Unabhängig vom Regionalplan

Politik will Gewerbegebiet „Ruttenberg“

Das geplante interkommunale Gewerbegebiet „Ruttenberg“ bei Gerlingen soll verwirklicht werden.

Das geplante interkommunale Gewerbegebiet „Ruttenberg“ bei Gerlingen soll verwirklicht werden.

hobö Wenden/Arnsberg. Der Entwurf des Regionalplans ist ab sofort online abrufbar. Das veranlasste Bernd Eichert, den Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbands Wenden, zu einer Stellungnahme. Wie berichtet, hat die Bezirksregierung Arnsberg als Regionalplanungsbehörde der Gemeinde Wenden schriftlich mitgeteilt, dass das anvisierte interkommunale Gewerbegebiet „Ruttenberg“ bei Gerlingen nicht in den Entwurf des Regionalplans aufgenommen werde, weil das „Kriterium der äußeren Erschließung“ nicht erfüllt sei. Bürgermeister Bernd Clemens teilte dem Gemeinderat im Dezember mit, dass dies im Nachgang damit begründet worden sei, dass der Zeitplan für die Realisierung eines Autobahnanschlusses nicht übereinstimme mit der Gültigkeitsdauer des Regionalplans, der auf zwölf bis 15 Jahre angelegt sei. Insofern müssten zuerst die planerischen Voraussetzungen für den Anschluss an das überörtliche Verkehrsnetz geschaffen werden.

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Wenden, Olpe und Kreuztal wollen Gewerbegebiet "Ruttenberg"

Bekanntlich möchte die Gemeinde Wenden nordwestlich des Autobahnkreuzes Olpe-Süd zusammen mit den Städten Olpe und Kreuztal ein interkommunales Gewerbegebiet „Ruttenberg“ verwirklichen und dies möglichst mit einer Erschließung direkt von der Autobahn aus oder mit einem Tunnel unterhalb der A45.

Insbesondere die jüngsten Entwicklungen rund um die anvisierte Ansiedlung des Online-Versandhändlers Amazon in Gerlingen und der einhergehend zu erwartenden starken Zunahme an Verkehr in um Gerlingen herum zeigt die Bedeutung, die „Ruttenberg“ nicht allein für die Ansiedlung von Gewerbe bzw. Industrie, sondern auch für die Bürger im Umfeld hat.

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"Ruttenberg" steht nicht auf der Kippe

Steht das Gebiet „Ruttenberg“ also nun auf der Kippe? Nein. Selbst, wenn es nicht in den Regionalplan käme, so versichert die Bezirksregierung, könnte dieser gegebenenfalls kurzfristig geändert werden. Außerdem hatte der Regionalrat Anfang Dezember deutlich gemacht, „dass er im Rahmen des Erarbeitungsverfahrens eine weitere Auseinandersetzung mit dem Standort ,Ruttenberg’ am Autobahnkreuz A45/A4 zur Festlegung eines interkommunalen Gewerbe- und Industriebereichs für die Kommunen Wenden, Kreuztal und Olpe erwartet“. Soll also heißen, dass die Politik die planerische Auseinandersetzung mit dem interkommunalen Gewerbegebiet „Ruttenberg“ sehr wohl wünscht. Und dies wiederum deutet darauf hin, dass die Kommunen Kreuztal, Olpe und Wenden auf die politische Unterstützung im Regionalrat setzen können.

CDU möchte "Ruttenberg" mit aller Kraft verwirklichen

Bernd Eichert wies im Telefonat mit der SZ auf die enorme Bedeutung des Gebiets „Ruttenberg“ für die Gemeinde Wenden hin. Daher sei er überrascht, dass dieses nicht im Entwurf des Regionalplans zu finden sei. Da die Planungen für den sechsstreifigen Ausbau der A45 derzeit laufen würden, sei es von größter Bedeutung, hier „Pflöcke einzuschlagen“ Der CDU-Vorsitzende: „Wenn wir jetzt nicht mit aller Kraft aktiv werden, laufen die Planungen an uns vorbei.“ Eichert verspricht: „Wir wollen als CDU in der Gemeinde Wenden das Thema angreifen und auch die politischen Vertreter in Bund und Land mit ins Boot holen, damit wir ,Ruttenberg’ kriegen.“

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