Wissen: Balken im Fachwerkhaus brennen wie Zunder

Familie verliert über Nacht ihr Zuhause

Ein Brand hat in der Nacht zum Dienstag ein Wohnhaus im Wissener Weiler Altenbrendebach zerstört.

Ein Brand hat in der Nacht zum Dienstag ein Wohnhaus im Wissener Weiler Altenbrendebach zerstört.

damo Wissen. Einen furchtbaren Start in die Adventszeit hat eine Familie aus Altenbrendebach hinter sich: In der Nacht zum Dienstag hat ein Feuer den Eltern und ihren beiden kleinen Kinder das Zuhause und praktisch das gesamte Hab und Gut genommen. Der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf mehrere hunderttausend Euro.

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Gegen 2.40 Uhr erreichte die Feuerwehr der Hilferuf aus dem kleinen Weiler zwischen Schönstein und Gebhardshain: In der Scheune des Wohnhauses in der Ortsmitte hatten die Rauchmelder angeschlagen.

Trockene Balken und Decken brennen wie Zunder

Die Flammen fanden reichlich Nahrung: Sowohl die Scheune als auch das angrenzende Wohnhaus sind alten Baujahres – die trockenen Balken des Fachwerks und die Lehmwände und -decken haben gebrannt wie Zunder. „Als wir kurze Zeit später hier eintrafen, stand die Scheune schon im Vollbrand“, berichtet David Musall von der Wissener Feuerwehr. Er hatte die Einsatzleitung, und für die Helfer war klar: Priorität musste es haben, das Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus zu verhindern. Aber das geriet zur schier unlösbaren Aufgabe: Das Feuer breitete sich rasant aus, und die Kameraden mussten schnell erkennen, dass sie mit einem Innenangriff nicht weiterkommen würden. „Wir haben von beiden Seiten versucht, ins Haus zu kommen und dort zu löschen“, erklärt Musall. Aber die enorme Hitze- und Rauchentwicklung ließ praktisch keinerlei Löscharbeiten im Inneren des Gebäudes zu: Das Feuer war bereits zu weit vorgedrungen. „Als wir das Haus betreten haben, war schon überall ein Poltern zu hören.“

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Kein Platz für die Drehleiter

Und draußen tat sich die Drehleiter schwer: Weil in dem Weiler die Straßen schmal sind und die Häuser dicht beieinander stehen, gab es kaum eine Position, um die Drehleiter in Stellung zu bringen. Stattdessen mussten die Kameraden mit tragbaren Leitern anrücken. „Wir konnten den Verlust des Wohnhauses nicht verhindern“, lautet dementsprechend die Bilanz der Wehrleute – trotz aller Manpower. 75 Einsatzkräfte aus den Löschzügen Wissen, Schönstein, Katzwinkel und Steinebach waren im Einsatz, dazu das DRK aus Wissen und Katzwinkel. Tröstlich zumindest, dass die Sanitäter sich auf die Versorgung der Wehrleute beschränken konnten. „Die Bewohner des Hauses konnten sich rechtzeitig selbst in Sicherheit bringen, und von den Einsatzkräften wurden niemand verletzt“, sagt Musall. Und noch ein Trost: Nicht nur das DRK hat der Feuerwehr zugearbeitet, auch die Altenbrendebacher Nachbarschaft sei sehr hilfsbereit gewesen, dankt Musall. Dort kommen die vier Bewohner des ausgebrannten Hauses auch vorerst unter.

Ursache noch unklar

Was den Brand verursacht hat, blieb am Dienstagmorgen noch offen. Die Kripo hatte zu diesem Zeitpunkt ihre Ermittlungen gerade begonnen. Gegen 9 Uhr war für die meisten Wehrleute der Einsatz vorbei – lediglich einige Kameraden blieben noch länger vor Ort, um die Brandwache und die Brandschau sicherzustellen. Denn an vielen Stellen schwelten noch Brandnester in Decken und Wänden. „Solche Wohnhausbrände werden seltener“, meint Musall: „Moderne Baustoffe brennen nicht so gut wie ein altes Fachwerk.“

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