Anschlag von Wien

Patrick Helmes erlebt Terror hautnah

Der aus Alchen stammende Ex-Fußball-Nationalspieler Patrick Helmes hat den Anschlag von Wien am Montagabend hautnah miterleben müssen.

Der aus Alchen stammende Ex-Fußball-Nationalspieler Patrick Helmes hat den Anschlag von Wien am Montagabend hautnah miterleben müssen.

juka Alchen/Wien. Eigentlich wollte der aus Alchen stammende Ex-Fußball-Nationalspieler Patrick Helmes am Montagabend mit seiner Frau Nicole, den beiden kleinen Kindern Bruno und Charlotte (sechs Monate bzw. zwei Jahre alt) sowie dem Betreuerstab seines Vereins FC Admira Wacker Mödling nur den letzten Abend vor dem Lockdown in der neuen österreichischen Heimat Wien genießen. Noch einmal ausgehen, in größerer Runde in einem Restaurant an einer belebten Straße im Zentrum beisammen sitzen. Doch um kurz vor 20 Uhr ist von einer Sekunde auf die andere ist von der Lockerheit nichts mehr übrig, die Ruhe vorüber. „Man hat Schüsse gehört, viele Menschen sind in Panik in den Laden gestürmt“, lässt der 36-Jährige, den die SZ am Dienstagmittag erreichte, die Szenen Revue passieren.

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"Überall nichts als Geschrei“

Der 13-malige Nationalspieler und seine Familie sind mitten in einen Anschlag geraten, der bislang vier Menschen und dem 20-jährigen Attentäter selbst das Leben gekostet hat. Menschen hätten geweint, seien unter die Tische gesprungen, ehe vermummte Einsatzkräfte der Sondereinheit schließlich in das Restaurant gekommen seien, um das Lokal abzusichern, beschreibt Helmes die ersten Minuten nach dem Attentat gegenüber dem Kölner Express. „Es hat absolute Panik geherrscht. Überall nichts als Geschrei.“Der 36-Jährige suchte derweil mit seiner Frau und seinen Kindern Schutz in einem Müllraum. „Das war eine absolute Ausnahme und Stresssituation mit Bildern von Menschen in Todesangst, die man nicht sehen will“, wird der ehemalige Stürmer zitiert.

Im Auto von Freunden nach Hause

Bis 2 Uhr dauerte der Horror für den jungen Familienvater an, solange musste das Quartett in dem Lokal ausharren. Erst dann wurde die Familie nach draußen gebracht, wo sie dann im Auto von Freunden nach Hause gebracht wurden. „Wir waren einfach froh, wieder in den eigenen vier Wänden zu sein. Aber die Verarbeitung wird gewiss noch etwas dauern“, berichtete Helmes. Erst im Sommer hatte der 36-Jährige nach zwei Jahren im Nachwuchsbereich von Bayer Leverkusen beim österreichischen Bundesligisten angeheuert und neben seiner Trainerstelle bei der zweiten Mannschaft zwischenzeitlich auch als Co- und Interimstrainer des Erstligisten fungiert. Der Ausflug am Montagabend war der erste für seine Frau Nicole in der neuen österreichischen Heimat.

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