Veränderte Testpflicht und kürzere Quarantäne

Das gilt jetzt in RLP

In der Gastronomie werden nun auch frisch Geimpfte und Genesene mit Geboosterten gleichgestellt.

In der Gastronomie werden nun auch frisch Geimpfte und Genesene mit Geboosterten gleichgestellt.

dpa Mainz/Kreis Altenkirchen. In Rheinland-Pfalz gelten (wieder einmal) neue Regeln bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Verkürzungen der Quarantänezeiten sollen wichtige Versorgungsbereiche am Laufen halten, auch wenn die Zahl der Infizierten stark steigt. Bei Besuchen in Lokalen sollen im Rahmen der 2-G-plus-Regelung auch Menschen, die frisch – das heißt vor weniger als drei Monaten – doppelt geimpft beziehungsweise genesen oder die nach einer doppelten Impfung genesen sind, von der Testpflicht befreit werden. Damit gilt für diese Gruppe dieselbe Ausnahmeregelung wie für Personen mit Booster-Impfung.

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Geboosterte müssen nicht in Quarantäne

Kontaktpersonen von Infizierten, die eine Auffrischungsimpfung vorweisen, werden nach Angaben der Landesregierung von der Quarantäne ausgenommen. Diese Regelung gilt auch für frisch Geimpfte und Genesene. Für alle anderen Kontaktpersonen gibt es laut Gesundheitsministerium eine zehntägige Quarantäne, ebenso lange wie bei Infizierten mit einer zehntägigen Isolation. Mit einem negativen Test soll es möglich sein, bereits nach sieben Tagen die Quarantäne oder Isolation zu beenden. Bislang mussten sich Kontaktpersonen eines Menschen, der mit der als besonders ansteckend geltenden Omikron-Virusvariante infiziert ist, an eine strikte Quarantäne von 14 Tagen halten, die nicht durch einen negativen Test vorzeitig beendet werden konnte.

Milderer Verlauf bei Omikron-Variante

Die Anpassung der Quarantäneregelung begründete die Landesregierung damit, dass die Infektionen mit der Omikron-Variante auch nach Meinung des Expertenrates der Bundesregierung einen milderen Krankheitsverlauf zeigten. Diese Variante ist nach Angaben der Landesregierung inzwischen auch in Rheinland-Pfalz dominierend.

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Für Schüler sowie Jungen und Mädchen in der Kinderbetreuung, die Kontaktpersonen sind, kann die Quarantäne nach fünf Tagen durch einen PCR- oder Antigenschnelltest beendet werden. Ausnahmen von der Quarantäne sind bei „bestehendem hohen Schutzniveau“ wie etwa tägliche Testungen und Maskenpflicht möglich. Andere Maßnahmen wie die Schließung von Clubs und Diskotheken bleiben bestehen.

RLP setzt Maßnahmen direkt um

Rechtlich gegossen werden die Neuregelungen laut Gesundheitsministerium in einer sogenannten Absonderungsverordnung sowie in einer Änderung der 29. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes. Da es sich bei Omikron um eine als „besorgniserregend eingestufte Variante“ handelt, könnten die Bundesländer eigene Maßnahmen ergreifen, hieß es. Rheinland-Pfalz hat laut Ministerium die im Bund vorgesehenen Maßnahmen bereits im Vorgriff umgesetzt.

Dehoga begrüßt neue Ausnahmeregelung

Aus der Wirtschaft gab es bereits positive Reaktionen auf die Änderungen. So begrüßte etwa der Landesverband des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) die Ausnahmeregelung für frische Geimpfte und Genesene. Die Gästegruppe, die keinen zusätzlichen Test machen müsse, werde dadurch erheblich erweitert, was zu weniger Verärgerung bei den Gästen führe, die als Vollimmunisierte beziehungsweise Genesene kein Verständnis für die Testpflicht aufbrächten.

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