Ungewöhnliches Angebot im Biggesee-Express und am Seebahnhof

Impfen auf den Gleisen

Das Impfteam im Biggesee-Express zwischen Olpe und Finnentrop impfte am Samstag annähernd 50 Prozent der Fahrgäste.

Das Impfteam im Biggesee-Express zwischen Olpe und Finnentrop impfte am Samstag annähernd 50 Prozent der Fahrgäste.

adz Olpe/Finnentrop/Sondern. Ein Ausflug an den Biggesee mit einer Impfung gegen das Coronavirus verbinden, diese Idee hatte der ärztliche Leiter des Impfzentrums des Kreises Olpe, Stefan Spieren, in Zusammenarbeit mit Klarissa Hoffmann vom Stadtmarketingverein „Olpe Aktiv“. Am Samstag hatten Touristen und Einheimische daher die Möglichkeit, ganz unkompliziert und ohne Anmeldung eine Impfung zu erhalten. Geimpft wurde sowohl im Impfbus am Seebahnhof in Sondern als auch im Biggesee-Express auf den Gleisen zwischen Olpe und Finnentrop. „Im Kreis Olpe ist die Impfquote sehr hoch. Wir haben uns daher gefragt, wie können wir auch Menschen von außerhalb erreichen“, erklärt Stefan Spieren, der im Zug unterwegs war. Zusammen mit Apotheker Dr. Thorsten Hundt und der Leiterin des DRK im Impfzentrum, Nadine Wittich, und deren Team ging es sechs Stunden lang zwischen Olpe und Finnentrop hin und her.

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Niemand lehnt Impfung ab

Schon gegen Mittag konnte man ein positives Fazit ziehen. „Es sind zwar etwas weniger Mitfahrer als angekündigt, aber rund 50 Prozent lassen sich impfen. Bisher hat auch noch niemand die Impfung abgelehnt“, so Dr. Hundt. Um auf das Impfangebot aufmerksam zu machen, sprach das DRK-Team jeden der Mitreisenden aktiv an. Geimpft wurde dann mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson, der nur einmal verabreicht werden muss. Für die Zweitimpfungen stand auch der Impfstoff von Biontech zur Verfügung. „Wir haben in der 1. Klasse eine sterile Apotheke aufgebaut, darin werden die Impfstoffe frisch aufgezogen“, erläutert Spieren. Wie erhofft, konnten die Verantwortlichen mit der Aktion in erster Linie Menschen erreichen, die nicht im Kreis Olpe leben. Die meisten waren Tagestouristen aus dem Ruhrgebiet, die in Olpe zugestiegen waren, um einen Ausflug nach Sondern zu machen.

Dorthin gehen, wo die Menschen sind

„In Finnentrop sind bisher eher weniger zugestiegen, aber das kann sich ja noch ändern“, hofft Wittich am Mittag. Die Frage, warum gerade im Zug geimpft wird, kann Stefan Spieren schnell beantworten. „Wir müssen etwas Besonderes machen und gleichzeitig dahin gehen, wo potenziell noch Menschen sind, die noch keine Impfung erhalten haben. Viele Kreise haben deutlich niedrigere Impfquoten als der Kreis Olpe. Und im Zug erreichen wir die Menschen aus diesen Regionen“, so der ärztliche Leiter des Impfzentrums in Attendorn.

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Leute stehen Schlange

Auch an der Uferpromenade in Sondern verlief der Impftag positiv. Hier waren es allerdings eher die Einheimischen, die das Angebot nutzten. „Heute Morgen standen die Leute hier Schlange“, berichtet die verantwortliche Ärztin, Laura Goergens. Die Helfer im Impfbus standen darüber hinaus auch als Ansprechpartner für Fragen rund um die Impfung zur Verfügung. „Viele der Menschen, die wir hier ansprechen, haben schon eine Impfung erhalten, trotzdem verläuft der Impftag bisher sehr positiv“, zieht auch Goergens am Mittag ein positives Fazit.

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