Auswahl für Ausstellung in Dortmund

Große Ehre für Brieftaube „Major“ aus Lütringhausen

Iris Hennecke freute sich über den Erfolg.

Iris Hennecke freute sich über den Erfolg.

sz Lütringhausen. Es sind große Fußstapfen, in die „Major“ da tritt. Zum dritten Mal nach „Kloppo“ 2014 und „Speedy“ im Jahr 2015 gehört erneut eine Taube der Schlaggemeinschaft Hennecke zu den „Super-Stars“ der deutschen Brieftaubenausstellung (DBA) in der Dortmunder Westfalenhalle. Die Auswahl traf die Jury des deutschen Brieftaubenverbandes – und trieb Züchterin Iris Hennecke nach eigener Aussage die Tränen in die Augen. „Der Hattrick der SG Hennecke bei den Super-Stars unter Deutschlands Elitetauben ist gelungen.“ Ende Juli schickte die SG Hennecke gleich vier Tauben ins Rennen um die Auswahl der „Super-Stars“. Diesmal galt das Motto, Tauben mit außergewöhnlichen Leistungen zu suchen, die viele zweistellige Preise und zusätzlich noch 1. Preise abgeräumt haben. „Vom Verbandspräsidium darf man pro Züchter dann nur eine Taube ausstellen, damit andere auch eine Chance bekommen. Diesmal ist die Entscheidung auf ,Major’ gefallen“, frohlockte Iris Hennecke. Es sei schon toll gewesen, „dass vier Tier von uns die Qualifikationen bzw. die Voraussetzungen für die Kriterien erfüllt hatten.“ Darunter war sogar „Der Boss“, der älteste Vogel der SG, der zum Zeitpunkt der DBA 20 Jahre alt wäre.

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Brieftaube "Major" auch mit 14 Jahren gut drauf

„Major“ kommt mit seinen 14 Jahren etwas frischer daher und ist „sehr gut drauf“, wie Iris Hennecke beteuert. Das Tier flog 2007 gemeinsam mit fünf Tauben – darunter „Kloppo“ – die 1. Regionalverbands-Jährigenmeisterschaft mit 958 von 1000 möglichen As-Punkten ein und belegte die 18. Jährigenmeisterschaft auf Bundesebene. Auf der DBA kennt sich „Major“ bestens aus, schließlich wurde die Taube im Januar 2008 schon einmal dort ausgestellt. Ihre Begeisterung für „Major“ kann die stolze Züchterin kaum verhehlen: „Er ist sehr herrschend im Schlag und marschiert wie ein Major auf und ab. Er beißt sich gerne immer am Eimerhenkel, Kotschaber oder meinen Schnürriemen fest“, sprudelt es aus Iris Hennecke hinaus. Jede Feder, die im Taubenschlag fällt, sammle er sofort für den Nestbau auf. „Ich werfe die Federn immer wieder in den Schlag, sodass er Beschäftigung hat.“ Es mache einfach Spaß ihn zu beobachten, „Major“, zaubere einem immer ein Lächeln auf die Lippen.

Iris Hennecke feierte einst große Fußball-Erfolge

Im „Geschäft“ mit den Brieftauben kennt sich Iris Hennecke inzwischen bestens aus. Im Jahr 2005 war es, als sie und Vater Walter sowie Mutter Ingrid die SG Hennecke Walter, Ingrid und Iris aus der Taufe hoben. Die aus Lütringhausen stammende Familie schloss sich seinerzeit dem Verein Reisetaube Olpe der damaligen Reisevereinigung Biggesee an. Bemerkenswert: Zuvor war Iris Hennecke in der Frauen-Fußball-Bundesliga aktiv und fuhr mit dem TSV Siegen zahlreiche Titel ein. 1987, 1990 und 1991 bejubelte Hennecke an der Seite der späteren Bundestrainerin Silvia Neid die Deutsche Meisterschaft, und stemmte in den Jahren 1986 bis 1989 jeweils den DFB-Pokal in die Höhe. Papa Walter Hennecke, der am Samstag seinen 85. Geburtstag feiert, gehört dem Brieftaubenverband bereits seit dem Jahr 1958 an und sicherte sich 1986 die Deutsche Meisterschaft im fünften Bezirk. Seit 2012 kümmert Iris Hennecke sich alleine um die gefiederten Sportsfreunde. Besonders in Erinnerung bleibt das Jahr 2013, als die Tiere aus Lütringhausen bei diversen Streckenlängen gleich sechs Mal die Oberhand behielten.

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Habicht & Co, setzen der Brietaube zu

Als Brieftaube hat man es allerdings nicht immer leicht. Sperber, Habicht und Wanderfalke griffen die Tiere in den vergangenen Jahren immer wieder an, sodass Iris Hennecke 2014 die Reißleine zog und dem Brieftaubensport den Rücken kehrte. „Der Hauptgrund war, dass mir die Tiere sehr am Herzen liegen. Ich verzichte gerne darauf, auf dem Siegertreppchen zu stehen, wenn es um das Wohl unserer Tauben geht“, beweist die Züchterin großes Herz. Jetzt könne sie die Tiere rauslassen wann sie wolle, und die Tauben könnten selber bestimmen, ob sie hinausfliegen oder in „der guten Stube“ sitzen bleiben. Die DBA soll übrigens am 9. und 10. Januar in den Dortmunder Westfalenhallen steigen – sofern es die Corona-Pandemie zulässt. „Major“ jedenfalls würde sich den Besuchern in der Ruhrmetropole wohl liebend gerne als „Super-Star“ präsentieren.

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