Festbier, „Braubrösel“ und Spendendose

Scheckübergabe als Abschluss des erfolgreichen „1. Wendschen Biertags“

Christian Pilz (l.), Vorsitzender Elterninitiative krebskranker Kinder Siegen, und Schriftführerin Kristin Schade (3. v. l.) nahmen von Nico Clemens (2. v. l.) sowie Caroline und Armin Judas (r.) Spenden entgegen, die beim „1. Wendschen Biertag“ gesammelt wurden.

Christian Pilz (l.), Vorsitzender Elterninitiative krebskranker Kinder Siegen, und Schriftführerin Kristin Schade (3. v. l.) nahmen von Nico Clemens (2. v. l.) sowie Caroline und Armin Judas (r.) Spenden entgegen, die beim „1. Wendschen Biertag“ gesammelt wurden.

yve Hillmicke. Den „1. Wendschen Biertag“ hat Armin Judas in allerbester Erinnerung. „Es stimmte alles. Es war der letzte schöne Herbsttag, wir hatten Kaiserwetter.“ Feuertonnen sorgten für besonderes Ambiente und frisch Gezapftes floss aus dem Hahn, ein von Judas in seiner Braustube in Altenhof kreiertes Festbier – „ein getuntes Carolinenbräu“, so der Kleinbierhersteller. „Die Leute waren begeistert.“ Aus einer Bierlaune heraus war die Idee entstanden, eine derartige Veranstaltung auf die Beine zu stellen. In Nico Clemens vom Gasthof Valpertz in Hillmicke fand Judas schnell einen Kooperationspartner sowie in seiner Tochter Caroline und ihrem Freund Marcel Koch tatkräftige Unterstützer. In Windeseile waren die aufgrund von Corona begrenzten Plätze ausgebucht. „Wir mussten gar nicht dafür werben“, betont Nico Clemens. 300 Liter Gerstensaft waren am Ende des langen Abends verbraucht und zig „Braubrösel“ an die hungrigen Gäste verteilt. Oliver Markus, der im Gasthof kocht, hatte sich ein ganz spezielles Burgerrezept mit Treber und Altenhofer Landbier ausgedacht.

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Viele Schicksale treffen aufeinander

Doch nicht nur das gesellige Beisammensein unter Einhaltung der Hygienevorschriften stand im Vordergrund. Caroline Judas war als Spendensammlerin an diesem Abend unterwegs. 200 Euro warfen die Besucher in die Dose, Armin Judas und Nico Clemens stockten diesen Betrag zu gleichen Teilen auf 400 Euro auf. Jetzt wurde das Geld an Christian Pilz von der Elterninitiative krebskranker Kinder Siegen übergeben. Die Verein wurde bereits 1988 von betroffenen Eltern mit dem Ziel gegründet, den Krankenhausaufenthalt für erkrankte Kinder so angenehm wie möglich zu gestalten, Fahrkosten zu Kliniken zu finanzieren, neue Therapiemöglichkeiten zu fördern und die Familie als Ganzes zu unterstützen. Die rührige Initiative hilft vor dem Hintergrund eigener Erfahrung – in der langen Zeit der Krankheit mit Operationen und Therapien und in der Zeit danach, wenn das Kind wieder als gesund gilt oder auch verstorben ist. „Jetzt zählt jeder Euro“, sagt Pilz, der sich sehr über die Unterstützung freute. Die Spendeneinnahmen seien während der Pandemie stark eingebrochen. „Vielen Unternehmen geht es nicht gut, und auch die ,Tour der Hoffnung’ fand nicht statt.“ Diese sei Jahr für Jahr eine wichtige Veranstaltung für den Verein. 80 000 bis 100 000 Euro kommen hier zusammen. „Das ist viel Geld, das fehlt uns“, bedauert Pilz. 50 große Werbeplakate hängen seit kurzer Zeit in der Region. „Damit versuchen wir, auf die wichtige Arbeit der Elterninitiative aufmerksam zu machen.“ Die Krise bedeute für viele Familien eine zusätzliche Belastung – ein erkranktes Kind und dazu noch Kurzarbeit. „Da treffen viele Schicksale aufeinander. Um Betroffenen zu helfen, brauchen wir dringend finanzielle Unterstützung.“ Armin Judas weiß um das große Engagement von Christian Pilz und seinen Mitstreitern. Seit über zehn Jahren sammelt er in seiner Altenhofer Brauerei Geld für die Initiative. Und natürlich soll es auch einen zweiten „Wendschen Biertag“ geben. Nur wann, das ist die große Frage. Die vielen positiven Rückmeldungen geben den Organisatoren jedoch Fahrtwind. Armin Judas schmiedet eifrig Pläne. „Ich verrate noch nichts.“ Jedenfalls werde die Wiederholung noch mit dem ein oder anderen „Extrabissen“ aufgewertet. „Ich freue mich jetzt schon“, so Judas. Nico Clemens kann es kaum erwarten, seinen Gasthof wieder öffnen zu dürfen und ins Gespräch mit seinen Gästen zu kommen. Doch das Bild von Geselligkeit zeichnet sich noch nicht ab. Umso schöner war der Rückblick auf den Biertag, der mit der Spendenübergabe einen gelungenen Abschluss fand.

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