Haus Mutter Teresa betroffen

Impfstopp im Niederfischbacher Pflegeheim

Zu wenig Impfstoff für NRW-Krankenhäuser und ihre Einrichtungen: Warten müssen auch Mitarbeiter des Hauses Mutter Teresa. Das liegt zwar in Niederfischbach und damit in Rheinland-Pfalz, gehört aber zur vom Impfstopp betroffenen Marien Gesellschaft gGmbH Siegen.

Zu wenig Impfstoff für NRW-Krankenhäuser und ihre Einrichtungen: Warten müssen auch Mitarbeiter des Hauses Mutter Teresa. Das liegt zwar in Niederfischbach und damit in Rheinland-Pfalz, gehört aber zur vom Impfstopp betroffenen Marien Gesellschaft gGmbH Siegen.

sz/nb Niederfischbach. Es ist eine der leicht skurrilen und verwickelten Geschichten, wie sie im „Grenzgebiet“ passieren: Das Pflegeheim Haus Mutter Teresa in Niederfischbach ist ebenfalls vom Impfstopp in NRW (die SZ berichtete) betroffen – obwohl es ja in Rheinland-Pfalz liegt. Allerdings gehört es zur Marien Gesellschaft Siegen gGmbH und so müssen aufgrund der Deckelung durch das Land Nordrhein-Westfalen auch „Teresa“-Mitarbeiter weiter auf ihre Erstimpfung warten.

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Auf Nachfrage der SZ verwies Dr. Christian Stoffers, Sprecher der Marien Gesellschaft, zunächst noch einmal auf das Schreiben des NRW-Gesundheitsministeriums vom 7. Dezember. Darin wurde mitgeteilt, dass die Krankenhäuser und deren Einrichtungen zu den ersten gehören, die den angekündigten Impfstoff gegen Covid-19 erhalten, um ihr Personal zu impfen.

Impfbereitschaft abgefragt

Die Marien Gesellschaft wurde, wie die anderen Krankenhäuser und deren Einrichtungen, aufgefordert, bis zum 23. Dezember „Impfbereitschaft“ herzustellen. Und das habe das Unternehmen auch unverzüglich getan. Gleichzeitig wurden alle Mitarbeiter aufgefordert, sich verbindlich zur angebotenen Impfung anzumelden. Insgesamt sind beim Unternehmen dann rund 1100 Anmeldungen eingegangen, davon etwa 60 aus dem Haus Mutter Teresa.

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Im Januar 2021 wurde parallel der Impfprozess in den Wohn- und Pflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz in die Wege geleitet. Damit es zu keinen Doppelmeldungen kommt, wurden die Mitarbeiter der Einrichtung in Niederfischbach dort nicht gemeldet, sondern lediglich diejenigen, die sich später zu einer Impfung entschlossen haben sowie Ehrenamtler mit direktem Bewohnerkontakt. Ende Januar konnten diese neben allen impfwilligen Bewohnern geimpft werden. Geimpft sind auch (die SZ berichtete ebenfalls) die Mitarbeiter des Hauses St. Klara Friesenhagen, das ebenfalls zur Marien Gesellschaft gehört, aber sich nicht beim NRW-Procedere angeschlossen hatte.

Auf Warteliste der Impfbereiten

Die anderen 60 Mitarbeiter des Hauses Mutter Teresa befinden sich jetzt nach wie vor auf der Warteliste der Impfbereiten, welche aufgrund des von NRW verfügten Impfstopps nicht mehr abgearbeitet werden konnten.

Selbstverständlich, so die Stellungnahme weiter, würden weiterhin alle auf der Liste der Impfbereiten der Marien Gesellschaft Siegen geführt und das Unternehmen werde alles daran setzen, diese in der eigens hierfür vorbereiteten Impfpraxis zu impfen, sobald entsprechende Impfstoffe zur Verfügung stehen. Im Dezember, so unterstrich Stoffers, sei man ja von ganz anderen Voraussetzungen ausgegangen. Aufgrund des verfügten Impfstopps am 20. Januar und der am letzten Wochenende bekannt gewordenen Kontingentierung der Impfstoffe werde es aber leider zu weiteren Verzögerungen von ca. 600 Mitarbeitern der Marien Gesellschaft und deren Tochterunternehmen im Gesundheitsbereich kommen.

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