Festwochenende wegen Pandemie abgesagt

Dorfjubiläum um fünf Jahre verschoben

Ob man in Brachbach im September so ausgelassen hätte feiern können, steht in den Sternen. Daher haben die Verantwortlichen die Feierlichkeiten zum 550-jährigen Jubiläum nun um fünf Jahre verschoben.

Ob man in Brachbach im September so ausgelassen hätte feiern können, steht in den Sternen. Daher haben die Verantwortlichen die Feierlichkeiten zum 550-jährigen Jubiläum nun um fünf Jahre verschoben.

damo Brachbach. Steffen Kappes kennt die Brachbacher – schließlich ist er nicht nur Ortsbürgermeister, sondern auch Sitzungspräsident der Karnevalsgesellschaft. Und so hat er ein ziemlich genaues Bild vor Augen, wie in Brachbach zu vorgerückter Stunde gefeiert wird. „Es ist ja bekannt, dass die Brachbacher gerne noch mal drei Schippen drauflegen“, sagt er.

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Also kann er sich an zwei Fingern abzählen: Ein großes Festwochenende im 2000-Mann-Zelt wird in Zeiten der Corona-Pandemie nicht machbar sein – zumindest nicht, wenn sich die Brachbacher treu bleiben. Und diese Einsicht hat Kappes nicht exklusiv: Der Festausschuss, der seit gut anderthalb Jahren die Dorfjubiläums-Feier vorbereitet, hat einstimmig beschlossen, das Festwochenende zu verschieben. „Mindestabstand und Maske: Das passt einfach nicht zu einem Festwochenende“, gibt Kappes das Meinungsbild des Ausschusses wieder. Damit wird es im September keinen Festkommers geben, keinen stehenden Festzug und auch keine kölschen Live-Klänge im Festzelt.

Verträge alle noch nicht unterschrieben

Natürlich weiß weder der Festausschuss noch der Ortsbürgermeister, wie sich die Pandemie bis zum Spätsommer entwickeln wird. Aber: „Wir mussten jetzt eine Entscheidung treffen, denn jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen, an dem wir verbindlich hätten planen müssen.“ Vorgespräche hat es viele gegeben – aber die Verträge mit dem Zeltverleiher, mit dem Caterer und auch der Band fürs Konzert waren eben allesamt noch nicht unterschrieben.

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„Alles war unterschriftsreif, aber bevor wir jetzt was eintüten und uns damit in die Nesseln setzen, haben wir entschieden: Wir sehen der Realität ins Auge und verschieben das Fest.“ Wer jetzt glaubt, dass das 550-jährige Bestehen des Dorfs einfach ein Jahr später nachgefeiert wird, kennt die Brachbacher schlecht – und hat wohl auch ihre Postleitzahl nicht vor Augen. Die endet nämlich auf 555, und so ist der Vorschlag des Festausschusses keine große Überraschung: „Aus der Schnapszahl 555 müssen wir eh was machen – also feiern wird das 555-Jährige“, berichtet Kappes. Soll heißen: Das Festwochenende zum Dorfjubiläum wird im Jahr 2026 über die Bühne gehen.

Festausschuss bleibt bestehen

Das bedeutet aber nicht, dass die bisherigen Planungen Schall und Rauch sind: Der Festausschuss bleibt bestehen, und zumindest aktuell gibt es auch keinen Grund, vom vorgesehenen Konzept abzuweichen. Und: Gänzlich wird das eigentliche Jubiläumsjahr auch nicht ins Wasser fallen. „Es wird im Laufe dieses Jahres natürlich einige Aktionen geben, die an das Dorfjubiläum erinnern“, stellt Kappes in Aussicht. So ist geplant, an den Ortseingängen große Holztafeln zu errichten, die auf 550 Jahre Brachbach hinweisen – die Arbeitsgruppe des Heimatvereins sägt und hämmert bereits. Zudem sollen einige Tafeln des Grubenwanderwegs aktualisiert werden und per QR-Code über die Brachbacher Historie informieren. Auch das Mosaikbild „Wir sind Brachbach“ (siehe Text unten) soll schon in diesem Jahr fertig werden.

Und im nächsten Jahr werden die Brachbacher auch ohne Festwochenende Gelegenheiten finden, ihre Feier-Fertigkeiten unter Beweis zu stellen: 2022 ist an der Sieg wieder Oktoberfest-Jahr, und die „Lyra“ wird ihren 100. Geburtstag feiern. „Und die ganz große Sause kommt dann 2026“, stellt Kappes in Aussicht. Und er kann sich sicher sein, dass er damit nicht zu viel verspricht.

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