Paletten und Holzkisten in allen Formen

Von Lützeln in die ganze Welt

Im Jahr verarbeitet die Heidt GmbH etwa 15 000 bis 18 000 Festmeter Holz.

Im Jahr verarbeitet die Heidt GmbH etwa 15 000 bis 18 000 Festmeter Holz.

sp Lützeln. Baumstämme, Holzbohlen, Paletten und Kisten stehen gestapelt an jeder Ecke. Aus mehreren Hallen dringt der Lärm von Maschinen. Der typische Geruch von frisch geschnittenem Holz steigt in die Nase. Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, was zwischen den beiden Straßen „Zur Höhe“ und „In den Weiden“ im kleinen Burbacher Ortsteil Lützeln verarbeitet wird – und das bereits seit 1929.

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Unternehmen in dritter Generation 

Fritz Heidt gründete einen Zimmereibetrieb. Anfang der 50er-Jahre kam das Sägewerk dazu, das 1958 komplett abbrannte und neu aufgebaut werden musste. Erst ab 1972 wurde mit dem Bau von Kisten und Paletten begonnen. Die Firma Sägewerk Heidt GmbH wird heute in der dritten Generation von den Brüdern Mario und Patrick Heidt geführt. Mit ihnen sind insgesamt elf Mitarbeiter angestellt. Besonders stolz ist Mario Heidt darauf, dass die Produkte, die bei ihnen in Lützeln hergestellt werden, in der ganzen Welt unterwegs sind.

Firmeninhaber Mario Heidt kommt mit dem Schneiden der Stämme nicht hinterher.

Firmeninhaber Mario Heidt kommt mit dem Schneiden der Stämme nicht hinterher.

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Die Reise startet in den Hallen der Firma. Dort wird das im Sägewerk selbst geschnittene oder fertig zugelieferte Holz zu Paletten und Holzkisten verarbeitet, in verschiedenen Größen und Formen. Sie werden an Industrie- und Handwerksfirmen geliefert, „damit der Kunde seine Ware sicher von A nach B fährt“, erklärt Mario Heidt. Die Produkte der belieferten Industrieunternehmen werden um den gesamten Globus geschickt – in den Holzverpackungen aus Lützeln. „Ein Kumpel hat mal ein Foto gemacht von einer unserer Paletten in Saudi-Arabien.“ Ein individueller Stempel des Sägewerks macht’s möglich.

Größere Bestellungen und Sonderanfertigungen

Etwa 2300 Zeichnungen von Kunden liegen dem Sägewerk vor, nach denen die Paletten und Kisten speziell angefertigt werden. Das können größere Bestellungen aber auch einzelne Sonderanfertigungen sein, beispielsweise für ein bestimmtes Flugzeugteil, das sicher verpackt werden muss.

Bevor die Holzprodukte auf Reisen gehen dürfen, werden sie in einem speziellen Raum hitzebehandelt. Die Kerntemperatur des Holzes wird gemessen, sie muss für eine halbe Stunde bei mindestens 58 Grad liegen, damit beispielsweise Schädlinge, die sich noch im Holz befinden, getötet werden und nicht als blinde Passagiere mitreisen.

Die Paletten der Firma Heidt gehen in die ganze Welt.

Die Paletten der Firma Heidt gehen in die ganze Welt.

Apropos Schädlinge: Fichtenholz ist zurzeit aufgrund des Borkenkäfers massig auf dem Markt, dennoch hat Heidt mit höheren Kosten zu kämpfen. „Die Preise steigen horrend, das ist ungesund. Wenn ich denn überhaupt an Ware komme …“. Baumstämme gebe es zur Genüge, aber seine zwei Gattersägen, die daraus Schnittholz machen, laufen schon auf Hochtouren. „Der Bedarf ist höher, als ich schneiden kann“, so Heidt. Er benötigt mehr fertig geschnittenes Holz für die Produktion von Paletten und Kisten. Im Jahr sind es etwa 15 000 bis 18 000 Festmeter Holz, die er weiter verarbeitet und etwa 10 000 Festmeter, die er dafür selbst schneidet.

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Keine Fehler im Holz

Um die Anfragen der Kunden decken zu können, muss Heidt also Schnittholz zukaufen. „Ich kann mir das fast gar nicht mehr leisten“, erklärt er. Der Grund: Das Schnittholz gehe für höhere Summen auf den amerikanischen Markt. Heidt vermutet, dass das mit einer besseren Qualität des Holzes aus Deutschland zusammenhängt und mit der boomenden Nachfrage in den USA.

Der Stempel verrät, wo die Paletten herkommen. Eine Palette der Firma tauchte nachweislich in Saudi-Arabien auf.

Der Stempel verrät, wo die Paletten herkommen. Eine Palette der Firma tauchte nachweislich in Saudi-Arabien auf.

Zum Thema Qualität erzählt er: Es gebe auch einen Kunden, der akzeptiere kein Käferholz. Es sei zwar nicht unbedingt viel schlechter, aber der Kunde transportiere sehr hochwertige Ware. Fehler im Holz dürfe es da nicht geben.

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