Stadt unterstützt kreisweite Genossenschaft

Kein "Olper Weg" in der Solarfrage

Beim Ausbau von Photovoltaik-Anlagen im Stadtgebiet hat sich der Olper Rat gegen einen eigenen Weg ausgesprochen.

Beim Ausbau von Photovoltaik-Anlagen im Stadtgebiet hat sich der Olper Rat gegen einen eigenen Weg ausgesprochen.

win Olpe. Nachdem es im Ausschuss Umwelt, Planen, Bauen bereits hoch hergegangen war in Sachen Ausbau der Solarenergie im Stadtgebiet, wiederholte sich ein Teil der Debatte am Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung, allerdings mit anderen Aspekten. Wie berichtet, hatten die Grünen in einem Antrag im Bauausschuss gefordert, die Stadt solle die Grundbesitzabgaben-Briefe nutzen, um jedem Anschreiben Informationen über das jeweilige Solarpotenzial beizufügen und zudem auf der Homepage der Stadt Informationen über den Bau von Solarkraftwerken bereitzustellen. Die CDU hatte dies unter dem Hinweis abgelehnt, dass ja Landrat Theo Melcher und alle Bürgermeister angekündigt hätten, eine kreisweite Energiegenossenschaft zu gründen, die derartige Pläne obsolet mache.

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Die Grünen indes wiederholten ihren Antrag im Rat. Fraktionsvorsitzende Zaklina Marjanovic: „Es ist uns wichtig hervorzuheben, dass unser Antrag nichts mit der Energiegenossenschaft zu tun hat.“ Es gehe den Grünen ausschließlich um den Photovoltaik-Ausbau auf Privatdächern, um den gewonnenen Solarstrom überwiegend zum Eigenverbrauch des jeweiligen Hauses einzusetzen. Eine Energiegenossenschaft setze auf großflächige Kraftwerke, die durch das Einspeisen des Stroms ins Netz Geld einspielen. „Wir ergänzen die sehr begrüßenswerte Energiegenossenschaft, aber es gäbe keinerlei Parallelstruktur.“

Interkommunale Zusammenarbeit funktioniert

Bürgermeister Peter Weber (CDU) widersprach ihr. Landrat Melcher habe gesagt, die Genossenschaft solle genau die ungenutzten Potenziale heben, die die Grünen angesprochen hätten. „Die Energiegenossenschaft soll nicht auf Großanlagen aus sein, sondern da geht es genau um diesen Punkt, dass Photovoltaikanlagen auf Privatgebäuden errichtet werden sollen. Wir wollen damit die abholen, die Vorbehalte haben, das selbst in die Hand zu nehmen.“ Carsten Sieg (CDU): „Sowas ist ja in Finnentrop nicht anders als in Olpe. Wir haben auf solcher Ebene gute Erfahrungen mit der interkommunalen Zusammenarbeit, ein Beispiel ist der ZAKO, mit der wir gemeinsam den Abfall entsorgen.“

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Matthias Koch (Grüne) hielt dagegen: „Ich glaube nicht, dass das wirtschaftlich darstellbar ist, wenn eine Genossenschaft Kleinflächen bestückt. Das lohnt sich nur, wenn das zum Eigenverbrauch genutzt wird.“ Weber konterte, genau das werde gerade alles geprüft. Andreas Zimmermann (UCW) erklärte, den Part mit der Information an die Bürger aus dem Grünen-Antrag werde von den Unabhängigen als „durchaus für sinnvoll“ erachtet, aber alles Übrige gehe zu weit.

Der von der CDU gestellte „Gegenantrag“ zu dem der Grünen, in dem konkret betont wird, dass die Stadt Olpe die kreisweite Energiegenossenschaft unterstützen wird, wurde von CDU, FDP, UCW und OLO mit 27 Ja-Stimmen, bei zweimal nein und siebenmal Enthaltung von Grünen und SPD zum Beschluss erhoben.

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