RE 9 muss bei Büdenholz evakuiert werden (Update)

Windböen ziehen Schneise der Verwüstung

Der RE 9 wurde seitlich von einem Baum getroffen und steht derzeit bei Büdenholz. 70 Fahrgäste müssen evakuiert werden.

Der RE 9 wurde seitlich von einem Baum getroffen und steht derzeit bei Büdenholz. 70 Fahrgäste müssen evakuiert werden.

thor Mudersbach/Brachbach. Mehrere extrem strarke Windböen haben am frühen Donnerstag Abend eine Schneise der Verwüstung durch die Verbandsgemeinde Kirchen gezogen. Es entstanden deutlich schwerere Schäden als bei den beiden Sturmtiefs in der vergangenen Woche. Die Feuerwehren waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Der gravierendste Vorfall ereignete sich auf der Siegstrecke bei Büdenholz im Bereich des Klärwerks. Dort war ein Baum entwurzelt worden und seitlich gegen die Oberleitung gefallen. Der Zugführer eines herannahenden RE9 (Fahrtrichtung Betzdorf) leitete eine Vollbremsung ein, wurde aber noch von den mächstigen Ästen seitlich gestreift. Im Zug befanden sich 70 bis 80 Reisende, darunter auch Kinder. Nach ersten Informationen der SZ wurde niemand verletzt, alle kamen mit dem Schrecken davon. Nachdem der Streckenabschnitt gesichert und der Strom abgestellt war, konnte die Feuerwehr mit den Bergungsmaßnahmen beginnen. Das Notfallmanagement der Bahn kümmerte sich um den Weitertransport. Wer aus der Region stammte, wurde von Freunden oder Angehörigen abgeholt.

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Das Unwetter dauerte nur wenige Minuten. Steffen Kappes aus Brachbach, stellv. Wehrleiter der Verbandsgemeinde-Feuerwehr Kirchen, saß gerade in seinem Büro, als es losging. "Ich habe die Tür erst gar nicht mehr aufbekommen. Als ich draußen war, flog gerade die Dachabdeckung meines Nachbarn an mir vorbei. Sowas habe ich noch nicht gesehen." Auch der Mudersbacher Ortsbürgermeister Christian Peter,  selbst aktiver Feuerwehrmann, sah das Unheil kommen. "Es war wie eine schwarze Wand, dann kam auch schon der Hagel quer." Die Orkanböen haben vor allem in Mudersbach gewütet. Dort wurde an der Industriestraße das Dach der Firma Opfer abgedeckt, auch das alte Pförtnerhäuschen des Meteor-Komplexes wurde beschädigt. In Freusburg im Bereich des Nelkenwegs wehte der Wind eine Blechgarage auf die Straße und gegen zwei abgestellte Autos. In Katzenbach verteilte sich Sperrmüll durch den gesamten Ort, und überall stürzten Bäume um. In Mudersbach landete nahe der Tankstelle ein Baum auf der B62, andere fielen am Kirmesplatz um. Auch Euteneuen und Wehbach waren betroffen. Hier musste der Asdorftal-Radweg am Friedrichshütten-Gelände gesperrt werden, weil reihenweise Bäume durch die Urgewalten niedergestreckt wurden.

Um 20.30 Uhr wurden Teile der Feuerwehr abgerufen - ein Dachstuhlbrand in Niederschelderhütte musste gelöscht werden.

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