Zielen, Werfen – Gutes tun!

Bereits die Premierenveranstaltung im vergangenen Jahr wurde als Erfolg verbucht. „Corvo Merda“ erzielte bei der ersten Dart-Nacht in Ottfingen einen Erlös in Höhe von 1000 Euro, der an Christian Pilz von der Elterninitiative für krebskranke Kinder übergeben wurde.  Foto: privat

Bereits die Premierenveranstaltung im vergangenen Jahr wurde als Erfolg verbucht. „Corvo Merda“ erzielte bei der ersten Dart-Nacht in Ottfingen einen Erlös in Höhe von 1000 Euro, der an Christian Pilz von der Elterninitiative für krebskranke Kinder übergeben wurde. Foto: privat

yve  Die Bilder sind bekannt: Während die Spieler höchst konzentriert vor der Dartscheibe stehen, um den perfekten Wurf abzuliefern, tobt im Hintergrund der Mob. Es herrscht Volksfeststimmung. Dart-Turniere, insbesondere in Großbritannien, füllen große Hallen, sie sind ein Spektakel, das oft einer Karnevalsfeier gleicht. Auf der Insel ist das Wurfspiel längst ein Millionengeschäft. Früher gerne als Kneipensport betitelt, steht Dart heute der Professionalität gängiger Sportarten in nichts mehr nach.

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Die Euphorie ist mittlerweile auch in Deutschland angekommen – Dart füllt Arenen oder auch im Kleineren gedacht, das Dorfgemeinschaftshaus in Möllmicke. Das zumindest wünscht sich die Hobbymannschaft „Corvo Merda“ – 22 Personen stark, größtenteils aus Ottfingen und den umliegenden Dörfern –, wenn sie am Freitag, 1. November, um 15 Uhr den Startschuss zur zweiten Dart-Nacht, dem „Coppa di Corvo Merda“, gibt.

Drei der Organisatoren, Marcel Arns, Tim Schollemann und Julian Arns, stellten die Veranstaltung der SZ gestern vor – mit dem Ziel, möglichst viele Spieler und natürlich auch Zuschauer zu gewinnen. Dabei steht nicht der kommerzielle Gedanke im Vordergrund – ganz im Gegenteil. „Der Gewinn ist für die Elterninitiative für krebskranke Kinder Siegen bestimmt“, so Julian Arns.

Bereits bei der Premierenveranstaltung im vergangenen Jahr im Schützenhaus in Ottfingen „erwirtschaftete“ „Corvo Merda“ 1000 Euro für den rührigen Verein, der bereits 1988 von betroffenen Eltern mit dem Ziel gegründet wurde, den Krankenhausaufenthalt für erkrankte Kinder so angenehm wie möglich zu gestalten, neue Therapiemöglichkeiten zu fördern und die Familie als Ganzes zu unterstützen. Die Initiative hilft vor dem Hintergrund eigener Erfahrung – in der langen Zeit der Krankheit mit Operationen und Therapien und in der Zeit danach, wenn das Kind wieder als gesund gilt oder auch verstorben ist.

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Die Hobbymannschaft weiß, welch anerkennende Arbeit der Verein um Vorsitzenden Christian Pilz leistet und wie dringend er auf Spenden angewiesen ist. Und so soll nach dem Erfolg der ersten Dart-Nacht die Fortsetzung auf noch größere Resonanz stoßen. „Zahlreiche Spieler haben sich schon angemeldet“, freute sich Tim Schollemann. „Wir hoffen auch, dass viele Menschen einfach nur zum Zuschauen nach Möllmicke kommen und mit dem Kauf von Wertmarken den Spendentopf füllen“, unterstrich Julian Arns.

Die Mannschaft hat im Vorfeld reichlich Sponsoren gewinnen können, die Pokale, Sachgüter für die Tombola und Preisgelder stifteten. Hoch anzurechnen ist auch die Geste von Marcel Arns’ Eltern, „spendieren“ sie doch die Gebühr für das Dorfgemeinschaftshaus, die vor dem Hintergrund des gemeinnützigen Zweckes von den Vermietern reduziert wird.

Gespielt am ersten Tag im November wird nach dem 301-Single-Out-System, ab dem Viertelfinale ändert sich das Spielsystem in ein 301-Double-Out. Nach der Siegerehrung besteht die Gelegenheit, sich in lockerer Runde auszutauschen. Wer drei Wertmarken gratis haben möchte, dem sei geraten, in der Kostümkiste nach einem passenden Outfit zu suchen – denn Verkleidung ist beim „Coppa di Corvo Merda“ erwünscht.

Interessierte Mitspieler können sich per E-Mail (dart@corvo-merda.de) oder über die Facebook-Seite von „Corvo Merda“ anmelden.

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