Herzsportgruppe des TV Allenbach

Freiwillig fehlt hier niemand

Sport hält fit: Kurz bevor die Teilnehmer der Herzsportgruppe des TV Allenbach ins Schwitzen kamen, stellten sie sich zu einem gemeinsamen Foto auf.

Sport hält fit: Kurz bevor die Teilnehmer der Herzsportgruppe des TV Allenbach ins Schwitzen kamen, stellten sie sich zu einem gemeinsamen Foto auf.

kaio Allenbach. Wie wichtig Bewegung bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, steht außer Frage. Kardiologen und Hausärzte weisen Patienten mit Herzbeschwerden darauf hin, sich möglichst jeden Tag zu bewegen. Herzsportgruppen bekommen vielerorts immer mehr Teilnehmer.

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In den 30 Jahren nicht einen Notfall

Die Gruppe des TV Allenbach gibt es seit 30 Jahren. Mit fast 40 Teilnehmern. Montagabend geht es für die Sportler in die Allenbacher Turnhalle. Da nur eine gewisse Anzahl an Personen dabei sein darf, gründete sich 2008 eine zweite Gruppe, die unter der Leitung von Bianca Kirst und Simone Boller-Klein steht. 60 Minuten sportliche Aktivitäten stehen für die Teilnehmer auf dem Programm. Nur während der Corona-Pandemie gab es eine Zwangspause, als Sport in Hallen nicht erlaubt war.

Von Beginn an dabei ist die fast 80-jährige Übungsleiterin Erika Jung (TV Allenbach). Sie hat neben der Grundausbildung als Übungsleiterin eine spezielle Ausbildung für den Koronarsport absolviert. Bei den Übungsstunden müssen immer eine Ärztin oder ein Arzt anwesend sein sowie ein Defibrillator für Notfälle. Die Ärzte Ingrid Hegenbart-Heinemann und Dr. Rainer Hebrock haben die Herzsportgruppe von Anfang an begleitet. „In den 30 Jahren hat es glücklicherweise nicht einen Notfall gegeben“, so Erika Jung. „Jeder macht die Übungen so, wie er oder sie es am besten kann. Anstrengen ja, aber nicht übertreiben. Aber unsere Teilnehmer kennen ihren Körper und wissen ihn einzuschätzen“, erklärt die Trainerin.

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Mit Herzproblemen ist nicht zu Spaßen

Der Herzsport wird von den Krankenkassen gefördert. Um bei der Allenbacher Gruppe mitzumachen, muss man nicht Mitglied des Vereins sein. Voraussetzung zur Teilnahme ist eine ärztliche Verordnung. Und die haben alle, die sich jeden Montag- und Dienstagabend in der Allenbacher Halle treffen. Das jüngste Mitglied ist Roger Wetter mit 62 Jahren. Er ist seit eineinhalb Jahren dabei. Auslöser bei dem trainierten Freizeitsportler waren verstopfte Herzkranzgefäße. „Ich bewundere alle Teilnehmer, die jede Woche wiederkommen. Klar, sie wissen, wofür sie es tun. Aber es ist halt ganz schön anstrengend“, so der 62-Jährige. Seit sechs Jahren ist Irmhild Völkel dabei. „Mit 60 Jahren habe ich Herzprobleme bekommen. Da meine Eltern beide an einem Herzinfarkt gestorben sind, wusste ich, dass mit Herzproblemen nicht zu spaßen ist“, erklärte die 66-Jährige. „Sport ist für mich schon immer wichtig gewesen. Die Herzsportgruppe lasse ich nicht aus. Man wird von Kopf bis Fuß trainiert und fühlt sich danach richtig gut. Muskeltraining und Ausdauer in einem. Alles das macht mir sehr viel Spaß“, erzählt Irmhild Völkel, während sie gerade mit den Armen kreist und auf der Stelle läuft.

Seit fast 25 Jahren ist Alois Wabner bei der Herzsportgruppe. Er ist mit 86 Jahren der älteste Teilnehmer. „Ich lasse keine Gruppenstunde aus. Denn ich fühle mich danach wie neu geboren. Vorhofflimmern und weitere Herz-Kreislauf-Probleme haben mich dazu bewegt, mich mehr zu bewegen und meinem Körper und vor allem dem Herzen etwas Gutes zu tun.“

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