(Update) Explosion beim Backesfest in Alchen

Ursache ist bekannt

Inzwischen steht die Ursache des Unglücks fest: Die Eigenkonstruktion hielt der Hitze nicht stand.

Inzwischen steht die Ursache des Unglücks fest: Die Eigenkonstruktion hielt der Hitze nicht stand.

sos Alchen. Die Ursache des tragischen Unfalls am Sonntag ist bekannt. Laut Polizeisprecher Michael Zell hat der Brandsachverständige am Montagvormittag festgestellt, dass die Pfanne beim Backesfest explodiert ist, weil die Eigenkonstruktion der Hitze nicht standhielt. Zell erklärt die Zusammenhänge folgendermaßen: Zwischen der Innenpfanne, auf der die Kartoffeln braten sollten, und der Außenpfanne sei ein Zwischenraum gewesen, in den die Helfer Öl gefüllt hätten. So sollte die Hitze der darunter lodernden Flamme der Gasflasche gleichmäßig in der Pfanne verteilt werden, statt nur punktuell zu erhitzen. Weil sich das Öl aufgrund der Hitze jedoch ausgedehnt habe, sei die Pfanne "aufgeplatzt wie ein Luftballon", versucht Zell das Geschehene zu beschreiben. In der unteren Pfanne seien Risse und Löcher entstanden, durch die das Öl in Richtung Flamme getropft sei und sich entzündet habe. 

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Ermittlungen dauern an

Nicht klar sei, ob es sich um eine Fehlbedienung oder eine Materialermüdung gehandelt habe, erklärt der Polizeisprecher. Deswegen werde weiter ermittelt. Sicher sei, dass die Pfannen so nicht gekauft wurden, sondern dass sie privat so zusammengebaut worden seien. "Es kann sein, dass noch mehr solcher Dinge im Umlauf sind", befürchtet Zell.

Vier der Opfer sind stabil

Eine 67-Jährige erlag ihren Verletzungen im Krankenhaus (s. u.). Wie Michael Zell am Montagnachmittag berichtet, befinde sich eine Schwerverletzte noch in einem kritischen Zustand, die vier weiteren Opfer, die in eine Klinik gebracht wurden, seien stabil.

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+++ Unsere bisherige Berichterstattung +++

tom/mir Alchen. Die Fettexplosion beim Backesfest im Freudenberger Stadtteil Alchen hat ein Todesopfer gefordert. Eine 67 Jahre alte Frau ist in einer Dortmunder Klinik verstorben, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Zustand der übrigen Verletzten nach der Explosion einer übergroßen Bratpfanne ist bisher unverändert kritisch bis stabil. Ein Brandsachverständiger ist vor Ort und untersucht die Ursache, die zu dem Unglück geführt haben könnte. Eine Aussage zur Ursache ist vermutlich erst in den nächsten Tagen möglich, hieß es am Montag.

100 Gäste befanden sich am Sonntag zur Mittagszeit auf dem Festplatz. Nach ersten Angaben der  Polizei war von sieben leichtverletzten Personen und drei Schwerverletzten die Rede. Wie der SZ aus gut unterrichteter Quelle versichert wurde, soll sich die Zahl der Schwerverletzten auf sechs erhöht haben. Gegen 15 hieß es offiziell, es gebe vier Schwerverletzte, 13 Verletzte insgesamt. Um 16 Uhr das nächste Update der Polizei: 14 Verletzte, darunter sechs Menschen im Alter zwischen 31 und 75 Jahren mit lebensgefährlichen Verletzungen - fünf Brandverletzte und ein internistischer Notfall. Später hieß es aus dem Siegener Kreishaus, es gebe 13 Verletzte.

Fünf Rettungshubschrauber im Einsatz

Zunächst waren vier Rettungshubschrauber in Alchen gelandet, um die Verletzten abtransportieren zu können. Später wurde ein fünfter Hubschrauber angefordert. Der erste Helikopter mit Verletzten an Bord startete kurz nach 13 Uhr. Die Schwerverletzten wurden in Spezialkliniken in Bochum, Köln und Dortmund sowie nach Weidenau geflogen.

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Rund 120 Rettungskräfte und Feuerwehrleute sowie Polizei waren im Einsatz. Die Hauptdurchgangsstraße durch Alchen, die Bühler Straße, war gesperrt.

Keine Gasflasche im Spiel, Fett explodierte in Pfanne

Zur genauen Unglücksursache konnte die Polizei zur Mittagszeit noch keine Angaben machen. Zunächst war angenommen worden, es sei eine Gasflasche explodiert. Der Verdacht konnte ausgeschlossen werden. Die Explosion könnte sich in einer größeren Pfanne ereignet haben. Auch bei der späteren Pressekonferenz der Polizei war weiterhin von einer Fettverpuffung (Infos hier) in einer großen Pfanne zur Zubereitung von Kartoffeln die Rede.

Nach dem Mittag begab sich Bürgermeisterin Nicole Reschke zur Unfallstelle, sie sprach von einem Schock für die gesamte Bevölkerung. Mehrere Notfallseelsorger kümmerten sich um die Verwandten und Freunde der Verletzten. Landrat Andreas Müller sei ebenfalls vor Ort gewesen, teilte das Kreishaus mit.

Der Backes liegt mitten in Alchen, neben der Schule.

Der Backes liegt mitten in Alchen, neben der Schule.

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