Gedenkgottesdienst am Sonntag in Alchen

Raum für Trauer und Entsetzen

Blumen und Kerzen vor dem Aufgang zum Alcher Backes: „Wir schaffen das“, heißt es auf einem ebenfalls an dieser Stelle ausgelegten Schriftstück.

Blumen und Kerzen vor dem Aufgang zum Alcher Backes: „Wir schaffen das“, heißt es auf einem ebenfalls an dieser Stelle ausgelegten Schriftstück.

sz/cs Alchen. Nach dem dramatischen Unglück in Alchen sitzt der Schock in und um Freudenberg weiter tief. Wie ausführlich berichtet, sind bei einer Explosion im Rahmen des Backesfestes mehrere Menschen verletzt worden, einige davon sehr schwer. Eine 67 Jahre alte Frau erlag am Montag ihren schweren Verletzungen und verstarb in einer Dortmunder Klinik. Tief erschüttert zeigen sich auch der ev. Kirchenkreis Siegen sowie die ev.-ref. Kirchengemeinde Oberholzklau. Am kommenden Sonntag, 15. September, soll es nun Raum geben, „um Trauer und Entsetzen in Wort, Gebet und Musik vor Gott zu bringen“. Ab 10 Uhr findet in der ev. Kirche in Alchen ein Gottesdienst mit Pfarrer Oliver Günther statt. Ab Dienstag (10. September) und bis Samstag, 14. September, ist das Gotteshaus zudem jeweils in der Zeit von 18 bis 20 Uhr geöffnet. „In dieser Zeit besteht die Möglichkeit für ein stilles Gedenken. Sie können eine Kerze entzünden und ein stilles Gebet sprechen“, heißt es in dem gemeinsamen Text von Superintendent Peter-Thomas Stuberg und Pfarrer Oliver Günther weiter. Um 19 Uhr findet an allen Abenden eine kurze Andacht statt. Notfallseelsorger und Oliver Günther stehen zudem für Gespräche zur Verfügung.

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Dank an Einsatzkräfte und Ersthelfer

„In unseren Gedanken und mit unseren Gebeten sind wir bei allen Verletzten und ihren Angehörigen, die weiter um ihre Familienangehörigen bangen. Wir hoffen mit allen Alchern auf baldige Genesung. Ihnen allen möchten wir unser tief empfundenes Mitgefühl aussprechen“, schreiben Kirchenkreis und Kirchengemeinde. Allen Einsatzkräften und Ersthelfern, die am Unglückstag vor Ort waren und mit ihrer Hilfe übermenschliches geleistet hätten, „möchten wir von Herzen für ihr Engagement danken und Ihnen unsere Anerkennung aussprechen“. Das Geschehene habe schmerzhafte körperliche und seelische Wunden hinterlassen.

"Diese Erfahrung wünschen wir Ihnen allen"

Es werde viel Zeit brauchen, bis diese Wunden heilen können: „Allen, die in dieser schweren Zeit die Menschen in Alchen weiter begleiten, wünschen wir viel Kraft und Segen. Uns bleibt nur, gemeinsam auf wirklichen Trost von dem Gott allen Trostes zu hoffen, wenn menschliches Trösten keine Worte mehr findet.“ Bis dahin helfe das Wissen, „dass wir nicht allein sind. Dass wir erfahren: Wir werden begleitet, wir werden gehalten, wir werden auch getragen. Diese Erfahrung wünschen wir Ihnen allen“.

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Blumen und Kerzen niedergelegt

Am Aufgang zum Alcher Backes legten Menschen zum Gedenken Blumen ab und entzündeten Kerzen. „Wir schaffen das“, heißt es auf einem ebenfalls dort ablegten Schriftstück. Der Heimat- und Verschönerungsverein habe in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten viel für das Dorf getan. Dabei sei stets versucht worden, dem Dorf und dessen Menschen etwas Gutes zu tun. „Daran darf sich auch jetzt nichts ändern“, heißt es in dem  Schreiben weiter. „Nun liegt es an uns, in diesen schockierenden, verstörenden und harten Tagen, Wochen und Monaten zu unserem HuV und seinen lieben Mitgliedern zu halten, egal was geschieht!“.

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