Feuerwehr Wenden

Digitale Technik statt Analogfunk

Die Zeit der digitalen Funktechnik bei der Feuerwehr in der Gemeinde Wenden ist nun endgültig angebrochen.

Die Zeit der digitalen Funktechnik bei der Feuerwehr in der Gemeinde Wenden ist nun endgültig angebrochen.

sz Wenden. Seit Kurzem ist die Zeit der analogen Funktechnik bei der Feuerwehr der Gemeinde Wenden vorbei und die Einführung des Digitalfunks in allen Einsatzbereichen sowie bei allen Einheiten abgeschlossen. Mit einer Investition von rund 39 000 Euro wurden für alle Standorte Handsprechfunkgeräte und entsprechende Ladegeräte in den Fahrzeugen beschafft, die es den Einsatzkräften ermöglichen, nun auch den Funkverkehr an der Einsatzstelle digital zu betreiben. Jede der Einheiten Gerlingen, Hillmicke, Hünsborn und Wenden verfügt darüber hinaus über ein Gerät für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen mit entsprechender Zulassung.

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Umstellung begann im Jahr 2008

Die Umstellung auf die digitalen Endgeräte begann im Jahr 2008 mit der Einführung der digitalen Alarmierung. Nachdem die Voraussetzungen durch den Aufbau eines digitalen Alarmierungsnetzes im Kreis Olpe geschaffen und die Kreisleitstelle an dieses Netz angebunden war, wurden alle aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Wenden mit digitalen Funkmeldeempfängern ausgestattet. Die Ansteuerung der Sirenen wurde ebenfalls umgestellt. Die Kosten der Endgeräte und der benötigten Alarmumsetzer übernahm dabei die Gemeinde Wenden als zuständige Behörde für den Brandschutz und die Hilfeleistung. Die Alarmumsetzer sind akku-gepuffert, so dass eine Alarmierung im Falle eines Stromausfalls sichergestellt ist. Die digitalen Meldeempfänger empfangen die Alarmierung als verschlüsselte Nachricht und zeigen den Feuerwehrleuten diese in Textform im Display an. Die Alarmierung kann akustisch/optisch oder auch diskret durch Vibration erfolgen. Die Alarmierung der Einheiten erfolgt durch die digitale Technik innerhalb weniger Sekunden. Im Jahr 2019 wurde zusätzlich eine Alarmierung per Mobilfunk-App umgesetzt. Rückmeldungen der einzelnen Feuerwehrleute, ob sie zeitnah verfügbar sind, werden durch die Software ermöglicht. Nachdem der Bund das digitale Tetranetz aufgebaut und in Betrieb genommen hatte, wurde ab 2014 auch die Kommunikation zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst, Kreisleitstelle und den anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) über das Digitalfunknetz umgestellt. Alle 19 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr der Gemeinde Wenden wurden mit digitalen Funkgeräten sowie einem Statusgeber und Antenne ausgerüstet. Bis zum Abschluss des Testbetriebes und der kompletten Umstellung aller BOS-Fahrzeuge im Kreis Olpe erfolgte ein paralleler Betrieb von analogem und digitalem Funkverkehr. Das Versenden von Statusmeldungen über das neue digitale Netz vervollständigte den Funktionsumfang im weiteren Ablauf der Einführung des Digitalfunks. Durch diese Statusmeldungen kann ein Fahrzeug beispielsweise einem Einsatz zugeordnet werden oder sich wieder einsatzbereit melden.

Konzept der Gemeinde Wenden im November 2015 verabschiedet

Die vier Feuerwehrhäuser erhielten zur besseren Koordination bei Großschadenslagen und zur direkten Verständigung mit den Einsatzfahrzeugen jeweils ein fest installiertes digitales Funkgerät und ein kompaktes Notstromaggregat. Dieses kann bei Stromausfällen genutzt werden, die in der Vergangenheit beispielsweise beim Orkantief „Kyrill“ eintraten und die Kommunikation erheblich erschwerten. Nachdem die Umstellung bei der Alarmierung und dem Funkverkehr zwischen der Kreisleitstelle und den Einheiten abgeschlossen war, ging es an die Realisierung des digitalen Funkverkehrs, der direkt an der Einsatzstelle stattfindet. Zunächst wurden für alle Fahrzeugführer digitale Handfunkgeräte beschafft, um die Kommunikation aller Gruppen- und Zugführer mit der Leitung der Feuerwehr bzw. dem Einsatzleiter sowie mit den beiden Einsatzleitwagen zu gewährleisten. In Verbindung mit der Einführung des Digitalfunks galt es nun, ein Gesamtkonzept aufzustellen, um beispielsweise eine generelle Kanaltrennung und die Struktur innerhalb eines Großeinsatzes abzubilden. Das „Funk- und Führungskonzept der Feuerwehr der Gemeinde Wenden“ wurde im November 2015 verabschiedet und ist sowohl im Einsatz als auch im Übungsdienst von der Feuerwehreinheiten anzuwenden.

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Gemeinde Wenden investiert rund 190 000 Euro

Das bundesweit einheitliche und flächendeckende Digitalfunknetz für die BOS bietet gegenüber der analogen Funktechnik diverse Vorteile. Es können verschiedene Teilnehmer in einer Gruppe zusammengefasst werden, um Funksprüche mit allen Teilnehmern der Gruppe zu ermöglichen. Auf diesem Wege können verschiedene Hilfsorganisationen miteinander funken. Auch eine Kommunikation direkt zwischen einzelnen Teilnehmern ohne Abhörmöglichkeit ist gegeben. Alle digitalen Funkgeräte verfügen über eine Notruftaste, die eine direkte Sprachverbindung mit Vorrang vor anderen Teilnehmern an die zuständige Stelle oder innerhalb der Gruppe auslöst. Die neue Technik filtert Umgebungslärm aus den empfangenen Signalen heraus und bietet daher eine hohe Sprachqualität. Die Gemeinde Wenden hat von 2008 bis 2020 insgesamt rund 190 000 Euro in die digitale Alarmierung (Funkmelder und Sirenen) und den Digitalfunk bei der Feuerwehr investiert.

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