Christliche Seniorenhäuser Lützeln betroffen

Corona-Ausbruch in Pflegeeinrichtung

tile Lützeln. Corona hat nun auch die Christlichen Seniorenhäuser Lützeln fest im Griff. Bisher sind 56 Bewohner und 25 Mitarbeiter positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden. Sieben Bewohner sind inzwischen verstorben. In Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Siegen-Wittgenstein sei zwar kein Besuchsverbot ausgerufen worden, als „unverschiebbar angesehene Besuche“ müssen aber telefonisch angemeldet und mit der Heimleitung abgesprochen werden, heißt es auf der Homepage der Einrichtung im Hickengrund. In unterschiedlichen Wohnformen und -einheiten leben 160 Personen auf dem Gelände am Holzhäuser Weg.

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Am 6. Januar waren planmäßig noch die ersten Impfungen vorgenommen worden. „Da war Corona aber schon unerkannt im Haus“, sagt Geschäftsführer Jochen Loos. Am 8. Januar hatte das Kreis-Gesundheitsamt eine Reihentestung durchführen lassen, weil ein Mitarbeiter der Einrichtung privat unwissend Kontakt zu einer positiv getesteten Person gehabt hatte. „Es war eine präventive Maßnahme“, so Jochen Loos. Dabei wurden die ersten Infektionen festgestellt. Mittlerweile habe es sechs Reihentestungen gegeben.

„Wir sind schockiert, wie schnell sich das Virus verbreitet. Es hat uns hart getroffen“, erklärt der Geschäftsführer. Umso dankbarer sei man über die Solidarität innerhalb des Hickengrundes und der Gemeinde Burbach. Zahlreiche Freiwillige hätte Unterstützung angeboten, darunter auch ein paar examinierte Pflegekräfte. Die Ungelernten helfen nun beispielsweise bei der Ausgabe von Essen oder bei hauswirtschaftlichen Aufgaben. Sogar 70- und 80-Jährige wollten mit anpacken. Von diesem großzügigen Angebot habe man natürlich keinen Gebrauch gemacht, erklärt Jochen Loos.

Aktuell gingen zahlreiche Anrufe von besorgten Angehörigen ein, die sich beim Pflegepersonal nach dem Wohlergehen der Bewohner erkundigen wollen. Einrichtungsleitung und Geschäftführung bitten um Verständnis, „dass wir derzeit die Aufgaben im Haus priorisieren müssen“. Man versuche, die Angehörigen auf dem Laufenden zu halten, „wir gehen ganz transparent mit der Situation um“, versichert Jochen Loos.

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