Freusburg: Bitte keine Spenden (Update)

Flutkatastrophe: Unterkünfte im AK-Land vorbereitet

Opfer der Flutkatastrophe, vor allem aus dem Kreis Ahrweiler, könnten auch in der Freusburg unterkommen.

Opfer der Flutkatastrophe, vor allem aus dem Kreis Ahrweiler, könnten auch in der Freusburg unterkommen.

thor Freusburg. Das Mitgefühl und die Solidarität mit den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Menschen ist bundesweit zu spüren – und gerade auch in Rheinland-Pfalz mit seinen dörflichen Strukturen rückt man in diesen Stunden enger zusammen. So stand auch der Kreis Altenkirchen sofort parat, als am Donnerstagabend eine Anfrage der Katastrophenschutzabteilung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion einging: Für 500 Menschen aus dem Kreis Ahrweiler, die kein bzw. kein sicheres Dach mehr über dem Kopf haben, suchten die Rettungs-Koordinatoren des Landes Unterkünfte. Wie Kreis-Pressesprecher Andreas Schultheis am Freitagmorgen auf Anfrage der SZ berichtete, wurden sofort kreisweit Hotels und ähnliche Einrichtungen abgefragt. Dazu zählte neben dem Haus Marienberge in Elkhausen auch die Freusburg.

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Jugendherberge Freusburg kann Opfer der Flutkatastrophe aufnehmen

Noch am späten Abend bereitete sich das Team der Jugendherberge darauf vor, 50 bis 60 Menschen aufzunehmen. Laut Schultheis waren bereits zwölf Busse der kreiseigenen Westerwaldbus GmbH im Katastrophengebiet angekommen, als sich herausgestellt habe, dass man auf die Kontingente aus dem AK-Land nicht mehr zugreifen müsse. Das war den Verantwortlichen aus dem Altenkirchener Kreishaus aber nicht mitgeteilt worden.

Enders: Waren schnell handlungsfähig

 „Natürlich ist es bedauerlich, dass die Kommunikation in einer solchen Krisensituation leidet und der Aufwand für unser Team und die beteiligten Hotels am Ende umsonst war. Aber man kann so etwas nicht ausschließen in diesen Zeiten. Wir haben vor Ort bewiesen, dass wir schnell handlungsfähig sind, dafür danke ich allen Beteiligten“, so Landrat Dr. Peter Enders. Ob die Unterkünfte im Laufe des Tages doch wieder benötigt würden, sei aufgrund der Lage nur schwer abzuschätzen.

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Welle der Hilfsbereitschaft

Nun hatte sich noch am Abend die Nachricht, dass obdachlos gewordene Menschen auf der Freusburg einquartiert werden sollen, wie ein Lauffeuer herumgesprochen. In den sozialen Netzwerken wird nach wie vor um Spenden gebeten  - in der Überzeugung, dass die Betroffenen auch tatsächlich angekommen sind. Herbergsleiter Jürgen Hof zeigt sich von der Welle der Hilfsbereitschaft beeindruckt, bittet aber eindringlich darum, von Besuchen, Telefonanrufen und Mails abzusehen. Der Jugendherberge fehle es an Möglichkeiten, Sachspenden weiterzuleiten: "Die Dinge sollten ja auch dort landen, wo sie benötigt werden."

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