Konzept der Gemeinde liegt vor

Radwegenetz in Wenden soll noch besser werden

Die Gemeinde Wenden verfügt bereits über ein Radwegenetz, das von vielen Radfahrern genutzt wird. Hier gibt es aber durchaus Verbesserungspotenzial. Dieses wird in dem Konzept ebenso benannt wie Konfliktsituationen und Ausbaumöglichkeiten.

Die Gemeinde Wenden verfügt bereits über ein Radwegenetz, das von vielen Radfahrern genutzt wird. Hier gibt es aber durchaus Verbesserungspotenzial. Dieses wird in dem Konzept ebenso benannt wie Konfliktsituationen und Ausbaumöglichkeiten.

hobö Wenden. Das Radfahren boomt. Insbesondere die Entwicklung der Pedelecs, die der Einfachheit halber oft als E-Bike bezeichnet werden, hat dem Zweirad einen enormen Aufschwung beschert. Die elektrische Unterstützung hat den sauerländischen Bergen vor allem bei den Hobbyradfahrern den Schrecken genommen. Die Gemeinde Wenden hat den Trend schon vor geraumer Zeit erkannt und ein Radverkehrskonzept angestoßen. Das liegt nun vor und wird am Donnerstag im Umweltausschuss beraten sowie am Mittwoch in der nächsten Woche dem Gemeinderat (Beginn jeweils um 17.30 Uhr in der Aula der Gesamtschule) zur Beschlussfassung vorgelegt.

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Radfahren im Wendener Land soll attraktiver werden

Auf 68 Seiten stellt dieses Radverkehrskonzept die aktuelle Situation des Radverkehrs in der Gemeinde Wenden dar. Ausgewählte Einzelmaßnahmen sollen die Grundlage für die Optimierung und den Ausbau des vorhandenen Radwegenetzes sein, um auf diese Weise ein sicheres, komfortables und möglichst zusammenhängendes Netz mit direkten Wegen bieten zu können. Jedenfalls hat sich die Wendener Kommune zum Ziel gesetzt, das Radfahren im Wendener Land sowohl sicherer als auch attraktiver zu gestalten und damit einhergehend den Radverkehrsanteil zu erhöhen. Das Konzept soll als Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung dienen. Außerdem ist es Grundlage für die Beantragung verschiedener Fördermittel. Die Verfasser legen Wert darauf, dass das Konzept ein „dynamisches Instrument“ darstellt. „Um den sich stetig entwickelnden Ansprüchen aber auch Möglichkeiten und Bedürfnissen bei der Gestaltung des Fahrradklimas gerecht zu werden, ist eine regelmäßige Überprüfung, Ergänzung und Fortschreibung des Konzeptes beizubehalten“, heißt es in der Einleitung. Dies führe zu mehr Sicherheit auf den Straßen und Wegen und einer verbesserten Infrastruktur für den „Drahtesel“-Nutzer.

Kurze Wege mit dem Fahrrad von Dorf zu Dorf

Weiteres Ziel dieses Konzepts ist es, nicht nur alle Ortschaften auf möglichst direktem Wege an den zentralen Ort Wenden anzubinden, auch untereinander sollen die Wege von Dorf zu Dorf möglichst direkt sein. Hierfür sollen „vorhandene Potenziale zur Verknüpfung“ ausgenutzt werden. Die Gemeinde verweist auf verschiedene Studien, die belegen würden, dass die meisten mit dem Auto zurückgelegten Strecken kürzer als fünf Kilometer seien. Viele Kurzstrecken seien unter gewissen Umständen zu Fuß oder mit dem Fahrrad vor allem aber mit dem Pedelec schneller zu bewältigen. „Daher sollte die Entscheidung auf diesen Strecken gegen das Auto und für das Fahrrad dadurch unterstützt werden, dass eine komfortable und sichere Radinfrastruktur gegeben ist.“ Als Zielgruppe benennt man im Wendener Rathaus zum einen Alltags- aber auch Freizeitnutzer der Radwege – sowohl mit als auch ohne elektrische Unterstützung. Vor dem Hintergrund der steigenden Elektrifizierung könnten heute Strecken mit stärkerer Steigung in das neue Netz aufgenommen und entsprechend ausgebaut werden. Langfristig werde sich der Fokus des Radwegenetz-Ausbaus daher in Richtung Pedelecs und E-Bikes verschieben. Zusätzlich solle Rücksicht auf Lastenräder, Fahrradanhänger, Liegeräder und andere Formen genommen werden.

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Radwege haben in Wenden auch eine Funktion für Touristen

Touristischer Radverkehr spiele im Wendener Land „keine untergeordnete Rolle“, heißt es in dem Konzept. Viele Radwege hätten daher eine Doppelfunktion. Touristischer und Freizeitradverkehr könnten gleichbedeutend angesehen werden, denn nicht nur Urlauber, sondern vor allem auch Einheimische und Tagesgäste aus der näheren Umgebung nutzten die Radwege im „Wendschen“. „Durch eine verstärkte Nutzung des Fahrrads als Verkehrsmittel für kurze und mittlere Strecken sind neben der Reduzierung von CO2-Emissionen auch mit positiven Effekten auf Lärmminderung und Luftreinhaltung zu rechnen“, betonen die Verfasser des Konzepts. Zusammenfassend könne daher festgehalten werden, dass mit Hilfe des Radverkehrskonzepts ein „Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raums im kommunalen und regionalen Kontext geleistet wird“.

Radverkehrskonzept als Grundlage für Wenden

Die Verwaltung schlägt dem Rat nun vor, das Radverkehrskonzept der Gemeinde Wenden als „Handlungsgrundlage für die zukünftige E0ntwicklung des Radverkehrs in der Gemeinde Wenden“ zu beschließen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen „sukzessive umgesetzt werden“, um eine Erhöhung des Radverkehrsanteils in der Gemeinde Wenden zu erreichen. Die Verwaltung geht davon aus, dass die derzeitigen finanziellen Aufwendungen für Um- und Neubau sowie Erhaltung und Unterhaltung der Radverkehrsinfrastruktur steigen werden. Dies liege an den höheren Standards für eine zukunftsgerechte Entwicklung der Radwege, aber auch an der Kontrolle der Verkehrssicherheit, am Winterdienst und an notwendigen Markierungen. Hier sollen die entsprechenden Förderprogramme von Bund und Land abgerufen werden.

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