Friesenhagen: Erinnern statt Vergessen

Schützenbruderschaft verschönert Soldatenfriedhof

Brudermeister Benedikt Linke, Edwin Kötting, Julia Achenbach, Günther Weitershagen, Nicole Rogel, Marita Linke, Hermann Graf Hatzfeldt (v. l.) legen an Allerheiligen einen Kranz auf dem verschönerten Soldatenfriedhof nieder.

Brudermeister Benedikt Linke, Edwin Kötting, Julia Achenbach, Günther Weitershagen, Nicole Rogel, Marita Linke, Hermann Graf Hatzfeldt (v. l.) legen an Allerheiligen einen Kranz auf dem verschönerten Soldatenfriedhof nieder.

sz Friesenhagen. Die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft 1660 aus Friesenhagen stemmt sich gegen das Vergessen – auch in Zeiten von Corona. Ihre Ziele: den Zusammenhalt innerhalb des Vereins weiter stärken und der Dorfgemeinschaft signalisieren: Die Schützenbruderschaft lebt und setzt sich für Themen ein, die das ganze Dorf betreffen.

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Soldatenfriedhof verschönern

Es hat dann nicht lange gedauert und Brudermeister Benedikt Linke hatte eine Idee: Der Soldatenfriedhof auf dem Schnabelberg, der seit 1956 die Erinnerungsstätte für 20 Soldaten ist, die im April 1945 gefallen sind, muss 75 Jahre nach Kriegsende und 30 Jahre nach der letzten Restaurierung dringend verschönert werden. Nach einer Ortsbegehung im August wurde festgelegt, dass die Arbeiten bis Allerheiligen fertig sein sollten, so der Wunsch des Protektors der Schützenbruderschaft, Hermann Graf Hatzfeld-Wildenburg Dönhoff.

Gedenktafel wird restauriert

Noch am gleichen Tag wurde die stark verwitterte Gedenktafel verladen und tags drauf zur Firma Eiteneuer nach Volperhausen gebracht. Jedes einzelne Schriftzeichen wurde nachgehauen und eingefärbt, und die Tafel fand ihren Platz Anfang Oktober wieder Platz auf dem Soldatenfriedhof. Auf dem Gräberfeld vermissten die Helfer zunächst eine Tafel, die schließlich ca. 30cm tief, von Wurzeln und Erde überwuchert, gefunden wurde – unversehrt. Meterlange Efeuranken sowie diverse Unkräuter und übergroße Lebensbäume mussten entfernt werden. Die Ortsgemeinde stellte einen Anhänger zur Verfügung und übernahm die Entsorgung der Grünabfälle.

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Neue Gehwegplatten und Pflanzen

Als Nächstes mussten Gehwegplatten neu verlegt werden, Unterstützung erhielt die Schützenbruderschaft von der Firma Kappenstein. Mitte Oktober dann setzten die Vereinsmitglieder fast 200 Pflanzen von Zöller Gartengestaltung; beim Bewässern half die Freiwillige Feuerwehr Friesenhagen.

Wichtiges Gedenken

Pünktlich zu Allerheiligen wurde ein Kranz niedergelegt. Hermann Graf Hatzfeld-Wildenburg Dönhoff erinnerte an die Entstehungsgeschichte des Soldatenfriedhofs und die Bedeutung dieser Gedenkstätte für seine Familie, und Benedikt Linke betonte: „Das Gedenken an die Opfer beider Weltkriege – gerade jetzt im Jahr 2020 mit all seinen Problemen – ist extrem wichtig. Wir werden daran erinnert, nicht zu vergessen, wie wichtig die Bereitschaft jedes Einzelnen zu einer respektvollen Zusammenarbeit ist, damit wahre Freundschaft entstehen und Friede werden kann.“

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