Rettungskräfte-Einsatz kommt Quartett teuer zu stehen

Schlauchboot-Fahrt für 10 000 Euro

Vier junge Männer mussten Ende Januar nachts von Einstzkräftenaus der Nister gerettet werden.

Vier junge Männer mussten Ende Januar nachts von Einstzkräftenaus der Nister gerettet werden.

damo/sz Wissen/Hamm. „Dass sich Geschädigte bei den Einsatzkräften bedanken, kommt öfter vor“, teilt die Feuerwehr Wissen mit – aber wenn Leichtsinnigkeit einen Einsatz verursacht hat, sei ein Besuch im Feuerwehrhaus eher selten. Insofern ist es außergewöhnlich, dass sich die vier jungen Männer, die Ende Januar nachts aus der Nister gerettet werden mussten, jetzt bei der Feuerwehr entschuldigt haben. Aber: Trotz des Kotaus hat die absurde Aktion ein Nachspiel. Denn wie schon am Tag nach dem Einsatz angekündigt, müssen die vier Männer den Einsatz bezahlen. Und die Kosten dafür liegen bei rund 10 000 Euro.

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Wie berichtet, waren die vier jungen Männer mit einem Schlauchboot auf der Hochwasser führenden Nister gekentert – was einen Großeinsatz von Feuerwehr, DLRG, DRK und Polizei nach sich gezogen hatte. Denn die Nister, die im Wissener Stadtgebiet eigentlich nur ein Bach ist, war wegen der starken Regenfälle auf eine Breite von 20 Meter angeschwollen – und das Wasser war reißend und kalt. „Das hätte für alle vier tödlich enden können“, hatte der Wissener Wehrführer David Musall am Tag nach der Rettungsaktion gesagt.

Vier junge Männer entschuldigten sich

Er hat jetzt gemeinsam mit Heiko Grüttner, dem Wehrleiter aus Hamm, die vier Verunfallten getroffen – natürlich unter Einhaltung der Corona-Hygieneregeln. „Beide Seiten tauschten sich über die Ansichten und Herausforderungen des Einsatzes aus“, teilt Musall dazu mit.

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Etliche Rettungskräfte rief die nächtliche Schlauchboot-Fahrt Ende Januar auf den Plan.

Etliche Rettungskräfte rief die nächtliche Schlauchboot-Fahrt Ende Januar auf den Plan.

Aber so erfreulich es ist, dass die vier jungen Männer bei ihren Helfern um Entschuldigung gebeten haben: Die Rechnung für den Einsatz müssen sie dennoch begleichen. Und die fällt stattlich aus: Allein aus dem Rathaus Wissen, wo der Einsatz der Feuerwehr abgerechnet wird, die mit den meisten Kräften im Einsatz war, sind nach SZ-Informationen rund 8000 Euro in Rechnung gestellt worden. Alles in allem dürften Kosten von rund 10 000 Euro auf die Schlauchbootfahrer zukommen.

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