich nun ab sofort jede und jeder mindestens einmal pro Woche kostenlos testen lassen (werktags von 8 bis 16 Uhr). Sollte das Ergebnis positiv sein, folgt umgehend ein PCR-Test. Von der Feuerwehr Kirchen, die schon maßgeblich am Aufbau der Infrastruktur beteiligt war, werden die Tests dann nach Altenkirchen gefahren, wo sie zum Labor nach Koblenz weitergeleitet werden. Betreiber des Zentrums in Kirchen ist das DRK-Krankenhaus, das zuvor schon für die Fieberambulanz an gleicher Stelle verantwortlich zeichnete. Stadtbürgermeister Andreas Hundhausen lobte die gute und unbürokratische Zusammenarbeit: „Montags haben wir miteinander telefoniert, freitags standen die Container.“ Der Kaufmännische Direktor Nicki Billig sprach von einer „runden Sache“. Das Krankenhaus hat den organisatorischen Part übernommen und u. a. auch die Bundeswehrsoldaten aus Rennerod angefordert, die nun in Kirchen ihren Dienst „schieben“.

Landrat Dr. Peter Enders setzt Hoffnung auf das Impfen

Landrat Dr. Peter Enders dankte den Beteiligten vor Ort. Das neue Zentrum sei „Prophylaxe pur“. Denn: „So können asymptomatische Patienten herausgefiltert werden, die dann andere nicht mehr infizieren können.“ Der Großteil der Menschen im Kreis halte sich derzeit an die Regeln, sagte Enders auch mit Bezug auf die besonderen Einschränkungen in der Region. „Es gibt aber eine kleine Zahl, die die Vernunft nicht hat.“ Er setze seine ganze Hoffnung auf das Impfen, um die Inzidenzen wieder in den Griff zu bekommen. Der Landrat teilte zudem noch mit, dass er zusätzliche 1500 Schnelltests für Wahlhelfer organisiert habe, diese seien bei Bedarf abrufbar. „Impfen ist das wichtigste Instrument“, bekräftigte auch Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Beisein von Detlef Placzek. Präsident des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung. Ab April würden auch die Hausärzte in Rheinland-Pfalz beteiligt. Aber auch das Testen sei ein wichtiger Baustein im Kampf gegen das Virus. In relativ kurzer Zeit habe man eine flächendeckende Infrastruktur aufbauen können, so die Ministerin. Mittlerweile gebe es bereits über 300 Schnelltest-Zentren, das Ziel seien 450 bis 500.

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